WhatsApp: Strengere EU-Digitalregeln für offene Kanäle

Gesetz über digitale Dienste:Strengere EU-Digitalregeln für WhatsApp-Kanäle

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Die EU-Kommission will WhatsApp strenger kontrollieren. Die Kanäle des Meta-Ablegers gelten nach EU-Recht künftig als große Online-Plattform und unterliegen strengeren Kontrollen.

Grok Chatbot Typical

Nachdem die EU-Kommission ein Verfahren gegen Elon Musks Unternehmen X einleitete, muss sich nun auch der Messenger-Dienst WhatsApp vom Facebook-Konzern Meta an strengere EU-Digitalregeln halten.

26.01.2026 | 0:53 min

Der Messenger-Dienst WhatsApp vom Facebook-Konzern Meta muss künftig strengere EU-Digitalregeln beachten. Die Nutzerzahlen hätten eine entscheidende Schwelle erreicht, weshalb die offenen Kanäle nun europäischen Digitalgesetzen entsprechen müssen, wie die EU-Kommission mitteilte. Der US-Konzern hat vier Monate Zeit, sich auf die Regeln einzustellen.

Offene Kanäle bei WhatsApp betroffen

Die Brüsseler Behörde betonte, dass private Nachrichtenkanäle und Direktnachrichten davon nicht betroffen seien. Stattdessen geht es demnach um offene Kanäle in der App. Konkret fallen diese Teile von WhatsApp nun unter das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, kurz DSA) - sie werden laut Kommission also ähnlich wie eine Social-Media-Plattform angesehen.

Neben dem Schreiben und Empfangen von Nachrichten können Nutzerinnen und Nutzer von WhatsApp auch Kanälen folgen. Die Bundesregierung, aber auch Fußballvereine, Nachrichtenportale oder Verkehrsbetriebe nutzen solche Kanäle, um eine große Anzahl von Interessierten zu erreichen.

Symbolbild: Hugo W., (r-l), Hardy M. und Edan A., alle 11 Jahre alt, benutzen ihre Telefone, während sie vor einer Schule in Sydney sitzen.

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Gegen Meta laufen bereits EU-Verfahren

Das Gesetz über digitale Dienste soll unter anderem sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte von Dritten auf ihren Seiten oder - im Fall von WhatsApp - Kanälen schnell entfernen. Es soll auch vor Wahlmanipulation schützen und legt Transparenzstandards zum Umgang mit Werbung auf Online-Plattformen fest.

Gegen den Facebook- und Instagram-Konzern Meta, zu dem auch WhatsApp gehört, laufen bereits Verfahren der EU wegen Verstößen gegen europäische Digitalgesetze. Ihm drohten etwa wegen mangelnder Datentransparenz und des Umgangs mit illegalen Inhalten auf seinen Plattformen hohe Geldstrafen, hatte die Kommission Ende Oktober mitgeteilt.

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Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte in Bezug auf die Digitalgesetze von "institutionalisierter Zensur" gesprochen. US-Präsident Donald Trump, dessen politischem Lager Zuckerberg nähergerückt war, hatte die EU-Regeln als wettbewerbsfeindlich bezeichnet. Immer wieder kommt aus Washington zudem der Vorwurf, Brüssel betreibe Zensur.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 26.01.2026 in dem Beitrag "EU greift härter gegen WhatsApp und X durch" um 18:25 Uhr.

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