WM-Halbfinale: Argentinier feiern mit Plakat zu Falkland-Konflikt

WM-Halbfinalsieg gegen England:Argentinier feiern mit Botschaft zu Falkland-Konflikt

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Der Falkland-Konflikt hatte das WM-Halbfinale schon im Vorfeld überschattet. Nach dem 2:1-Sieg gegen England feierten argentinische Spieler mit einer politischen Botschaft.

"Las Malvinas son argentinas" ("Die Malwinen sind argentinisch") steht auf einem Banner, den die Spieler Argentiniens nach dem Sieg gegen England im WM-Halbfinale tragen.

Plakat mit politischer Botschaft bei der Siegesfeier der Argentinier

Quelle: AFP

Nach ihrem Sieg über England im WM-Halbfinale haben die argentinischen Spieler ein Plakat zum langjährigen Streit um die Falkland-Inseln entrollt. "Las Malvinas son argentinas" ("Die Malwinen sind argentinisch") stand auf dem Plakat, das kurz nach Abpfiff von argentinischen Spielern bei der Feier ihres 2:1-Siegs im Stadion in Atlanta gezeigt wurde.

Hintergrund ist der Falkland-Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien im Jahr 1982 um die zum britischen Kolonialreich gehörenden Inseln vor dem argentinischen Festland, der mit einer Kapitulation Argentiniens endete. Islas Malvinas ist die argentinische Bezeichnung für die Inseln, in Großbritannien sind sie als Falkland-Inseln bekannt.

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England und Argentinien treffen im zweiten WM-Halbfinale aufeinander. Beide Teams haben schon in der Vergangenheit einige große Duelle hinter sich.

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Versöhnliche Töne schlug Argentiniens Präsident Javier Milei an. "Fußball und der Falkland-Konflikt dürfen nicht vermischt werden", sagte Milei am Abend im Radiosender Radio Mitre, ohne die Geste der Spieler explizit zu erwähnen. Die Falklandinseln würden durch "kluge Diplomatie gewonnen, nicht durch billige patriotische Gesten. Wir machen diplomatisch enorme Fortschritte. Es ist uns gelungen, die UN dazu zu bewegen, England zu Gesprächen mit uns zu zwingen. Aber lassen wir uns nicht täuschen, es ist nur ein Fußballspiel."

Auch Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hatte vor dem Spiel zwar betont, dass es sich "lediglich um ein Fußballspiel" handele. Die Erinnerung an den Falklandkrieg von 1982 ist in Argentinien bis heute tief verankert. "Wir waren uns bewusst, was dieses Spiel für dieses Land bedeutete. Wir haben versucht, unser Land und all jene, die diesen traurigen Moment unserer Geschichte miterlebt haben, zu repräsentieren, damit sie sich mit uns identifizieren konnten und wir ein positives Bild vermitteln konnten", sagte Nationalspieler Leandro Paredes.

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Die US-Behörden hatten das Halbfinale als Hochrisikoereignis eingestuft. Mit über 1.600 Einsatzkräften rund um das Stadion sollte möglichen Ausschreitungen oder politischen Provokationen vorgebeugt werden. Da politische Botschaften durch Spieler und Offizielle verboten sind, droht Argentinien Ärger durch den Weltverband FIFA.

Am 2. April 1982 hatte die damalige argentinische Militärjunta mit einer Invasion der von ihr beanspruchten Inseln begonnen, woraufhin Großbritannien Kriegsschiffe entsandte. Der Falkland-Krieg endete am 14. Juni mit der argentinischen Kapitulation. Auf der argentinischen Seite gab es 649 Tote, auf der britischen 255 und unter den Inselbewohnern drei.

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Quelle: AFP, SID
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