Merz schreibt Brief an Koalition: Lage der Wirtschaft kritisch

Brief an die Koalition :Merz: Lage in einigen Wirtschaftsbereichen "sehr kritisch"

Dominik Rzepka

von Dominik Rzepka

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Bundeskanzler Friedrich Merz wendet sich in einem Brief an die eigenen Abgeordneten. Darin zeichnet er ein düsteres Bild der deutschen Wirtschaft und räumt auch Fehler ein.

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Bundeskanzler Friedrich Merz sieht in einigen Wirtschaftsbereichen deutliche Herausforderungen (Archivbild).

Quelle: dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich in einem Brief an die Abgeordneten von Union und SPD gewandt und auf die Herausforderungen für das kommende Jahr hingewiesen. In dem Brief, der ZDFheute vorliegt, heißt es:

Die Lage der deutschen Wirtschaft ist in einigen Bereichen sehr kritisch.

Friedrich Merz, CDU

Merz beklagt, große Industriezweige stünden ebenso wie erhebliche Teile des Mittelstandes und des Handwerks vor gewaltigen Herausforderungen. "In vielen Unternehmen gehen Arbeitsplätze verloren", so der Kanzler.

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Die deutsche Wirtschaft blickt vorsichtig zuversichtlich dem neuen Jahr entgegen. Neben Stellenabbau wird aber auch eine Produktionssteigerung erwartet.

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Merz fordert Stärkung der Wirtschaft

Die Produktivität in Deutschland sei unter den veränderten wirtschaftspolitischen Bedingungen auf der Welt "einfach nicht mehr gut genug". Merz schreibt:

Die Arbeitskosten, die Energiekosten, die Bürokratielasten und auch die Steuerlasten sind zu hoch. Daran werden wir gemeinsam arbeiten müssen.

Friedrich Merz, CDU

Im Jahr 2026 werde man sich deshalb darauf konzentrieren müssen, "die richtigen politischen und gesetzlichen Entscheidungen zu treffen, um die Standortbedingungen durchgreifend zu verbessern." Nur so könne die deutsche Wirtschaft wieder wachsen und aus der Krise herauskommen.

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Kanzler hatte seinen Büroleiter gefeuert

Merz räumt in dem Schreiben an die Abgeordneten auch Fehler ein. Zwar habe man in den vergangenen Monaten Erfolge erzielt, etwa Entlastungen von Unternehmen und privaten Haushalten bei Energiekosten. Aber:

Noch ist nicht alles so gut gelungen, wie wir es uns vorgenommen haben.

Friedrich Merz, CDU

Dass Merz bisher nicht alles gelang, zeigt auch eine Personalie: Der Kanzler hatte am Montag die Entlassung seines Bürochefs Jacob Schrot öffentlich gemacht. Für Beobachter zeigt sich daran, was im Berliner Machtzentrum falsch läuft.

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Brief endet mit Zuversicht: "Können meisten unserer Probleme selbst lösen"

Merz ruft in seinem Brief die eigenen Leute zu einem entschlossenen Handeln im neuen Jahr auf. 2026 werde ein anspruchsvolles Jahr. "Auf uns wartet viel Arbeit", aber: "Wir können die meisten unserer Probleme selbst lösen", so Merz.

"Wenn uns das gelingt, dann stärken wir auch den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und stärken das Vertrauen in die Politik. So werden wir auch die große Mehrheit unserer Bevölkerung vom Wert unserer Demokratie und unserer marktwirtschaftlichen Ordnung überzeugen", endet Merz den Brief, den er handschriftlich auf den 4. Januar datiert hat.

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Angesichts weltweiter Krisen rief Kanzler Merz in seiner Neujahrsansprache zu Mut und Vertrauen auf. Innenpolitisch kündigte er Reformen der Sozialsysteme an.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, etwa in den Beiträgen "Wirtschaft: Prognose für neues Jahr" am 29.12.2025 um 19:00 Uhr und "Deutsche Wirtschaft bleibt pessimistisch" am 22.12.2025 um 14:00 Uhr.

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