Midterms 2026: Wie sie ablaufen und wann die Ergebnisse kommen

Zeitplan am Wahltag in den USA:Midterms 2026: Wie sie ablaufen und wann Ergebnisse kommen

von Luis Schwenk

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Am 3. November entscheiden bei den Midterms die Vereinigten Staaten über die politische Zukunft. Wann und wo kommen die ersten Prognosen und Ergebnisse? Der Wahltag im Überblick.

US-Midterms

Am 3. November stehen in den USA die Midterms an. Die Zwischenwahlen entscheiden über die Mehrheiten im Kongress und gelten als Stimmungstest für Präsident Trump. Bastian Hartig berichtet aus zwei Swing States.

30.10.2026 | 2:32 min

Der kommende Dienstag, der 3. November, ist in vielerlei Hinsicht ein Superwahltag, an dem die amerikanischen Wählerinnen und Wähler über die Machtverhältnisse im Kongress und damit auch über die zweite Hälfte von Donald Trumps Amtszeit und dessen Handlungsfähigkeit entscheiden.

Aktuell besitzen die Republikaner sowohl im US-Repräsentantenhaus als auch im Senat eine knappe Mehrheit. Trumps niedrige Beliebtheitswerte und unter anderem hohe Benzin- und Lebensmittelpreise könnten dazu beitragen, dass die Demokraten die Chance haben, die Mehrheit in einer oder sogar beiden Kammern des Kongresses zu übernehmen.

Was steht zur Wahl?

Im Senat stehen 35 der insgesamt 100 Sitze zur Wahl. Bei der Wahl des Repräsentantenhauses entscheiden Wählerinnen und Wähler über alle 435 Sitze für die nächsten zwei Jahre. Hinzu kommen Gouverneurswahlen in 36 US-Bundesstaaten und zahlreiche Regional- und Bürgermeisterwahlen in vielen Teilen der USA.

Der US-Kongress besteht aus zwei Kammern.

Im Senat gibt es 100 Sitze. Jeder Bundesstaat wählt und entsendet zwei Senatoren in die US-Hauptstadt. Bei den Midterms steht je ein Drittel der Senatoren zur Wahl. Das liegt an der Amtszeit von sechs Jahren. Diese beginnt zu unterschiedlichen Zeitpunkten, weshalb alle zwei Jahre nur ein Teil neu gewählt wird.

Im Repräsentantenhaus gibt es 435 Sitze. Jeder Wahlkreis wird durch einen Kongressabgeordneten vertreten. Bei den Midterms stehen alle Sitze im Repräsentantenhaus zur Wahl. Die Amtszeit der Abgeordneten beträgt demnach je zwei Jahre. Wahlkreise können von den Bundesstaaten neu zugeschnitten werden. Durch das von Republikanern wie Demokraten praktizierte "Gerrymandering" sollen in einem Wahlkreis mehr Wähler einer Partei konzentriert werden. Denn im US-Mehrheitswahlrecht ist nur entscheidend, wer in einem Wahlkreis die Nase vorn hat.

Die Wahlen kurz vor der Mitte der vierjährigen Amtszeit des US-Präsidenten gelten traditionell als Referendum über dessen Politik. Ohne Mehrheit in den beiden Kongresskammern kann ein Präsident innenpolitisch nur wenig nachhaltig verändern.

Quelle: dpa


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Was passiert am Wahltag?

Der 3. November ist zwar der Tag, an dem die meisten US-Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgeben, doch haben durch das sogenannte "Early Voting" vier Tage zuvor bereits mehr als 44 Millionen Wahlberechtigte die Möglichkeit genutzt, vor dem 3. November zu wählen.

Wann kommen die ersten Ergebnisse?

Die ersten Ergebnisse werden in Deutschland in der Nacht vom 3. auf den 4. November erwartet. Ein erstes aussagekräftiges Gesamtbild dürfte sich aber erst in den frühen Morgenstunden zwischen 5 und 7 Uhr deutscher Zeit abzeichnen.

Fällt das Ergebnis knapp aus, kann es einige Tage dauern, bis eine Entscheidung feststeht. Das liegt vor allem an der Prüfung und Auszählung von Briefwahlstimmen sowie an den unterschiedlichen Verfahren der Bundesstaaten. Hochrechnungen am Wahlabend stützen sich auf eine Mischung aus ersten Auszählungsergebnissen und Nachwahlbefragungen (unter anderem die "AP Voter Poll").

Die Silhouette Donald Trumps vor einer US-Flagge, darunter der Schriftzug "Der Trump-Effekt"

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Erste Prognosen: Der Zeitplan im Überblick

Erste Wahllokale schließen (Mitternacht deutscher Zeit, 18 Uhr EST): Die ersten Wahllokale schließen in Teilen der Bundesstaaten Indiana und Kentucky.

Eine Stunde später: Danach schließen unter anderem Georgia, Virginia und große Teile Floridas ihre Lokale. Interessant ist hier besonders das Senatsrennen in Georgia, bei dem die Demokraten als Favoriten gelten.

Zwischen 1:30 und 5 Uhr deutscher Zeit (19:30-23 Uhr EST): In dieser Zeit endet die Stimmabgabe in vielen wichtigen Staaten, in denen das Rennen um einen Senatssitz groß ist. Besonders die Senatsrennen in Iowa, Kansas, Michigan, Maine, Ohio und Texas gelten als umkämpft und könnten den Ausgang der Senatswahl prägen.

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Letzte Wahllokale schließen (zwischen 6 und 7 Uhr deutscher Zeit, 0-1 Uhr EST): Die letzten Wahllokale schließen in Hawaii und großen Teilen Alaskas. Das Senatsrennen in Alaska gilt ebenfalls als umkämpft und könnte entscheidend für den Ausgang der Senatswahl sein.

US-Midterms 2026: Wann schließen die Wahllokale

ZDFheute Infografik

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Welche Szenarien gibt es nach der Wahl?

Aktuell sind die Mehrheitsverhältnisse folgendermaßen: Im Repräsentantenhaus halten die Republikaner mit 218 Sitzen eine Mehrheit. Die Demokraten besitzen aktuell 214 Sitze. Für eine Mehrheit benötigen die Demokraten 218 Sitze.

Bei der Wahl des Repräsentantenhauses rechnen viele Beobachter und Umfrageinstitute mit einem Sieg der Demokraten. So sieht das unabhängige Forschungsinstitut Cook Political Report 220 der 435 Sitze als sicher oder leicht demokratisch.

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Im Senat hingegen stellen die Republikaner 53 und die Demokraten 47 der Sitze. 22 der 35 Sitze, die zur Wahl stehen, sind aktuell von republikanischen Abgeordneten besetzt, viele davon in sogenannten "Deep Red States", in denen die Republikaner besonders stark sind.

Entscheidend sind daher die Rennen, die laut Umfragen knapp werden könnten: Das gilt für jeden fünften der zur Wahl stehenden Senatssitze, so Cook Political Report - sogenannte "Toss Ups".

Sollten die Republikaner ihre Mehrheiten verteidigen, ginge der US-Präsident gestärkt aus den Wahlen. Sollten die Demokraten jedoch sowohl die Senatswahl als auch die Wahl zum Repräsentantenhaus am 3. November gewinnen, könnte sich Trump bei seinen Vorhaben nicht mehr auf eine republikanische Mehrheit im Kongress stützen. Bisher hatte Trump jedoch bereits mehrere Entscheidungen des Kongresses ignoriert und per Dekret entschieden.

Über dieses Thema berichtete unter anderem das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 30.10.2026 ab 05:30 Uhr.

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