USA: ICE soll Autokontrollen nach tödlichen Schüssen reduzieren

Zwei Todesfälle in einer Woche:ICE soll Autokontrollen nach tödlichen Schüssen reduzieren

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Die US-Behörde ICE darf künftig nur noch in Ausnahmefällen Fahrzeuge kontrollieren. Unter der derzeitigen Trump-Regierung wurden bereits mehrere Menschen bei ICE-Einsätzen getötet.

Demonstranten versammeln sich in der Nähe einer Einrichtung der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) in Scarborough, Maine

Hunderte Menschen haben in Maine gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE protestiert.

Quelle: AP

Nachdem innerhalb weniger Tage zwei Einwanderer bei ICE-Einsätzen getötet wurden, nimmt die US-Migrationsbehörde Medienberichten zufolge Änderungen an ihrer Vorgehensweise vor.

Ein Großteil der nicht dringend erforderlichen Fahrzeugkontrollen bei Einsätzen werde zumindest vorerst eingestellt, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf informierte Quellen.

Demonstranten halten Plakate hoch.

In den USA ist innerhalb von nur einer Woche ein zweiter lateinamerikanischer Migrant von ICE-Beamten erschossen worden. Er wurde offenbar verwechselt.

14.07.2026 | 2:27 min

Zwei Tote bei ICE-Einsätzen innerhalb weniger Tage

Zuvor war bei einem Einsatz im Bundesstaat Texas ein Einwanderer getötet worden. Wenige Tage später wurde in Maine ein Kolumbianer erschossen. Beide Vorfälle ereigneten sich im Rahmen von Fahrzeugkontrollen.

Polizeieinsatz auf der Canal Street in Houston, nachdem Schüsse gefallen waren.

Ein ICE-Beamter hat in Houston einen mexikanischen Einwanderer erschossen. Der Mann soll laut Behörden mit seinem Auto auf Beamte losgefahren sein. Das Ministerium hat Ermittlungen eingeleitet.

08.07.2026 | 0:37 min

Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums hatte sich beim jüngsten Fall in Maine der ICE-Beamte "Sorgen um die öffentliche Sicherheit" gemacht, als er auf den Kolumbianer geschossen hatte.

Zu dem Zeitpunkt hätten Beamte das Haus einer Person überwacht, die sich mutmaßlich illegal in den USA aufgehalten habe, schrieb das Ministerium auf der Plattform X. Als ICE versucht habe, ein Fahrzeug zu stoppen, das von dem Haus kam, habe der Fahrer versucht zu fliehen. Daraufhin habe der Beamte geschossen.

US-Heimatschutzministerium auf X

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Dieses Foto von Carol Guzy, dass eine ICE-Verhaftung zeigt, ist Weltpressefoto des Jahres.

Verzweifelte Kinder, die sich am T-Shirt des Vaters festklammern: Das diesjährige Weltpressefoto von Carol Guzy zeigt die kompromisslose Migrationspolitik der USA.

23.04.2026 | 1:16 min

Proteste und Ruf nach Ermittlungen

Die Kongressdelegation von Maine forderte eine "umfassende, transparente und zügige Untersuchung". Hunderte protestierten am Dienstag in Maine gegen die tödlichen Schüsse.

Die Demonstranten versammelten sich vor einem ICE-Haftzentrum in Scarborough nahe Biddeford, wo der Kolumbianer am Montag erschossen worden war. Einige Teilnehmer trugen Schilder mit Aufschriften wie "Stoppt den Mord" und "Beendet diesen Terror". Eine kleine Gruppe Gegendemonstranten störte kurzzeitig die Kundgebung.

das kapitol (r) ist neben dem friedensdenkmal (l) zu sehen.

Der US-Kongress hat weitere 70 Milliarden Dollar für die Einwanderungsbehörde ICE freigegeben. US-Präsident Trump kann so seine Vorhaben bei der Immigrationspolitik fortsetzen.

10.06.2026 | 0:26 min

Aktivisten: Getöteter hatte Arbeitserlaubnis

Bei dem getöteten Mann handelte es sich um den 26-jährigen kolumbianischen Staatsbürger Johan Sebastián Durán Guerrero, wie die kolumbianische Botschaft der AP mitteilte.

Laut Aktivistengruppen hatte der Kolumbianer eine Arbeitserlaubnis für die USA. Er war eines von mehreren Todesopfern bei ICE-Einsätzen seit Beginn der Massenabschiebungen durch die Regierung von Donald Trump.

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Quelle: AP, dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Zweiter Toter bei ICE-Einsatz binnen einer Woche" am 14.07.2026 um 14:55 Uhr.
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