Einbürgerungen: Zahl steigt auf neuen Höchststand

Statistisches Bundesamt:Zahl der Einbürgerungen steigt auf neuen Höchststand

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Die Zahl der Einbürgerungen erreicht einen neuen Höchststand seit Beginn der Statistik. Am häufigsten ließen sich im vergangenen Jahr erneut Menschen aus Syrien einbürgern.

Einbürgerungsurkunde im Hintergrund mit deutschem Pass im Vordergrund

Die Zahl der Einbürgerungen ist 2025 auf rund 332.500 gestiegen. Am häufigsten ließen sich Syrer einbürgern, gefolgt von Menschen aus der Türkei und Russland.

03.06.2026 | 0:25 min

Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Insgesamt erhielten 332.500 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit, wie das Statistische Bundesamt mitteilte - 14 Prozent mehr als 2024. Es sei der fünfte Anstieg in Folge.

Noch nie seit Einführung der bundeseinheitlichen Statistik im Jahr 2000 seien binnen eines Jahres mehr als 300.000 Personen eingebürgert worden.

Einbürgerungen: Neue deutsche Staatsangehörige 2016-2025

ZDFheute Infografik

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Die meisten Eingebürgerten stammten erneut aus Syrien. Ihre Zahl sank jedoch um 21 Prozent auf 65.600. Dahinter folgten mit deutlichem Abstand türkische und russische Staatsangehörige, deren Zahl mit 34.100 beziehungsweise 19.700 jeweils um 51 Prozent stieg.

Die Statistiker erklären die anhaltend hohe Zahl an Einbürgerungen von Syrern damit, dass viele der zwischen 2014 und 2016 zugezogenen Schutzsuchenden inzwischen die notwendigen Voraussetzungen erfüllen. Ihre durchschnittliche Aufenthaltsdauer vor der Einbürgerung lag bei 7,9 Jahren.

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Zahl der eingebürgerten Türken und Russen steigt

Der deutliche Anstieg bei türkischen und russischen Staatsangehörigen ist den Angaben zufolge maßgeblich auf die Reform des Staatsangehörigkeitsrechts zurückzuführen. Seit dessen Inkrafttreten Ende Juni 2024 ist die mehrfache Staatsangehörigkeit generell möglich, während zuvor die Aufgabe der bisherigen Nationalität in der Regel Voraussetzung war. Bei Türken lag die Aufenthaltsdauer vor der Einbürgerung im Schnitt bei 24,1 Jahren, bei Russen bei 14,1 Jahren.

Besonders stark stieg zudem die Zahl der Einbürgerungen von Menschen aus Bosnien und Herzegowina mit einem Plus von 126 Prozent auf 8.800 und aus den USA mit einem Plus von 100 Prozent auf 6.600.

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Einbürgerungen nach mindestens fünf Jahren am häufigsten

Am häufigsten waren den Angaben zufolge sogenannte Regelfalleinbürgerungen, die eine Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren in Deutschland voraussetzen, sowie Miteinbürgerungen von Ehepartnern und -partnerinnen oder Kindern. Insgesamt verteilten sich 91 Prozent aller Fälle auf diese beiden Einbürgerungsarten.

Gleichzeitig brach die Zahl der Einbürgerungen mit verkürzter Aufenthaltsdauer aufgrund besonderer Integrationsleistungen ein. Lediglich 1.500 Personen wurden 2025 auf dieser Grundlage eingebürgert, im Vorjahr waren es noch 19.100. Die sogenannte Turbo-Einbürgerung war Ende Oktober abgeschafft worden.

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Quelle: Reuters, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "332.500 Menschen wurden 2025 deutsche Staatsbürger" am 03.06.2026 um 10:16 Uhr.

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