Wirtschaft: Bundesregierung hebt Wachstumsprognose an

2026 Wachstum von 1,3 Prozent erwartet:Bundesregierung hebt Wachstumsprognose an

|

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf Wachstumskurs": Das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche erwartet mehr Wachstum und korrigiert seine Prognosen nach oben.

07.10.2026, Berlin: Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, spricht im Bundestag bei der Regierungsbefragung.

Wirtschaftsministerin Reiche hat am Donnerstag die Herbstprojektion der Bundesregierung vorgestellt. Erwartet wurde bereits zuvor ein deutlicher Anstieg der Wachstumsprognosen für dieses und nächstes Jahr.

08.10.2026 | 0:23 min

Das Bundeswirtschaftsministerium hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr stark nach oben korrigiert. Für 2026 werde nun 1,3 Prozent Wachstum erwartet, wie das Ministerium von Katherina Reiche (CDU) am Donnerstag mitteilte. In der Frühjahrsprojektion war das Ministerium noch von 0,5 Prozent ausgegangen.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf Wachstumskurs und hat sich als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet", erklärte das Ministerium. "Ungeachtet des Konflikts im Nahen Osten und der gestiegenen Energiepreise expandierte sie im ersten Halbjahr 2026 kräftig." Positive Impulse kamen demnach vor allem vom Exportgeschäft sowie den hohen staatlichen Ausgaben.

Prognose: Wirtschaftswachstum in Deutschland

ZDFheute Infografik

Ein Klick für den Datenschutz

Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

Reiche: Sondervermögen zeigt Wirkung

Die deutschen Exporteure hätten im zweiten Quartal von einer "Sonderentwicklung" profitiert: "Angesichts globaler Engpässe fanden Lageraufstockungen mit energieintensiven Gütern statt, die in Deutschland produziert wurden." Zugleich zeige das Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur Wirkung.

hinzufügen

Auch führende Wirtschaftsinstitute hatten zuletzt die Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent angehoben.

24.09.2026 | 1:34 min

Für das kommende Jahr hob das Ministerium seine Prognose von 0,9 auf 1,1 Prozent an. "Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt wesentlich vom Verlauf der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine ab", erklärte es.

"Eine nachhaltige Lösung dieser Krisen, die auch zu sinkenden Energiepreisen führen dürfte, würde die Erholung beschleunigen." Weiterhin hohe Preise würden hingegen Unternehmen und private Haushalte belasten.

Wirtschaftsministerin fordert Strukturreformen

Ministerin Reiche hatte am Tag vor der Veröffentlichung der sogenannten Herbstprojektion die Notwendigkeit von Strukturreformen betont. Das Wachstum stehe noch auf wackligen Beinen, sagte sie.

Die Lage bleibt fragil.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche

Reiche forderte deshalb flexiblere Arbeitszeiten, eine Stabilisierung der Sozialabgaben, weniger Bürokratie und wettbewerbsfähige Energiepreise.

Innerhalb der schwarz-roten Koalition sind Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt und die geplante Rentenreform politisch umstritten.

ozdoba-wirtschaft-beispiel-tuttlingen

Die deutsche Wirtschaft wächst wieder, und einige Mittelständler wie Christian Stark bleiben zuversichtlich. Klare Rahmenbedingungen und Stabilität werden aber weiter gefordert.

25.09.2026 | 2:01 min

Der Außenhandelsverband BGA und die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnten unterdessen vor überzogenem Optimismus. "Die Entwicklung der Exporte bleibt ohne eigene Dynamik", beklagte der Außenwirtschaftschef der DIHK, Volker Treier. Handelspolitische Unsicherheiten und strukturelle Standortnachteile bremsten die Exportwirtschaft schon wieder aus.

Lassen Sie sich Beiträge von ZDFheute bevorzugt bei Google anzeigen.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.


Quelle: AFP, dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 08.10.2026 um 09:33 Uhr.

Mehr zur deutschen Wirtschaft

  1. Tankstelle in Oststeinbek (Archivfoto)

    Super E10 besonders betroffen:Ifo-Institut: Tankrabatt wird nur teilweise weitergegeben

    mit Video1:48

  2. Containerterminal in Bremerhaven

    Deutsche Exporte: Polen vor China:Warum Polen für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger wird

    von Sven-Hendrik Hahn
    mit Video0:47

  3. Bundeskanzler Friedrich Merz vor einem Roboterarm, daneben eine Grafik zum Bruttoinlandsprodukt
    Grafiken

    BIP, Inflation, Arbeitslosigkeit:Wie geht's der deutschen Wirtschaft unter Kanzler Merz?

    von Robert Meyer, Moritz Zajonz
    mit Video0:21

  4. Symbolbild: Passanten in der Fussgängerzone von München

    Studie "Die Ängste der Deutschen 2026":Worum sich die Menschen am meisten sorgen

    von Stefan Schlösser
    mit Video1:13