Im Liga-Re-Start gegen BVB:Lohnt sich Eintracht Frankfurts Shopping-Tour?
von Frank Hellmann
Im Klassiker gegen Borussia Dortmund will Eintracht Frankfurt ein anderes Gesicht als zuletzt zeigen. Mehrere Verstärkungen sollen für frischen Wind im neuen Jahr sorgen.
Die Bundesliga startet ins neue Jahr. Die Eintracht empfängt den BVB und hat die Chance zur Revanche nach dem Pokal-Aus. Die Eintracht möchte aber vor allem an den Europaplätzen dranbleiben.
09.01.2026 | 1:34 minIn eine solche Winterlandschaft hat sich der Frankfurter Stadtwald schon lange nicht mehr verwandelt. Vorsorglich hat Gastgeber Eintracht Frankfurt vor der Partie gegen Borussia Dortmund (Freitag, 20.30 Uhr) mitgeteilt, dass es trotz Eis und Schnee keinen Grund zur Annahme gibt, "dass das Spiel nicht wie geplant stattfinden kann".
Grundsätzliche Kritik von Axel Hellmann
Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten geht es für die Eintracht als Siebter darum, den Anschluss nach oben nicht zu verlieren. Das erste von sieben Pflichtspielen im Januar gilt als Gradmesser und Stimmungstest für die Adlerträger, die sich in der Hinrunde phasenweise ziemlich wankelmütig präsentierten - was stark an die Attitüde der launischen Diva von einst erinnert.
So sieht es wohl auch Eintracht-Vorstandschef Axel Hellmann, der zum Jahreswechsel eine Generalschelte anbrachte. Es sei an der Zeit, im Winter ein paar Dinge neu zu justieren, "im gesamten Betrieb", führte der Boss in den Vereinsmedien aus. Es herrsche "ein bisschen zu viel Wohlfühloase".
Hochspannung in Frankfurt mit dem besseren Ende für Borussia Dortmund. Die Höhepunkte des DFB-Pokalspiels der Eintracht gegen den BVB mit Originalkommentar von Gari Paubandt.
29.10.2025 | 5:41 minDie Eintracht ist im DFB-Pokal in Runde zwei gegen den BVB ausgeschieden, in der Champions League sind die Chancen aufs Weiterkommen gering und selbst in der Bundesliga vermisste Hellmann etwas:
Es fühlt sich nicht so an wie Eintracht-Frankfurt-Fußball.
Eintracht-Vorstand Axel Hellmann
Die Botschaft fürs neue Jahr: Wo Frankfurt draufsteht, soll auch wieder Eintracht drinstecken. Schön und gut, dass man die Fair-Play-Tabelle anführt, aber es braucht eine andere Intensität und Aggressivität. Mit und ohne Ball darf es auch wieder eklig sein.
Eintracht auf Transfermarkt umtriebig wie kein anderer Bundesligist
Auf dem Transfermarkt waren die Hessen so umtriebig wie kein anderer Bundesligist. Gerade im Sturm wurde nachgelegt, um nach dem Ausfall von Jonathan Burkardt und der Leihe von Millionen-Flop Elye Wahi besser aufgestellt zu sein.
Am Mittwochabend wurde mit langem Anlauf endlich Arnaud Kalimuendo von Nottingham Forest ausgeliehen. Der im vergangenen Sommer für 30 Millionen Euro Ablöse von Stade Rennes in die Premier League gewechselte Franzose stand schon mehrfach auf der Frankfurter Wunschliste.
Er vereint Tempo, Tiefenläufe und Abschlussstärke mit einer sehr hohen Bereitschaft, gegen den Ball zu arbeiten.
SGE-Sportvorstand Markus Krösche
Viele Hoffnungen ruhen auf bestem Zweitliga-Torjäger
Für den Sommer könnte der 23-jährige Mittelstürmer wohl für 27 Millionen Euro fest verpflichtet werden. Ein stolzer Preis. Ebenso wie die acht Millionen Euro, die Younes Ebnoutalib von der SV Elversberg als bester Zweitliga-Torjäger kostete. Der 21-jährige Draufgänger mit Frankfurter Wurzeln soll mit seinen athletischen und technischen Voraussetzungen eine Soforthilfe seine.
Eher als perspektivische Verpflichtung sind Linksverteidiger Keita Kosugi (Djurgardens IF), Mittelfeldspieler Love Arrhov (IF Brommapojkarna) und Rechtsaußen Ayoube Amaimouni-Echghouyab (TSG Hoffenheim II) zu betrachten. Das alles sieht aus wie ein Vorgriff für den Sommer, da dann Nationalspieler Nathaniel Brown wohl verkauft werden soll, möglciherweise zum FC Bayern.
Immer Ärger um den VAR: Für die einen sorgt er für mehr Fairness auf dem Platz, für die anderen nimmt er dem Fußball die Emotionalität: Wie könnte der Streit aufgelöst werden?
08.01.2026 | 14:40 minDie Eintracht kassiert zu viele Gegentore
Ein wichtiger Ansatz für den Re-Start ist eine bessere Absicherung. Dino Toppmöller ist bei Hellmanns Kritik zwar ausgenommen worden, dennoch steht der Trainer in der Bringschuld, für eine bessere Balance zu sorgen. 30 Gegentore sind viel zu viel, allein elf resultierten aus einem Ballverlust.
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22.12.2025 | 4:56 minGegner Borussia hat hingegen erst zwölf Treffer kassiert und nur eines der letzten 23 Bundesligaspiele verloren. Ein Verdienst des ehemaligen Frankfurter Trainers Niko Kovac, der aus seiner mit dem Pokalsieg 2018 gekrönten Zeit in der Mainmetropole übrigens lebenslanges Eintracht-Mitglied ist und stets gerne in den Stadtwald zurückkehrt - auch wenn dort Glatteis herrscht.
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