Trump plant erstmals Republikaner-Parteitag vor US-Zwischenwahlen

US-Republikaner:Trump plant erstmals Parteitag vor den Zwischenwahlen

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US-Präsident Trump will, dass ein Parteitag der Republikaner noch vor den Kongresswahlen stattfindet. Bisher wurden Parteitage nur im Vorfeld von Präsidentschaftswahlen abgehalten.

Die US-Flagge weht in der Nähe des Kapitols in Washington, D.C.

Eigentlich finden große Parteitage in den USA nur alle vier Jahre vor der Präsidentschaftswahl statt.

Quelle: AFP

US-Präsident Donald Trump hat erstmals einen Parteitag der Republikaner unmittelbar vor den wichtigen Zwischenwahlen im November angekündigt. Die Veranstaltung soll am 9. und 10. September in Dallas im US-Bundesstaat Texas stattfinden und republikanische Wähler für die Wahlen im Herbst mobilisieren, bei denen sich entscheidet, ob die Partei ihre Mehrheit im Kongress behält.

Es wird fantastisch! So etwas hat es noch nie gegeben, und es wird ein wahrhaft historisches Ereignis sein.

Donald Trump, US-Präsident

Üblicherweise veranstalten die beiden großen Parteien nationale Parteitage nur im Vorfeld von Präsidentschaftswahlen. Diese stehen in den USA erst 2028 wieder an. Trump wirbt jedoch schon länger für ein vergleichbares Treffen in diesem Jahr, um die Aufmerksamkeit auf die zahlreichen Wahlen zum Repräsentantenhaus und Senat zu lenken.

links gelbes a, rechts Donald Trump

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Republikaner wollen knappe Mehrheiten verteidigen

Zusätzlich zum politischen Programm werde es auch viel Unterhaltung geben, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit, ohne dabei ins Detail zu gehen. Inhaltlich setzte Trump in seinem Post einen innenpolitischen Fokus. Konkret solle es bei der Veranstaltung unter anderem um Steuervergünstigungen, sichere Grenzen, geringe Lebenshaltungskosten und innere Sicherheit gehen.

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Die Republikaner verfügen derzeit nur über knappe Mehrheiten im Kongress. Zudem verliert die Partei des amtierenden Präsidenten bei Zwischenwahlen traditionell Sitze. Da Trump selbst nicht auf dem Stimmzettel steht, befürchten führende Republikaner Schwierigkeiten, ihre Wählerschaft zu mobilisieren.

Schwindende Zustimmung für Trump

In den vergangenen Monaten waren Trumps Beliebtheitswerte unter dem Eindruck des Iran-Kriegs rapide gesunken. Die Demokraten - vereinzelt auch Republikaner - warfen ihm vor, sich zu wenig um die Belange der Bevölkerung zu kümmern. Trump hatte vor seiner zweiten Amtszeit mit den Versprechen Wahlkampf gemacht, keine Kriege zu beginnen und Preise etwa für Energie deutlich zu senken.

ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen

Republikanische Senatoren stellten sich auch gegen Trump, weil dessen unpopulären Maßnahmen ihre Wiederwahl in den anstehenden Zwischenwahlen gefährden könnten, sagt USA-Korrespondent Theveßen.

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Sollten die Demokraten die Kontrolle über eine der beiden Kammern zurückgewinnen, könnten sie Trumps politische Vorhaben blockieren und in den verbleibenden zwei Jahren seiner Amtszeit Untersuchungen gegen seine Regierung einleiten.

Demokraten könnten Trump ausbremsen

Neben etlichen Ämtern auf Ebene der Bundesstaaten werden bei den sogenannten Midterms ein Teil der Sitze im Senat sowie das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt. Verlieren die Republikaner auch nur in einer der beiden Kammern ihre knappe Mehrheit, wird Trump keine größeren Gesetzesinitiativen mehr durchsetzen können.

Ken Paxton easily defeats John Cornyn in Texas Republican Senate runoff, in photos

Bei den Vorwahlen der Republikaner hat sich der von Trump unterstützte Kandidat in Texas durchgesetzt. Ob der sich aber bei den Wahlen im November auch durchsetzen kann, ist unsicher.

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Allerdings hoffen die Republikaner, von einem am Dienstag verkündeten Urteil des Obersten Gerichtshofs profitieren zu können. Der Supreme Court kippte Regeln zur Begrenzung der Wahlkampffinanzierung durch Parteien. Allgemein wird erwartet, dass die Aufhebung der Begrenzungsregeln eher den Republikanern zugute kommt.

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Quelle: dpa, AP, AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 24.06.2026 ab 22:15 Uhr in "die doku: Amerika unter Trump"

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