Deutsche in der Golfregion:Wadephul evakuiert gestrandete Urlauber im Ministerflieger
von Christiane Hübscher, Ines Trams
Mit Kind und Kegel aus Katar ausgeflogen - der Außenminister nimmt beim Weiterflug eine deutsche Touristengruppe mit. Es gehe "ein Schock durch die Golfstaaten", so Wadephul.
Außenminister Johann Wadephul gibt im Zuge seiner Krisenreise durch die vom Iran-Krieg betroffene Region in Katar ein Statement ab
11.03.2026 | 9:40 minDrei deutsche Familien, darunter mehrere Kinder, zum Teil noch im Buggy sitzend, laufen an diesem Nachmittag über das Rollfeld des Flughafens von Doha, steigen in den wartenden A400M der Bundeswehr.
Diese zehn Menschen seien besonders vulnerabel, so Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in einem Statement kurz vor Abflug nach Riad, deshalb nehme er sie in der Regierungsmaschine mit.
Von Riad aus werden die Familien morgen mit weiteren Deutschen in einer Chartermaschine nach Hause zurückkehren. Fast alle der Zehntausenden Deutschen, die in der Region gestrandet waren, seien inzwischen wieder zuhause, so Wadephul.
"Wir teilen die Sicherheitsbedenken" der USA und Israel, so Bundesaußenminister Wadephul in Riad. Aber man wolle, dass die territoriale Integrität des Iran gewahrt bleibe.
10.03.2026 | 6:49 minWadephul fordert Ende der Kämpfe
Wadephul, der seit Tagen durch die Region reist, dankte den Golfstaaten, die unverschuldet in den Krieg hineingezogen werden, für ihre besonnene Reaktion. Teheran müsse sein aggressives Handeln sofort einstellen.
Es müssen jetzt Wege gefunden werden, eine gemeinsame Perspektive für die Beendigung der Kampfhandlungen zu formulieren.
Johann Wadephul, CDU
Wadephul hatte zuvor den Ministerpräsidenten und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani getroffen und mit ihm über die aktuelle Situation beraten.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) ist in den Nahen Osten gereist, um sich ein eigenes Bild des Kriegs zu machen. ZDF-Korrespondentin Ines Trams berichtet von vor Ort.
10.03.2026 | 0:19 minDeutschland gibt mehr Geld für Nothilfe
Wadephul kündigt an, Deutschland werde seine humanitäre Hilfe für den Nahen und Mittleren Osten angesichts des Iran-Krieges weiter aufstocken. Das Auswärtige Amt stelle weitere 93 Millionen Euro zur Verfügung.
Das Geld soll vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, dem Welternährungsprogramm WFP, dem Kinderhilfswerk Unicef sowie dem Internationalen Komitee des Roten Kreuz genutzt werden können.
Außenminister Wadephul schließt eine militärische Beteiligung Deutschlands am Krieg gegen Iran aus. Die Regierung vertraue bei der nuklearen Abwehr auf die USA, betonte er im ZDF.
02.03.2026 | 7:53 minWadephul reist durch die Golfregion
Die bisherigen Stationen von Wadephuls Krisen-Reise:
- Israel: am Dienstag trifft Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch in Jerusalem ein
- Saudi-Arabien: In Riad bekundet Wadephul Deutschlands Solidarität mit dem Königreich, die Angriffe auf kritische Erdölinfrastruktur im Land seien "zutiefst besorgniserregend".
- Katar: Am Mittwoch traf der Außenminister in Doha ein, das seit Beginn des Krieges vor anderthalb Wochen ebenfalls immer wieder Drohnen und Raketen Irans abwehren musste.
Auch vom Flughafen in Abu Dhabi, wo Wadephul zuvor gelandet war, war eine Rauchsäule in der Nähe des Flughafens Dubai zu sehen.
Wadephuls Maschine musste beim Anflug zunächst in eine Warteschleife und eine Weile über den Vereinigten Arabischen Emiraten kreisen, bevor es landen konnte.
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