Einsatz von US-Einwanderungsbehörde:New York: ICE-Beamter schießt bei Festnahme auf Mann
Ein ICE-Beamter hat bei einem Einsatz in New York auf einen Mann geschossen. Der Vorfall löste Proteste aus. Für Bürgermeister Mamdani ist er "nicht zu rechtfertigen".
Ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE hat bei einem Einsatz in New York auf einen Mann geschossen und ihn verletzt. Bürgermeister Zohran Mamdani forderte die Abschaffung der Behörde.
09.10.2026 | 0:43 minEin Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE hat bei einer Festnahme in New York am Donnerstag (Ortszeit) einen Mann aus der Dominikanischen Republik angeschossen und verletzt.
"Der Mann ist am Leben und befindet sich in einem örtlichen Krankenhaus", schrieb das US-Heimatschutzministerium auf der Plattform X. Wie es zu den Schüssen kam, blieb zunächst unklar. Das Ministerium erklärte lediglich, ein ICE-Beamter habe während des Einsatzes seine Waffe abgefeuert und den Mann verletzt.
X-Post des Ministeriums
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Protest gegen ICE nach Schüssen
Der Vorfall ereignete sich im Viertel Marble Hill im Norden Manhattans. Augenzeugen berichteten von mehreren Schüssen. In sozialen Medien veröffentlichte Videos zeigen einen Mann, der nach dem Vorfall mit den Händen hinter dem Rücken auf dem Boden sitzt. Weitere Aufnahmen zeigen, wie Polizisten einen offenbar verletzten Mann in ein Polizeifahrzeug tragen.
Am Abend versammelten sich mehrere Menschen vor Ort zu einem Protest und forderten den Abzug der ICE-Beamten.
In Austin hat im September ein ICE-Beamter einen Mann angeschossen. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
21.09.2026 | 0:22 minHeimatschutzministerium kritisiert demokratisch regierte Städte
Das US-Heimatschutzministerium schrieb, der Mann sei ein "krimineller illegaler Einwanderer" und wegen schweren Diebstahls verurteilt. Im Dezember 2023 sei er von der New Yorker Polizei festgenommen, anschließend jedoch wieder freigelassen worden.
Das Ministerium machte dafür die aus seiner Sicht zu lasche Einwanderungspolitik demokratisch regierter Städte verantwortlich. Die Demokraten-Hochburg New York zählt zu den "sanctuary cities", also jenen Städten, die Einwanderer ohne Papiere vor der Abschiebung schützen.
Nach einem weiteren tödlichen Einsatz im Bundesstaat Maine hat die US-Einwanderungsbehörde ICE ihre Vorschriften verschärft. Autokontrollen sollen nur noch in Ausnahmefällen stattfinden.
15.07.2026 | 0:23 minMamdani fordert Ende der ICE-Einsätze
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani teilte mit, ersten Berichten zufolge hätten Einsatzkräfte das Auto des Mannes, in dem auch ein fünfjähriges Kind war, umringt. Dann seien mehrere Schüsse abgegeben worden. Das Kind blieb nach bisherigem Kenntnisstand körperlich unverletzt.
Mamdani nannte den Vorfall "nicht zu rechtfertigen und außerordentlich ernst". Er habe US-Präsident Donald Trump angerufen. "Wenn wir sprechen, werde ich fordern, dass er alle ICE-Einsätze in unserer Stadt einstellt. Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie ICE-Beamte unsere Gemeinden terrorisieren", schrieb Mamdani in der Mitteilung, die mit den Worten "Schafft ICE ab" endet. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul forderte eine umfassende und transparente Aufklärung.
X-Post von Mamdani
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ICE-Einsätze sorgen landesweit für Kritik
Trump rühmt sich gerne seines sehr harten Kurses gegen Migranten. Er fordert Massenabschiebungen und setzt dabei vor allem auf die umstrittene Bundesbehörde ICE, deren Beamte Razzien und Festnahmen übernehmen.
Besonders viel Kritik und landesweite Proteste gab es Anfang des Jahres, nachdem Schüsse von Bundesbeamten im Bundesstaat Minnesota zwei US-Amerikaner getötet hatten.
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