Ehemann schwer erkrankt:US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard tritt zurück
Die US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat ihren Rücktritt angekündigt. Als Grund nennt sie eine schwere Erkrankung ihres Ehemanns.
Trumps Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard tritt zurück (Archivbild)
Quelle: ImagoUS-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat ihren Rücktritt angekündigt. Als Grund nannte sie eine seltene Form von Knochenkrebs, an der ihr Mann erkrankt ist, wie aus einem von ihrer Mitarbeiterin veröffentlichten Brief an Präsident Donald Trump hervorgeht. "Ich muss mich aus dem öffentlichen Dienst zurückziehen, um an seiner Seite zu sein und ihn in diesem Kampf voll und ganz zu unterstützen." Sie wolle ihr Amt deshalb zum 30. Juni abtreten.
Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Unterschiedliche Auffassungen zu Trump rund um Iran
Als Geheimdienstkoordinatorin steht Gabbard an der Spitze der US-Nachrichtendienste und fungiert als Hauptberaterin des Präsidenten in nachrichtendienstlichen Angelegenheiten. Sie hatte das Amt zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit Anfang 2025 angetreten.
Zuletzt gingen die Meinungen Gabbards und Trumps rund um den Iran-Krieg öffentlich auseinander. So hatte der Präsident betont, dass sie eine gemäßigtere Haltung zum Thema Urananreicherung vertrete als er. Er hatte jedoch auch betont, dass dies nicht bedeutet, dass man nicht für ein Amt geeignet wäre. In seinem Netzwerk "Truth Social" lobte Trump Gabbard für einen "großartigen Job".
Der US-Präsident ist im Dauerangriff: Donald Trump und seine MAGA-Bewegung fordern Institutionen heraus. Strategie oder Chaos? Eine Analyse von ZDF-Korrespondent David Sauer.
13.05.2026 | 12:37 minZDF-Korrespondent: Gabbard "interne Kritikerin" von Trump
Washington-Korrespondent Elmar Theveßen erklärt bei ZDFheute live: "Gabbard ist eine von den internen Kritikern von Donald Trump gewesen in den letzten Wochen und Monaten." Sie sei gegen die Interventionen in Iran und Venezuela gewesen, so Theveßen.
Das heißt, sie war eigentlich schon innerhalb der Administration ein Stück weit isoliert.
Elmar Theveßen, ZDF-Korrespondent
Sie sei diesbezüglich an Entscheidungen im Sicherheitskabinett nicht beteiligt gewesen, "weil man wusste, dass sie eigentlich dagegen ist". Viele hätten mit ihrem Abschied gerechnet.
Im April war US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer zurückgetreten. Damit war sie die dritte Ministerin, die das Trump-Kabinett innerhalb von wenigen Wochen verlässt.
21.04.2026 | 0:42 minDer Rücktritt von Gabbard zeigt nach Einschätzung von Theveßen dennoch, "dass innerhalb der Administration ein Dissens vorhanden ist". Es habe in den vergangenen Wochen eine Reihe von Ministern gegeben, die zurückgetreten seien, "oder die möglicherweise auch bewusst rausgedrängt worden sind".
Also man sieht auch da: Innerhalb der Administration scheint es sich so ein bisschen aufzuteilen zwischen denen, die das kritisch sehen, was momentan im Gange ist, und vielleicht auch Konsequenzen ziehen, und denen, die absolut loyal weiterhin zum Präsidenten halten.
Elmar Theveßen, ZDF-Korrespondent
Gabbards Nachfolger steht bereits fest
Gabbard ist das bislang vierte Kabinettsmitglied, das in der zweiten Amtszeit Trump ausscheidet. Auf sie soll Aaron Lukas folgen, Gabbards "hoch angesehener" Stellvertreter, wie Trump ankündigte.
Mehr Politik aus den USA
Republikaner unterstützen Demokraten:US-Senat stimmt erstmals für mehr Mitsprache im Iran-Krieg
mit Video0:19Streit um Entschädigungsfond:Republikaner gegen mögliche Gelder für Kapitol-Stürmer
mit Video0:39- Analyse
Nach heftiger Kritik:Warum Trump Heimatschutzministerin Noem entlässt
Katharina Schuster, Washington D.C.mit Video0:25 - Analyse