Proteste nach Vorfall in Austin:USA: ICE-Beamter verletzt Mann durch Schüsse schwer
Im US-Bundesstaat Texas ist ein Mann von einem Mitarbeiter der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE angeschossen worden. Der Mann kam ins Krankenhaus.
In Austin hat ein ICE-Beamter einen Mann angeschossen. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Laut Bürgermeister Kirk Watson besteht keine Lebensgefahr.
21.09.2026 | 0:22 minEin Beamter der Einwanderungs- und Zollbehörde der USA (ICE) hat in Austin im Bundesstaat Texas einen Mann angeschossen und schwer verletzt. Der Mann sei in den Oberkörper getroffen worden und befinde sich in einem ernsten, aber stabilen Zustand, teilten Vertreter der Stadt auf einer Pressekonferenz mit.
Von ICE, dem US-Heimatschutzministerium und dem texanischen Ministerium für öffentliche Sicherheit lagen zunächst keine Stellungnahmen vor. Genauere Details zum Vorfall sind noch unklar.
Bürgermeister: Wütend, aber nicht überrascht von ICE-Schüssen
Der Bürgermeister von Austin, der Demokrat Kirk Watson, forderte eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls unter Beteiligung der Stadtpolizei und der Texas Rangers.
Eine Untersuchung, die ICE allein und unter Ausschluss anderer leitet, wäre aus meiner Sicht nicht glaubwürdig.
Kirk Watson, Bürgermeister von Austin
Er sei wütend, aber nicht überrascht über die Schießerei.
Nach einem weiteren tödlichen Einsatz im Bundesstaat Maine hat die US-Einwanderungsbehörde ICE ihre Vorschriften verschärft. Autokontrollen sollen nur noch in Ausnahmefällen stattfinden.
15.07.2026 | 0:23 minProteste in Austin gegen ICE
Kurz nach dem Vorfall versammelten sich am Ort des Geschehens rund hundert Protestierende. Einige Demonstranten beschimpften Polizisten, die Schutzschilde trugen. Ein Mann hielt ein Schild mit der Aufschrift "Niemand ist sicher" und auf der anderen Seite "ICE Nazi" in die Höhe.
Die ICE-Behörde ist zum Symbol der harten Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump geworden. Bürgerrechtler kritisieren das Vorgehen der Behörde und fordern Rechenschaft. In diesem Jahr waren Beamte der Einwanderungsbehörden bereits an mehreren Schießereien beteiligt, darunter an der Tötung von zwei US-Bürgern in Minnesota. Seit Trumps Amtsantritt im vergangenen Jahr sind zudem mehr als 50 Menschen in ICE-Haft gestorben. Trump verteidigt sein Vorgehen mit dem Ziel, die innere Sicherheit zu verbessern.
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