Nach Landtagswahl in Baden-Württemberg:Boris Palmer hat keine Ambitionen auf Ministeramt
Die Debatte scheint ein Ende zu haben: Palmer möchte weiterhin in seinem Amt bleiben. Zuvor wurde spekuliert, ob er Minister in der Landesregierung unter Cem Özdemir werden könnte.
Boris Palmer will Oberbürgermeister von Tübingen bleiben. Er habe seine Entscheidung dem künftigen Ministerpräsidenten Özdemir mitgeteilt. Zuvor war spekuliert worden, er könne Minister werden.
16.03.2026 | 0:34 minBoris Palmer (parteilos) will Oberbürgermeister in Tübingen bleiben. Das habe er Grünen-Politiker Cem Özdemir gesagt, teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit und bestätigte damit einen Bericht von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Zuvor hatte es Spekulationen darüber gegeben, dass Palmer Minister in der künftigen Landesregierung werden könnte.
Özdemir hatte im Wahlkampf die Nähe zu Palmer gesucht, der früher den Grünen angehörte und inzwischen parteilos ist. Palmer hatte Özdemir wiederholt seinen Rat und seine Unterstützung angeboten, sich aber nie klar zu den Spekulationen geäußert, dass er Minister in einer Landesregierung von Özdemir werden könnte.
"Das Ausgreifen in alle Lager hat erkennbar funktioniert", so Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir. Mit der CDU wolle er nun "vertrauensvoll zusammenarbeiten".
08.03.2026 | 4:08 min39 Prozent einer Umfrage unterstützen Palmer
Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hatte jüngst ergeben, dass sich mehr als ein Drittel der Menschen im Südwesten wünscht, dass Palmer nach der Landtagswahl eine Rolle auf Landesebene spielt.
39 Prozent gaben an, Palmer solle nach der Wahl ein Amt in der Landespolitik bekommen. Dagegen sprachen sich 18 Prozent der Befragten aus, 21 Prozent hatten keine Meinung, und weitere 21 Prozent kannten Palmer nicht.
Nach Skandal bei Grünen ausgetreten
Palmer war zu Beginn seiner Karriere Landtagsabgeordneter und ist seit 2007 Oberbürgermeister von Tübingen. Er war bereits als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) gehandelt worden, bevor er 2023 nach mehreren Skandalen bei den Grünen austrat. Er ist unter anderem wegen rassistischer Äußerungen umstritten.
Tübingens Oberbürgermeister Palmer betont bei "Lanz", die Zahl der Gewalttaten sei deutlich zurückgegangen. Bestimmte Nationalitäten seien statistisch allerdings überrepräsentiert.
11.09.2025 | 1:13 minÜber Palmers Rolle gibt es seit längerem immer wieder Diskussionen. So hatte sich der 53-Jährige selbst kürzlich offen für eine Rückkehr zu den Grünen gezeigt. Auch führende Köpfe der Grünen hatten immer wieder Signale der Annäherung gesendet. Spitzenkandidat Özdemir hatte schon vor längerer Zeit gesagt, er würde sich wünschen, dass es für Palmer einen Weg zurück in die Partei gebe. Baden-Würrtembergs Ministerpräsident Kretschmann hatte gesagt:
Es wäre schön, wenn er wieder zurückkehrt.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Würrtemberg
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