TV-Duell: Schwesig und Holm liefern sich heftigen Schlagabtausch

TV-Duell in Mecklenburg-Vorpommern:Schwesig und Holm liefern sich aggressiven Schlagabtausch

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Der Herausforderer gab sich bürgerlich-konservativ, die Verteidigerin aggressiv: Ministerpräsidentin Schwesig und AfD-Kandidat Holm haben sich eine hitzige TV-Debatte geliefert.

Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigt sich im ersten Fernsehduell mit AfD-Herausforderer Holm angriffslustig.

Quelle: Jens Büttner / dpa

Im ersten TV-Duell von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und dem AfD-Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, haben sich die Kontrahenten nichts geschenkt. Sie warfen einander vor, Unwahrheiten zu sagen und das Land in Gefahr zu bringen.

Schwesig bezeichnete die AfD als "gefährliche Partei für unser Land, für die Wirtschaft, für das Soziale, auch für uns Frauen". Sie warf Holm vor:

Sie reden das Land schlecht.

Manuela Schwesig, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin

Ihre Landesregierung handle hingegen. Holm warf Schwesig vor: "Sie machen halt das Verkehrte." Holm sprach nach dem Wahlsieg seiner Partei in Sachsen-Anhalt von einer Aufbruchstimmung.

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Schwesig verteidigt Werftenrettung

Schwesig versuchte immer wieder, die Debatte auf Themen zu lenken, die Mecklenburg-Vorpommern betreffen und die im Land geregelt werden können. Sie verteidigte die jüngste Werftenrettung, die das Land einen dreistelligen Millionenbetrag kostete. Holm sagte:

Wir haben natürlich auch Bedenken, wenn wir damit einen möglichen Krieg befeuern würden.

Leif-Erik Holm, AfD-Spitzenkandidat

Es dürften keine Waffen in Kriegsgebiete geliefert werden. Die Menschen hätten Angst, "dass wir in einen Krieg schlittern". Schwesig sagte, sie würde als Ministerpräsidentin nie etwas unterstützen, was die Sicherheit im Land gefährden würde.

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Schwesig: Mecklenburg-Vorpommern soll kein "Atomklo" werden

Beim Thema Energie sprach sich Schwesig auch klar gegen den Bau neuer Kernkraftwerke im Land aus: "Wir wollen hier nicht das Atomklo von Deutschland werden." Die AfD wolle eine Studie in Auftrag geben, um herauszufinden, wo im Land Kernkraftwerke gebaut werden könnten.

Dann sagen Sie mal den Bürgern, in welchem Ort hier ein Atomkraftwerk hin soll, welche Bürger damit rechnen müssen, dass ihre Gesundheit bedroht ist und ihre Grundstückspreise in den Keller gehen.

Manuela Schwesig, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin

Holm widersprach: Seine Partei habe nicht im Programm stehen, neue Kernkraftwerke zu bauen, "sondern wir wollen uns bemühen zu erforschen und zu schauen, ob das ein sinnvoller Weg sein kann". Das AfD-Wahlprogramm spricht sich für einen "Wiedereinstieg in die Kernenergie" aus. Mit Blick auf Windräder sagte Holm, diese sollten zwar nicht abgerissen werden, doch müsse der Ausbau gestoppt werden.

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Schwesig: Spitzenverdiener müssen Beitrag leisten

Auf die Frage einer Bürgerin - deren Video in dem TV-Duell abgespielt wurde - ob nicht Familien mit höheren Einkommen für die Kinderbetreuung zahlen könnten, antwortete Schwesig: "Ja, die Spitzenverdiener müssen ihren Beitrag leisten."

Allerdings sollten sie dies über Steuern tun. Eine beitragsfreie Kita sei richtig und wichtig für Kinder und Familien.

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Holm kritisiert "Kostenexplosion" bei Kinderbetreuung

Die AfD wolle ebenfalls an der gebührenfreien Kita festhalten, sagte Holm. Er kritisierte aber die "Kostenexplosion". Um Kosten zu sparen, müsse man "besser kontrollieren, dass wirklich auch nur die Eltern, die wirklich einen Vollzeitplatz brauchen, auch einen nehmen".

Schwesig entgegnete, die Kitakosten seien gestiegen, weil die Erzieherinnen und Erzieher endlich besser bezahlt würden. Wer Kosten bei Kita kürzen wolle, kürze bei der Bildung.

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Quelle: dpa
Über die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern berichteten mehrere Sendungen, unter anderem das heute journal am 09.09.2026 ab 21:45 Uhr sowie die heute-Nachrichten am 15.08.2026 ab 19:00 Uhr.

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