WM 2027: DFB-Frauen zum Auftakt der Quali voller Tatendrang

Fußball - WM der Frauen 2027:Auftakt der Qualifikation: DFB-Frauen sprühen vor Tatendrang

von Frank Hellmann, Frankfurt

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Auch Feuer auf dem DFB-Campus kann die deutschen Fußballerinnen nicht in der Vorbereitung auf die ersten WM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien und in Norwegen stören.

Frauen-Bundestrainer Christian Wück deutet beim Training vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien mit dem Arm nach rechts.

Am kommenden Dienstag starten die DFB-Frauen mit dem Spiel gegen Slowenien in die WM-Qualifikation. Klara Bühl wünscht sich, "dass man mit einer gewissen Leichtigkeit startet".

24.02.2026 | 0:43 min

Als die deutschen Fußballerinnen in ihren weinroten Trainingsanzügen über die Terrasse des DFB-Campus auf den Trainingsplatz gingen, hatte sich der Rauch längst verzogen. Der Brand im Wellnessbereich der Akademie im Frankfurter Stadtteil Niederrad brach Anfang der Woche glücklicherweise zu einer Zeit aus, als die Frauen-Nationalmannschaft noch nicht vor Ort war.

Ein Schreckmoment war das offenbar durch einen technischen Defekt entstandene Feuer für viele Angestellte. Trotz des immensen Sachschadens beeinträchtigte es aber nicht die Vorbereitung der DFB-Frauen auf die WM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien in Dresden (Dienstag 17:45 Uhr/ARD) und vier Tage später gegen Norwegen in Stavanger (7. März/18 Uhr/ZDF-Livestream). Augenfällig war, welch große Vorfreude bei den Spielerinnen beim Zusammenkommen nach fast einem Vierteljahr Länderspielpause herrschte. Dasselbe gilt fürs Publikum, denn für den Auftakt in Dresden sind bereits 17.000 Karten verkauft.

Laura Freigang, Giulia Gwinn, Lea Schüller, Klara Bühl, Rebecca Knaak und Camilla Küver (v.li.) trainieren am 27.02.2026 in Frankfurt für das Spiel der DFB-Frauen gegen Slowenien.

Gute Laune bei den DFB-Frauen: Laura Freigang, Giulia Gwinn, Lea Schüller, Klara Bühl, Rebecca Knaak und Camilla Küver (v.li.) im Training vor dem Spiel gegen Slowenien.

Quelle: Imago

Hoffnung auf weitere Fortschritte unter Trainer Wück

"Ich habe mich sehr gefreut, alle nach drei Monaten wiederzusehen. Da hat man viel zu bereden. Auf dem Platz hat es auch Spaß gemacht", berichtete Elisa Senß, die als Fleißbiene im defensiven Mittelfeld unter Christian Wück größte Wertschätzung genießt. Die 28-Jährige von Eintracht Frankfurt steht für die hohe Hingabe, die seit Amtsantritt des Bundestrainers vor anderthalb Jahren Einzug gehalten hat.

Zum ersten Mal ist eine aktive Spielerin von Werder Bremen Teil des Kaders der deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Angreiferin Larissa Mühlhaus ersetzt die verletzte Ex-Bremerin Selina Cerci von der TSG Hoffenheim. Die gebürtige Hamburgerin Mühlhaus hat bislang nur für die deutsche U23-Auswahl gespielt. Für die 23-Jährige hatte sich zuletzt mehrfach ihre Vereinstrainerin Fritzy Kromp starkgemacht, die auch einmal für den DFB gearbeitet hat. 

Zuvor war bei den DFB-Frauen schon Abwehrspielerin Sophia Kleinherne vom VfL Wolfsburg ausgefallen. Für sie rückte die erst 20-jährige Jella Veit von Eintracht Frankfurt in den 23-köpfigen Kader nach. (dpa/sid)


Der Drang nach Verbesserungen ist bei allen offenkundig - und durch die couragierten Auftritte bei der EM 2025 in der Schweiz bis zum Halbfinale gegen Spanien (0:1) und die spielerischen Fortschritte bis zum Nations-League-Finale gegen denselben Gegner (0:0, 0:3) belegt. Weshalb es auch nur logisch von Verbandsseite war, Wück und seine Co-Trainerinnen Maren Meinert und Saskia Bartusiak bis Sommer 2029 zu binden. Das schließt die Heim-EM in drei Jahren ausdrücklich mit ein.

Rebecca Knaak (Deutschland) und Esther Gonzalez (Spanien) kämpfen.

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Mehr Zeit für Trainingsarbeit

Senß gefällt es, dass Wück "immer 100 Prozent" aus jeder Nationalspielerin herausholen will. "Es fehlt nicht mehr viel bis zu den Topnationen. Wir werden auch in diesem Jahr hart arbeiten." Ein gutes Sinnbild, dass gleich bei der ersten Trainingseinheit am Dienstag die lauten Kommandos des Bundestrainers über den Campus hallten - der 52-Jährige duldet keine Nachlässigkeiten im täglichen Tun.

Wück kommt zugute, dass die FIFA die Abstellungsperioden im März und April auf jeweils zweieinhalb Wochen ausgedehnt hat, um kontinentale Vergleiche zu ermöglichen. Während so mancher Vereinscoach deswegen schmollt, freut sich das DFB-Trainerteam über die gewonnene Zeit.

Ich bin froh, dass ich die Spielerinnen länger zur Verfügung habe, dass wir mehr in Training und die Inhalte gehen können.

Bundestrainer Christian Wück

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Bühl: "Gehen die kleinen Schritte zuerst"

Generell will Wück die Entwicklung vorantreiben, gibt aber zu verstehen: "Die weiteren Schritte werden weniger groß, weniger sichtbar sein. Im Finale der Nations League haben wir sie aber definitiv gesehen." Vor allem an der Abschlussqualität muss der zweifache Weltmeister arbeiten.

Das gilt auch für Topstürmerin Klara Bühl, die sich jetzt auf zwei "coole Spiele" freut. Es sei entscheidend, dass man mit der WM 2027 in Brasilien das große Ziel vor Augen hat - "wir gehen die kleinen Schritte aber zuerst". Man will zuerst den Pflichtsieg gegen Slowenien holen, um "mit einem guten Gefühl zu starten" - und sich dann auf die Aufgabe in Norwegen fokussieren.

Kunstrasen wartet in Stavanger gegen Norwegen

Dass dort auf Kunstrasen gespielt wird, empfindet die 25-Jährige nicht als Nachteil. "Wir bevorzugen definitiv den Naturrasen. Wir wissen aber auch, dass in Norwegen Minustemperaturen herrschen werden und einen gefrorenen Platz wünschen wir uns auch nicht", erklärte Bühl gegenüber dem ZDF.

Kunstrasen hat den Vorteil, dass man den Ball schnell laufen lassen kann.

Klara Bühl

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Quelle: Reuters

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Über dieses Thema berichtete ZDFsportstudio in dem Beitrag "Gesucht wird: Zweite Torjägerin neben Klara Bühl" am 24.02.2026 um 19:32 Uhr.

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