Reporter ohne Grenzen: Angriffe auf Journalisten in Deutschland

Reporter ohne Grenzen:55 Angriffe auf Journalisten 2025 in Deutschland

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„Reporter ohne Grenzen" beklagt Einschüchterung und Gewalt gegen Journalisten in Deutschland. 2025 registrierte die Organisation 55 Angriffe auf Medienschaffende.

Ein Fotoreporter trägt auf einer Demonstration einen Aufnäher mit dem Text «PRESS» auf seiner Jacke, um sich gegenüber Polizei und Demonstranten als Journalist zu kennzeichnen

Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat 2025 in Deutschland insgesamt 55 Angriffe auf Medienschaffende und Redaktionen gezählt. Gefährlich waren etwa Recherchen in rechtsextremen Milieus.

03.02.2026 | 0:30 min

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat für 2025 in Deutschland 55 Angriffe auf Journalisten und Redaktionen dokumentiert. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Organisation hervor. Im Vorjahr waren es 89.

Die Organisation geht aber von "einer hohen Dunkelziffer" aus. Insgesamt ging "Reporter ohne Grenzen" 99 Hinweisen nach. Ein Teil der gemeldeten Fälle habe aber nicht verifiziert werden können. Oft hätten Zeugenaussagen oder Videobeweise gefehlt.

Tritte und Schläge gegen Medienschaffende

Von den 55 Angriffen 2025 waren demnach 46 physische Attacken wie Tritte oder Schläge, wie aus dem Bericht "Nahaufnahme" hervorgeht. Zudem wurden drei Sachbeschädigungen an Redaktionsgebäuden und sechs Cyberattacken erfasst.

Mit 20 Fällen ereigneten sich die meisten der für 2025 dokumentierten körperlichen Angriffe und Sachbeschädigungen in Berlin. Dahinter folgen Sachsen mit neun und Sachsen-Anhalt mit fünf Angriffen.

Eine Journalistin trägt einem Schutzhelm, auf dem "Press" zu lesen ist

In den vergangenen zwölf Monaten sind insgesamt 67 Medienschaffende bei ihrer Arbeit getötet worden, berichtet die Organisation “Reporter ohne Grenzen“. Hunderte wurden inhaftiert.

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Viele Angriffe bei Demonstrationen

Die hohe Anzahl an Vorfällen in Berlin erklärt sich der Organisation zufolge "nicht nur durch das politisierte Klima in der Hauptstadt", sondern auch dadurch, dass dort viele Medienhäuser und Journalistenverbände ansässig sind.

Die gefährlichsten Orte für Medienschaffende waren - wie schon in den Vorjahren - politische Versammlungen wie Demonstrationen, Parteiveranstaltungen oder Protestaktionen. Hier wurden 41 der insgesamt 46 körperlichen Attacken gezählt.

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Die meisten Attacken habe es bei der Berichterstattung über Demonstrationen gegeben. Besonders gefährlich waren laut dem Report Recherchen und Filmaufnahmen in rechtsextremen Milieus, bei denen es 2025 zu 18 Attacken kam.

In elf Fällen seien Medienschaffende auf pro-palästinenischen Demonstrationen von Teilnehmern angegriffen worden. Vereinzelt seien auch Angriffe aus dem linksextremen Milieu und durch Sicherheitskräfte gemeldet worden.

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Vereinzelt seien auch Angriffe aus dem linksextremen Milieu und durch Sicherheitskräfte gemeldet worden. Sieben Hinweise auf Polizeigewalt gegen Journalisten habe man verifizieren können, für weitere Hinweise habe es keine ausreichende Beweislage gegeben.

Quelle: AFP, dpa, KNA
Über dieses Thema berichtete die ZDFheute Xpress am 03.02.2026 in dem Beitrag "Angriffe auf Journalisten in Deutschland" um 12:09 Uhr.

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