Generalstaatsanwaltschaft Berlin:Maskenkäufe: Verfahren gegen Jens Spahn eingestellt
Es gebe keine "zureichenden Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat": Das Verfahren gegen Jens Spahn wegen Maskenkäufen während der Corona-Pandemie ist eingestellt worden.
Das Verfahren gegen Unionsfraktionschef Jens Spahn wegen Maskenkäufen in seiner Zeit als Gesundheitsminister ist eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft sah keinen Anfangsverdacht.
09.03.2026 | 0:27 minDas Verfahren gegen Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) wegen Maskenkäufen während der Corona-Pandemie in seiner Zeit als Bundesgesundheitsminister ist eingestellt worden.
Die strafprozessuale Anfangsverdachtsprüfung habe "keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat ergeben", teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mit. Das Verfahren sei daher ohne Aufnahme von Ermittlungen eingestellt worden.
Im Dezember befragte die Enquete-Kommission zur Corona-Pandemie Ex-Gesundheitsminister Spahn, um aus dem damaligen Vorgehen Lehren zu ziehen. Spahn verteidigte seine Entscheidungen.
15.12.2025 | 1:46 minSeit Juni 2025 mehr als 170 Strafanzeigen gegen Spahn
Seit Anfang Juni 2025 seien bei den Berliner Strafverfolgungsbehörden mehr als 170 Strafanzeigen gegen Spahn eingegangen, insbesondere wegen Vorteilsannahme und Untreue, hieß es von der Generalstaatsanwaltschaft weiter. Aufgrund von Spahns Immunität seien diese zunächst als Prüfvorgänge erfasst worden.
Für die Prüfung habe die Generalstaatsanwaltschaft den Bericht der Sachverständigen Margaretha Sudhof sowie die Berichte des Bundesrechnungshofs an den Haushaltsausschuss des Bundestags beigezogen.
Der Bundesrechnungshof monierte im Dezember eine weiterhin ungenügende Aufarbeitung der massenhaften Maskenkäufe in der Corona-Krise. Kritik erkenne das Gesundheitsministerium aber nicht an.
13.12.2025 | 0:17 minDie Berichte seien in strafrechtlicher Hinsicht ausgewertet worden, insbesondere im Hinblick auf die Direktvergaben, die Beauftragung eines Logistikunternehmens sowie das sogenannte Open-House-Verfahren des Bundesgesundheitsministeriums.
Kritik an Spahns Vorgehen bei Maskenbeschaffung
Das Ministerium hatte zu Beginn der Corona-Pandemie unter Spahns Leitung Schutzmasken in einem erheblichen Umfang und zu hohen Kosten bestellt. Vor allem im Bericht der später vom damaligen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eingesetzten Sonderbeauftragten Sudhof wurde das damalige Vorgehen scharf kritisiert.
Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte den Kauf von Masken zu Beginn der Pandemie: "Wir hatten eine Notlage."
27.06.2024 | 1:06 minIn dem Bericht wird Spahn unter anderem vorgeworfen, bei den Milliardenaufträgen überteuerte Einkäufe befördert, ihm nahestehende Menschen bevorzugt und Bedarfsprüfungen außer Acht gelassen zu haben. Spahn weist all dies zurück.
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