WM 2026: Deutschland gewinnt gegen die Elfenbeinküste

Gegen die Elfenbeinküste:Undav wird zum Helden! Deutschland dreht zweites WM-Spiel

von Sebastian Ungermanns

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Lange Zeit wusste die DFB-Elf im zweiten Gruppenspiel der WM nicht zu überzeugen. Dann brachte Julian Nagelsmann seine Joker ins Spiel.

Dennis Undav und Nadiem Amiri am 20.06.26

Lange rennt die DFB-Elf im zweiten Gruppenspiel einem Rückstand hinterher. Doch dann beweist Bundestrainer Nagelsmann mit seinen Auswechslungen ein glückliches Händchen.

21.06.2026 | 10:09 min

Deutschland hat das zweite Spiel bei dieser WM gewonnen. Gegen die Elfenbeinküste gewann die Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann 2:1 (0:1). Den Führungstreffer von Franck Kessié (30.) glich Superjoker Deniz Undav (68.) aus und erzielte kurz vor Schluss den Siegtreffer. Mit nun sechs Punkten kann die DFB-Elf sicher für die K-.o.-Runde planen.

Ein Blick auf die Aufstellung vor der Partie bestätigte, was viele schon vor der Partie vermutet hatten. Leipzigs Yan Diomande, Schlüsselspieler der Elfenbeinküste, startete über die eigentlich ungeliebte linke Seite, um seine Geschwindigkeitsvorteile gegenüber Joshua Kimmich auszuspielen.

Erste Chance nach rund 12 Sekunden

Der deutsche Nationalspieler Felix Nmecha jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Curaçao

Das erste Spiel bei dieser WM gewann die DFB-Elf deutlich.

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Und die DFB-Elf startete furios in die Partie - 12 Sekunden dauerte es nur, bis Kai Havertz das erste Mal aufs Tor schoss, den Ball aus zentraler Position aber deutlich drüber setzte.

Und Deutschland blieb zu Beginn weiter gefährlich. Eine Kimmich-Flanke von rechts landete punktgenau auf dem Kopf von Havertz. Der köpfte gegen die Laufrichtung von Yahia Fofana, doch der ivorische Schlussmann machte sich ganz lang und verhinderte den frühen Rückstand glänzend (10.).

Im Duell: Alan Franco (Ecuador, l.) und Bazoumana Touré (Elfenbeinküste, r.).

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Auch auf der anderen Seite gab es den ersten gefährlichen Abschluss. Nach unzureichender Klärung einer Flanke kam Wilfried Singo frei zum Schuss, blieb aber mit seinem wuchtigen Abschluss an Nathaniel Brown hängen (12.).

Deutschlands vermeintliche Führung aberkannt

Die DFB-Elf schaffte es zwar im ersten Drittel der Partie noch nicht gefährlich in den Strafraum - wenn dann gab es Abschlüsse aus der Distanz. Musialas (18.) und Nmechas (21.) Schüsse gingen knapp vorbei bzw. drüber.

Im Strafraum der Elfenbeinküste wurde Deutschland nach einer Ecke wieder gefährlich - und der Ball zappelte tatsächlich im Netz. Nach einer Ecke von Kimmich stieg Pavlovic hoch und köpfte vor Keeper Fofana ein (22.).

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Doch sein Einsteigen gegen den Schlussmann der "Elefanten" wertete der Schiedsrichter als Foul, so zählte der vermeintliche Führungstreffer nicht. Eine korrekte Entscheidung wie ZDF-Schiedsrichterexperte Thorsten Kinhöfer erklärte.

Kessié schockt die DFB-Elf

Und so erzielte die Elfenbeinküste die Führung - mit dem ersten Schuss aufs Tor. Auf der linken Seite setzte sich Diomande gegen Kimmich durch und flankte in die Mitte. Den ersten Abschluss blockte Brown aus kurzer Distanz noch stark, doch der Abpraller landete bei Franck Kessié, der zum 1:0 einschob (30.).

Die DFB-Elf wirkte von dem Treffer sichtlich angeknockt, die Elfenbeinküste war in den Zweikämpfen viel besser drin, Deutschland verlor gerade die körperlichen Duelle häufig. Weil Florian Wirtz sich kurz vor der Pause aus aussichtsreicher Position verdribbelte, ging es mit 0:1 in die Kabine.

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Trotz vieler kleinerer Möglichkeiten gerade aus der Distanz agierte die DFB-Elf über weite Strecken der ersten Hälfte zu harmlos. Gerade im letzten Drittel versuchten es die Nagelsmänner zu oft durch die Mitte - es fehlte die Breite im Spiel. Das musste in Halbzeit zwei besser werden.

Schlotterbeck bleibt in der Kabine

Nach dem Seitenwechsel musste Nico Schlotterbeck in der Kabine bleiben. Schon im Laufe der ersten Hälfte hatte er etwas im Knie gespürt. Für ihn kam Antonio Rüdiger in die Partie.

Der Start in die zweite Halbzeit erinnerte an die erste Hälfte. In den ersten fünf Minuten verlor Deutschland weiter einige wichtige Zweikämpfe, hatte Glück, dass die Ivorer ihre Top-Konterchancen nicht konsequent ausspielten - Inao Oulai setzte die beste in der 51. Minute über das Neuer-Tor.

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Die DFB-Elf verlor weiter viel zu einfach Bälle und offenbarte in der Hintermannschaft eklatante Lücken - vor allem weil Franck Kessié ein ums andere Mal vollkommen allein gelassen wurde. Das 1:0 nach 60 Minuten fast glücklich.

Nagelsman reagiert dreifach und glänzt damit

Es brauchte einen Ruck für die deutsche Mannschaft und so reagierte der Bundestrainer und brachte drei neue Männer: Deniz Undav, Nadiem Amiri und Jamie Leweling - und zumindest wurde es mal wieder gefährlich.

Keeper Fofana segelte unter einer Kimmich-Ecke vorbei, Havertz setzte den Kopfball knapp am Tor vorbei (63.). Tatsächlich änderte sich nun die Statik im Spiel - und Nagelsmann bewies ein traumhaftes Händchen.

Nadiem Amiri flankte von rechts genau in den Fuß von Deniz Undav, der aus kurzer Distanz zum 1:1 einnetzte (68.).

Spiel wird fahriger

Deutschland schien sich nach dem Ausgleich etwas Momentum zu erarbeiten - die zweite Trinkpause erstickte dieses jedoch im Keim. So wurde die Partie ab der 75. Minute etwas zerfahren, mit vielen Unterbrechungen.

Es gab dennoch einige Chancen. Der eingewechselte Adingra bekam den Ball aus guter Position nicht kontrolliert, auf der anderen Seite scheiterte Nathaniel Brown and Keeper Fofana (89.). Auch Nadiem Amiri hatte aus zentraler Position den Siegtreffer auf dem Fuß, sein Abschluss war aber zu zentral (90+1.).

Undav mit dem Siegteffer

Den Siegtreffer gab es dennoch. Der gerade defensiv unfassbar wichtige Felix Nmecha setzte Superjoker Deniz Undav per überragendem Steilpass in Szene. Der Stuttgarter verarbeitete den Ball traumhaft, traf zum 2:1-Endstand und wurde so zum Helden der DFB-Elf.

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