USA: ICE soll Autokontrollen nach tödlichen Schüssen reduzieren

Mehrere Todesfälle in einer Woche:ICE soll Autokontrollen nach tödlichen Schüssen reduzieren

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Die US-Behörde ICE darf künftig nur noch in Ausnahmefällen Fahrzeuge kontrollieren. Unter der derzeitigen Trump-Regierung wurden bereits mehrere Menschen bei ICE-Einsätzen getötet.

Freunde und Verwandte halten eine Mahnwache für Sebastian Duran Guerrero ab

Nach einem weiteren tödlichen Einsatz im Bundesstaat Maine hat die US-Einwanderungsbehörde ICE ihre Vorschriften verschärft. Autokontrollen sollen nur noch in Ausnahmefällen stattfinden.

15.07.2026 | 0:23 min

Nachdem innerhalb weniger Tage zwei Einwanderer bei ICE-Einsätzen in den US-Bundesstaaten Maine und Texas getötet wurden, nimmt die US-Migrationsbehörde Medienberichten zufolge Änderungen an ihrer Vorgehensweise vor.

Ein Großteil der nicht dringend erforderlichen Fahrzeugkontrollen bei Einsätzen werde zumindest vorerst eingestellt, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf informierte Quellen.

Demonstranten halten Plakate hoch.

In den USA ist innerhalb von nur einer Woche ein zweiter lateinamerikanischer Migrant von ICE-Beamten erschossen worden. Er wurde offenbar verwechselt.

14.07.2026 | 2:27 min

Zwei Tote bei ICE-Einsätzen innerhalb weniger Tage

Zuvor war bei einem Einsatz in Texas ein Einwanderer getötet worden. Wenige Tage später wurde in Maine ein Kolumbianer erschossen. Beide Vorfälle ereigneten sich im Rahmen von Fahrzeugkontrollen.

Polizeieinsatz auf der Canal Street in Houston, nachdem Schüsse gefallen waren.

Ein ICE-Beamter hat in Houston einen mexikanischen Einwanderer erschossen. Der Mann soll laut Behörden mit seinem Auto auf Beamte losgefahren sein. Das Ministerium hat Ermittlungen eingeleitet.

08.07.2026 | 0:37 min

Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums hatte sich beim jüngsten Fall in Maine der ICE-Beamte "Sorgen um die öffentliche Sicherheit" gemacht, als er auf den Kolumbianer geschossen hatte.

Zu dem Zeitpunkt hätten Beamte das Haus einer Person überwacht, die sich mutmaßlich illegal in den USA aufgehalten habe, schrieb das Ministerium auf der Plattform X. Als ICE versucht habe, ein Fahrzeug zu stoppen, das von dem Haus kam, habe der Fahrer versucht zu fliehen. Daraufhin habe der Beamte geschossen.

US-Heimatschutzministerium auf X

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Proteste und Ruf nach Ermittlungen

Die Kongressdelegation von Maine forderte eine "umfassende, transparente und zügige Untersuchung". Hunderte protestierten am Dienstag in Maine gegen die tödlichen Schüsse.

Die Demonstranten versammelten sich vor einem ICE-Haftzentrum in Scarborough nahe Biddeford, wo der Kolumbianer am Montag erschossen worden war. Einige Teilnehmer trugen Schilder mit Aufschriften wie "Stoppt den Mord" und "Beendet diesen Terror". Eine kleine Gruppe Gegendemonstranten störte kurzzeitig die Kundgebung.

Dieses Foto von Carol Guzy, dass eine ICE-Verhaftung zeigt, ist Weltpressefoto des Jahres.

Verzweifelte Kinder, die sich am T-Shirt des Vaters festklammern: Das diesjährige Weltpressefoto von Carol Guzy zeigt die kompromisslose Migrationspolitik der USA.

23.04.2026 | 1:16 min

Aktivisten: Getöteter hatte Arbeitserlaubnis

Bei dem getöteten Mann handelte es sich um den 26-jährigen kolumbianischen Staatsbürger Johan Sebastián Durán Guerrero, wie die kolumbianische Botschaft der AP mitteilte.

Laut Aktivistengruppen hatte der Kolumbianer eine Arbeitserlaubnis für die USA. Er war eines von mehreren Todesopfern bei ICE-Einsätzen seit Beginn der Massenabschiebungen durch die Regierung von Donald Trump.

das kapitol (r) ist neben dem friedensdenkmal (l) zu sehen.

Der US-Kongress hat weitere 70 Milliarden Dollar für die Einwanderungsbehörde ICE freigegeben. US-Präsident Trump kann so seine Vorhaben bei der Immigrationspolitik fortsetzen.

10.06.2026 | 0:26 min

Neuer Todesfall im Kontext von ICE-Einsatz

Unterdessen gab es im Zusammenhang mit einem ICE-Einsatz erneut einen Todesfall. Eine Person sei am Dienstag beim Aufeinandertreffen unter anderem mit ICE-Beamten auf einem Tankstellenparkplatz im US-Bundesstaat Florida zu Fuß geflüchtet und in der Folge bei einem Verkehrsunfall gestorben, teilte die Autobahnpolizei von Florida mit.

Die Person, die mit drei anderen Insassen eines Wagens vor den Beamten geflüchtet war, sei auf einer Straße von einem Sattelzug erfasst und tödlich verletzt worden, hieß es weiter.

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Quelle: AP, dpa, AFP
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, darunter heute Xpress am 15.07.2026 ab 09:00 Uhr sowie ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Zweiter Toter bei ICE-Einsatz binnen einer Woche" am 14.07.2026 um 14:55 Uhr.
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