Kontakte zum Remmo-Clan:Linken-Politiker Koçak gibt Ausschuss-Sitz endgültig ab
Der Linken-Politiker Ferat Koçak zieht sich ganz aus dem Innenausschuss des Bundestags zurück. Damit reagiert er auf die Kritik an seinem Kontakt zu einem Clan-Angehörigen.
Ferat Koçak zieht nach der Kritik an seinen Kontakten zu mutmaßlichen Clan-Angehörigen Konsequenzen (Archivfoto).
Quelle: Elisa Schu / dpaDer Berliner Linken-Abgeordnete Ferat Koçak gibt nach Kritik an zu viel Nähe zu mutmaßlichen Angehörigen krimineller Clanstrukturen seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags ganz auf. Auf X schrieb er:
Ich möchte nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen und ihre wichtige parlamentarische Arbeit durch Angriffe auf meine Person zusätzlich belastet werden.
Ferat Koçak, Linken-Bundestagsabgeordneter
Er hatte seine Ausschusstätigkeit wegen der Vorwürfe zuvor bereits ruhen lassen.
"Ich bin weder kriminell, noch unterstütze ich organisierte Kriminalität", schrieb er weiter. Gleichzeitig müsse er eingestehen: "Ich habe einen Fehler gemacht. Im Umgang mit meinem Kontakt zur Familie Remmo bin ich meinem Selbstverständnis nicht gerecht geworden. Ich war in der konkreten Situation naiv und mit der Situation überfordert. Dafür übernehme ich Verantwortung."
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Koçak war in die Kritik geraten, nachdem Firas Remmo, der Sohn von Clanchef Issa Remmo, laut der "Zeit" Bildschirmfotos eines wohl privaten Chats mit ihm veröffentlicht hatte. Den Aufnahmen zufolge richtete der Abgeordnete "Grüße mit Respekt" an Issa Remmo aus und bat Firas Remmo darum, ein Video einer Bundestagsrede zu verbreiten. In dieser hatte Koçak den Begriff Clankriminalität kritisiert.
Nach Bekanntwerden der Chats hatte die Fraktion der Linken im Bundestag zunächst angekündigt, dass Koçak seine Funktionen ruhen lassen werde. "Ferat Koçak hat uns mitgeteilt, dass er sich bis auf Weiteres, bis volle Transparenz hergestellt ist, zurückziehen wird", hieß es von Co-Fraktionschef Sören Pellmann in der vergangenen Woche.
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Koçak selbst hatte sich zuvor für einen Austausch mit Firas Remmo, dem Sohn von Clanchef Issa Remmo, entschuldigt. Auf seinen Social-Media-Plattformen schrieb Koçak: "Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden, sind durch nichts zu rechtfertigen."
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