"Mit Elon ist alles in Ordnung":Versöhnliche Töne nach Streit in Trumps Team
Tech-Milliardär Elon Musk hatte Trump-Berater Peter Navarro kürzlich als "Idioten" beschimpft. Nun scheint der Konflikt behoben. Navarro hat sogar ein Lob für den Tesla-Chef übrig.
Laut Donald Trumps Handelsberater Peter Navarro ist mit Elon Musk nach einem Streit wieder "alles in Ordnung".
Quelle: AFPDer von US-Milliardär Elon Musk als "Idiot" beschimpfte Handelsberater von Präsident Donald Trump, Peter Navarro, hat im Streit mit dem reichsten Menschen der Welt um die Zollpolitik versöhnliche Töne angeschlagen. Im US-Fernsehsender NBC sagte Navarro:
Ich wurde schon Schlimmeres genannt. Mit Elon ist alles in Ordnung.
Peter Navarro, US-Handelsberater
Musk leiste zusammen mit seinem Team "sehr gute Arbeit bei der Bekämpfung von Verschwendung, Betrug und Missbrauch", sagte Navarro. Damit leiste Trumps Effizienzberater einen "enormen Beitrag für Amerika".
Präsident Donald Trump hat angekündigt, sich am Montag zu seinen Sonderzöllen im Elektro-Bereich zu äußern. Auch zu möglichen Zöllen auf Halbleiter will er Stellung beziehen.
13.04.2025 | 0:21 minMusk: Navarro "dümmer als ein Sack Backsteine"
Musk hatte Navarro am Dienstag als "Idioten" beschimpft. Trumps Berater in Handelsfragen sei "dümmer als ein Sack Backsteine", schrieb Musk im Onlinedienst X. Er kommentierte damit ein Video, in dem Navarro über Musk sagt, er sei kein "Autobauer", sondern lediglich jemand, der Autos aus Teilen "zusammensetzt", die aus Asien importiert seien.
Musk hatte zuvor indirekt Trumps Zollpolitik kritisiert, als deren Architekt Navarro gilt. In einer Videobotschaft beim Parteitag der rechtspopulistischen Lega in Italien sagte er Anfang April, aus seiner Sicht sollten die USA und Europa idealerweise zu einer "Null-Zoll-Situation übergehen, um so eine Freihandelszone zwischen Europa und Nordamerika zu schaffen".
Die Zollpolitik von Donald Trump hat auch für deutsche Firmen spürbare Folgen. Besonders kleinere Exportunternehmen kämpfen mit höheren Kosten und sehen ihre Existenz bedroht.
11.04.2025 | 1:37 minSpannungen im Team Trump
US-Medien hatten bereits zuvor über wachsende Spannungen im Team Trump berichtet - Musk war etwa wegen seines rabiaten Vorgehens zur Senkung der Staatsausgaben kritisiert worden.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellte den öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Musk und Navarro als bloßes Männergehabe dar: "Jungs bleiben Jungs und wir werden ihr öffentliches Kräftemessen weiterlaufen lassen."
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