Bundeswehr: Neuer Marinehafen soll nach Emden kommen

Bundeswehr-Stützpunkt an der Nordsee:Neuer Marinehafen soll nach Emden kommen

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Die Marine wächst und benötigt Plätze für weitere Kriegsschiffe. Verteidigungsminister Boris Pistorius verkündete nun, dass ein neuer Hafen in Emden gebaut werden soll.

Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, unterzeichnet im Hauptschöpfwerk Knock eine Absichtserklärung.

In Emden entsteht Deutschlands zweiter Marinehafen an der Nordsee. Laut Verteidigungsminister Pistorius soll der Stützpunkt die Marine für neue sicherheitspolitische Herausforderungen stärken.

05.10.2026 | 0:21 min

Ein neuer Marinehafen für die Bundeswehr soll nach Plänen der Bundesregierung an der niedersächsischen Nordseeküste in Emden entstehen.

Verteidigungsminister Boris Pistorius und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (beide SPD) unterzeichneten in der ostfriesischen Seehafenstadt am Montag eine Absichtserklärung für den Bau des Militärstützpunktes. Pistorius sprach von einer Milliardeninvestition.

Der Deich am Rysumer Nacken in Emden: Hier soll ein weiterer Militärhafen der Deutschen Marine an der Nordseeküste eingerichtet werden.

Der Deich am Rysumer Nacken in Emden: Hier soll ein weiterer Militärhafen der Deutschen Marine an der Nordseeküste eingerichtet werden.

Quelle: dpa / Sina Schuldt

Zweiter Marine-Standort an der Nordseeküste

Nach Möglichkeit solle der Hafen Anfang der 2030er Jahre fertig sein.

Emden wird wieder Standort der deutschen Marine.

Boris Pistorius (SPD), Bundesverteidigungsminister

Aktuell sei die Marine die kleinste in der Geschichte der Bundeswehr, obwohl sie gleichzeitig die größten und umfangreichsten Aufgaben erfüllen müsse. "Also muss die Marine wachsen, und das wird sie", so Pistorius.

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Langfristig könnten dem Minister zufolge bis zu 2.000 Dienstposten in Emden entstehen. Für den Standort sprächen die große Flächenverfügbarkeit in Emden und die gute Erreichbarkeit des Nordatlantiks. Es sei zudem wichtig, dass die Marine neben Wilhelmshaven einen zweiten Stützpunkt an der Nordsee bekomme. Das mache die Marine flexibler und agiler.

Die Marine wächst auf. Neue Schiffe und Boote brauchen Liegeplätze. Unsere Soldatinnen und Soldaten - Unterkünfte und Ausbildungsgebäude. Daher brauchen wir einen neuen Marinehafen.

Boris Pistorius, Bundesverteidigungsminister

"Damit sind wir im Ernstfall schwerer ausrechenbar und erhöhen unsere operativen Möglichkeiten. Darauf kommt es letztlich an", sagte Pistorius. Der Marinehafen in Wilhelmshaven, der Marinestützpunkt Heppenser Groden, ist bislang der einzige der Marine an der Nordseeküste.

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Noch kein fester Zeitplan bis zur Eröffnung

Die Marine und das Bundesverteidigungsministerium hatten zuletzt mögliche weitere Standorte geprüft, darunter Bremerhaven. Den Bedarf für neue Standorte begründete das Ministerium mit dem geplanten Aufwuchs der Streitkräfte.

Zwischen 1960 und 1997 war Emden bereits Stützpunkt der damaligen Bundesmarine. Die Deutsche Marine plant in den kommenden Jahren zahlreiche neue Schiffe in Betrieb zu nehmen. Welche dieser Schiffe genau in Emden stationiert werden könnten, steht derzeit noch nicht fest. Die nun veröffentlichte Absichtserklärung sei rechtlich nicht bindend und umfasse auch keine Details wie einen genauen zeitlichen Rahmen des Vorhabens. Zunächst müsse die geplante Baufläche nun durch den Bund erworben werden.

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Quelle: dpa, ZDF
Über das Thema berichtete ZDFheute Xpress am 05.10.2026 um 12:10 Uhr.

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