Brandenburg: SPD stimmt Koalition mit CDU zu

Neue Regierung in Potsdam:Brandenburg: SPD stimmt Koalitionsvertrag mit CDU zu

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SPD und CDU wollen Brandenburg bis 2029 gemeinsam regieren. Die SPD-Delegierten billigten den Koalitionsvertrag mit großer Mehrheit, zuvor hatten die CDU-Mitglieder zugestimmt.

Dietmar Woidke (l, SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, und Kurt Fischer (r), Generalsekretär der SPD-Brandenburg, halten während des Brandenburger SPD-Landesparteitages bei der Abstimmung über den Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU die roten Stimmkarten hoch.

Nach der parteiinternen Zustimmung sowohl bei der SPD als auch bei der CDU ist der Weg für die neue Koalition in Brandenburg frei.

Quelle: dpa

Die geplante Koalition von SPD und CDU in Brandenburg hat die letzte Hürde genommen. Auf einem Landesparteitag in Potsdam stimmten die Sozialdemokraten dem Koalitionsvertrag in offener Abstimmung mit großer Mehrheit zu. 96 Prozent der Delegierten sagten Ja zum Bündnis mit der Union.

Die CDU-Mitglieder hatten sich zuvor in einer Befragung ebenfalls klar dafür ausgesprochen: Rund 83 Prozent stimmten nach Parteiangaben dafür.

Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, spricht in der Staatskanzlei von Brandenburg bei einem Statement zur Koalitionskrise.

Die bundesweit einzige SPD/BSW-Koalition ist gescheitert. Ministerpräsident Woidke will nun mit einer Minderheitsregierung weitermachen, strebt aber ein Bündnis mit der CDU an.

06.01.2026 | 2:25 min

SPD und CDU wollen Brandenburg bis 2029 gemeinsam regieren

Nach dem Bruch der SPD/BSW-Koalition wollen SPD und CDU dreieinhalb Jahre bis zur Landtagswahl 2029 gemeinsam regieren - mit Ministerpräsident Dietmar Woidke an der Spitze. Der Sozialdemokrat, der seit 2013 regiert, gibt als zentrales Ziel vor, Demokratie und Freiheit gegen Rechtsextremisten zu verteidigen. Das zielt gegen die AfD, die der Verfassungsschutz im Land als rechtsextremistisch einstuft und die in Umfragen vorn liegt.

Am Mittwoch will die neue Landesregierung mit der Arbeit starten: Dann sollen die neuen Minister im Landtag in Potsdam vereidigt und der Koalitionsvertrag unterschrieben werden. Woidke bleibt im Amt, da er bereits gewählt ist.

Rot-Schwarz will zusätzliche Lehrerstellen schaffen, die Wirtschaft entlasten und die innere Sicherheit stärken. Aber ein drohendes Milliarden-Defizit zwingt das Bündnis zum Sparen. Es steht ein Abbau von Landespersonal bevor. Etliche Maßnahmen kommen wegen der knappen Kassen auf den Prüfstand.

Woidke und CDU wollen auf Sorgen der Bürger eingehen

Woidke und sein designierter Vize-Ministerpräsident, der künftige Innenminister Jan Redmann von der CDU, wollen angesichts von Jobangst, Unzufriedenheit und politischer Polarisierung stärker die Sorgen der Brandenburger aufgreifen. Sie hoffen darauf, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

SPD und CDU haben eine Zwei-Stimmen-Mehrheit im Parlament. Die größte Oppositionsfraktion stellt die AfD. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist nach fünf Austritten auf neun Abgeordnete im Landtag geschrumpft. Andere Parteien sind nicht vertreten.

SPD und CDU verteilen Schlüsselressorts neu

Die rot-schwarze Regierung sortiert sich neu. Die Christdemokraten übernehmen von der SPD drei Schlüsselressorts: Inneres, Bildung und Wirtschaft.

  • Neue Wirtschaftsministerin wird die bisherige Digitalstaatssekretärin des Berliner Senats, Martina Klement (CSU).
  • CDU-Generalsekretär Gordon Hoffmann soll neuer Bildungsminister werden.
  • Die restlichen Ministerien sind in SPD-Hand. Dabei bekommt der bisherige Innenminister René Wilke ein neues Superressort aus Arbeit, Soziales, Gesundheit, Migration und Integration.

Koalitionsvertrag in Brandenburg steht

Dietmar Woidke (SPD, Ministerpräsident Brandenburg) und Jan Redmann (CDU, Vorsitzender CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag) stellen gemeinsam den neuen Koalitionsvertrag für Brandenburg vor.

04.03.2026 | 12:25 min

  • Der bisherige SPD-Wirtschaftsminister Daniel Keller übernimmt die Finanzen. Er wird Nachfolger von Robert Crumbach.
  • Crumbach hatte dem BSW den Rücken gekehrt und ist als neuer Verkehrsminister vorgesehen. Er trat erst vor wenigen Tagen wieder in die SPD ein. Vor seinem Intermezzo beim BSW war er mehr als 40 Jahre Mitglied der Partei.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten viele aktuelle Sendungen, unter anderem phoenix am 04.03.2026 ab 16:48 Uhr.

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