Antisemitismusvorwürfe: Linke zeigt Dobrindt an

In der ZDF-Sendung "maybrit illner":"Na doch": Wegen dieser TV-Aussage zeigt Eralp Dobrindt an

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Die Linken-Politikerin Elif Eralp zeigt Innenminister Alexander Dobrindt wegen einer Aussage zu Antisemitismus-Vorwürfen an. Hintergrund ist ein Wortgefecht bei "maybrit illner".

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt in der Sendung "maybrit illner - Zumutungen abgewählt – Wettlauf um Gerechtigkeit?" am 24.09.2026.

Die Linken haben Innenminister Alexander Dobrindt nach einer Aussage über Elif Eralp im Zusammenhang mit Antisemitismus-Vorwürfen in der Sendung "maybrit illner" angezeigt. Die Szene im Video.

28.09.2026 | 0:27 min

Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp und ihr Landesverband haben nach Angaben ihres Anwalts Strafanzeige gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gestellt. Der CSU-Politiker soll sich dem Schriftsatz zufolge eine Aussage über Eralp als "Antisemitin" zu eigen gemacht haben. Dies erfülle den Tatbestand der üblen Nachrede und Beleidigung, erklärte Anwalt Jasper Prigge der Deutschen Presse-Agentur.

Hintergrund ist eine Passage der ZDF-Sendung "maybrit illner" vom Donnerstag, in der es zu Wortgefechten zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek kam. Moderatorin Illner versprach sich dabei, korrigierte sich aber sofort: "Elif Eralp sagt, sie ist Antisemitin... Sie ist keine Antisemitin." Darauf sagte Dobrindt: "Na doch."

19.07.2018, Nordrhein-Westfalen, Bonn: Ein Bürger aus Bonn demonstriert auf dem Marktplatz mit einer Kippa auf dem Kopf.

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27.09.2026 | 3:52 min

Linken-Anwalt wirft Dobrindt "üble Nachrede" vor

Anwalt Prigge argumentiert, Dobrindt habe sich Illners Versprecher zu eigen gemacht. Das sei "üble Nachrede" im Sinne des Strafgesetzbuchs. Dobrindt stelle eine falsche Tatsachenbehauptung auf. Um eine "Beleidigung" im Sinne des Strafgesetzbuchs handele es sich, weil die Bezeichnung als Antisemitin "in erheblichem Maße ehrabträglich" sei.

Im Schriftsatz heißt es weiter: "Die Tat ist schließlich auch geeignet, das öffentliche Wirken von Frau Eralp erheblich zu erschweren. Die Verbreitung der Falschbehauptung durch den Innenminister im Fernsehen, Frau Eralp würde sagen, sie sei Antisemitin, ist geeignet, ihre Integrität als politische Amtsträgerin und damit die Regierungsbildung im Land Berlin zu beeinträchtigen."

Linke streben in Berlin Koalition mit Grünen und SPD an

Eralp war mit der Linken bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September mit 25,7 Prozent der Stimmen stärkste Kraft geworden und strebt das Amt der Regierenden Bürgermeisterin in einer rot-grün-roten Koalition an. Gegen ihre Partei werden Antisemitismus-Vorwürfe erhoben, unter anderem, weil ein propalästinensischer Rapper bei einer Parteiveranstaltung zu Gewalt gegen die israelische Armee aufgerufen habe.

25.09.2026, Berlin: Elif Eralp (Mitte r), Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus, steht während eines Landesparteitags der Berliner Linken mit einem Blumenstrauß auf dem Podium. Auf dem Parteitag soll darüber abgestimmt werden, ob die Linke die Grünen und die SPD nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zu Sondierungsgesprächen einlädt.

Die Berliner Linke macht den Weg frei für Sondierungen mit Grünen und SPD. Doch Streit über Antisemitismus und Enteignungen belastet die Gespräche mit möglichen Partnern.

25.09.2026 | 2:30 min

Dobrindt hatte vergangene Woche in Kloster Banz gesagt, die Linkspartei in Berlin dulde "ganz offensichtlich Antisemiten und Extremisten in ihrem Umfeld". Eralp hatte sich vor und nach der Wahl von jeglichem Antisemitismus und von Gewaltaufrufen distanziert und das Existenzrecht Israels bekräftigt.

Die Gesamtsendung von "maybrit illner" vom 24.09.2026:

v.l.: Tim Klüssendorf, Heidi Reichinnek, Maybrit Illner, Alexander Dobrindt, Gregor Peter Schmitz

"Zumutungen abgewählt – Wettlauf um Gerechtigkeit?" Zu Gast u.a. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und Fraktionschefin Heidi Reichinnek (Die Linke)

24.09.2026 | 61:37 min

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Quelle: dpa
Hintergrund der Linken-Anzeige ist die Sendung "maybrit illner" vom 24.09.2026. Über die Antisemitismus-Vorwürfe gegen die Linke berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem bei "Berlin direkt" am 27.09.2026 ab 19:10 Uhr.

Berlin nach der Wahl

  1. Elif Eralp, Linken-Spitzenkandidatin bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026, kommt zu der Fraktionssitzungen ihrer Parteien im Berliner Abgeordnetenhaus.
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    Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin:Ziel Rotes Rathaus: Linke will mit SPD und Grünen regieren

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  2. Josef Schuster
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    Debatte nach Linken-Wahlsieg in Berlin:Wo beginnt Antisemitismus?

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  4.  Elif Eralp (Die Linke), Spitzenkandidatin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, spricht auf einer Wahlparty der Berliner Linken im Festsaal Kreuzberg zu Anhängern und Parteimitgliedern.

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