F126-Fregatte: Verteidigungsministerium beendet Milliardenprojekt

Marine soll kleinere Schiffe bekommen:F126-Fregatten: Verteidigungsministerium beendet Projekt

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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) stoppt das Projekt zum Bau der Fregatten F126. Stattdessen sollen kleinere Schiffe vom deutschen Hersteller TKMS gekauft werden.

Fregatte der Klasse F126

Eine Fregatte der Klasse F126 (Archivfoto)

Quelle: Imago

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beendet das Projekt zum Bau der Fregatten vom Typ F126. Dies teilte das Verteidigungsministerium mit.

Man reagiere damit auf die "erheblichen Verzögerungen im Projekt, die absehbaren Kostensteigerungen und Risiken, die mit einem Generalunternehmerwechsel einhergegangen wären". Die Kosten des im Jahr 2020 gestarteten Projektes sollten sich für sechs Fregatten ursprünglich auf insgesamt rund 10 Milliarden Euro belaufen.

Wegen der Komplikationen hatte das Verteidigungsministerium einen Generalunternehmerwechsel geprüft. Durch diesen wären die Kosten jedoch auf über 18 Milliarden Euro angestiegen. "Dies widerspricht dem Verständnis des Verteidigungsministeriums vom verantwortungsvollen Umgang mit Haushaltsmitteln", heißt es daher nun zum Stopp des Projekts.

Kleinere Fregatten vom Typ Meko A-200

Das Ministerium strebe stattdessen den Kauf von insgesamt acht Fregatten des Typs Meko A-200 vom deutschen Hersteller TKMS an. Zuerst hatte der "Spiegel" am Dienstag darüber berichtet. Die Meko A-200 ist deutlich kleiner als die F126. In der Führung der Marine wird das Vorhaben dem Vernehmen nach mitgetragen. Mitte März hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, es wolle vier Fregatten des Typs Meko A-200 kaufen.

Die Schiffe sollten als Brückenlösung dienen, da sich die Lieferung der eigentlich vorgesehenen Fregatten der Klasse F126 verzögere, hatte es zunächst geheißen.

Mehr in Kürze.

Quelle: AFP, Reuters, dpa

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