Iran: Trump sichert Demonstranten Hilfe zu - Teheran droht USA

Landesweite Proteste gegen Staatsführung:Trump sichert Demonstranten in Iran Hilfe zu - Teheran droht

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Die landesweiten Proteste in Iran gehen weiter: US-Präsident Donald Trump erklärt, die USA seien bereit, den Demonstrierenden zu "helfen" - Teheran reagiert mit Drohungen.

Proteste im Iran: brennende Barrikaden auf der Straße in Gorgan

Die autoritäre Staatsmacht in Teheran reagiert mit aller Härte. Zugleich mehren sich Hinweise auf diplomatische Initiativen. "Der Iran will verhandeln", sagte US-Präsident Trump.

12.01.2026 | 2:42 min

Iran droht dem Erzfeind Israel und den USA für den Fall eines US-Angriffs zur Unterstützung der landesweiten Protestbewegung gegen die autoritäre Staatsführung mit Gegenschlägen. Jede Attacke der USA werde zu Angriffen auf Israel und regionale US-Militärstützpunkte als "legitime Ziele" führen, zitierte der arabische Sender Alaraby auf X Irans Parlamentssprecher Mohammad Baqer Qalibaf.

Die seit Tagen anhaltenden Massendemonstrationen gegen die iranische Führung bezeichnete der Parlamentssprecher als einen von den USA inszenierten terroristischen Krieg gegen das Land. Teilnehmer an "Terrorakten" würden mit Gewalt verfolgt und die bei den Unruhen Festgenommenen bestraft.

Schaltgespräch mit Omid Nouripour

Um den Protestierenden zu helfen, müsse Deutschland mehr tun, um den Druck auf das Regime zu erhöhen, sagt Omid Nouripour. Die Revolutionsgarden gehörten auf die EU-Terrorliste.

11.01.2026 | 7:36 min

Trump zu Iran-Protesten: "Die USA sind bereit zu helfen"

US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor den Teilnehmern der andauernden Massenproteste gegen die Staatsführung in Iran Unterstützung zugesichert. "Iran strebt nach Freiheit, vielleicht wie nie zuvor. Die USA sind bereit zu helfen!!!", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Zudem teilte er dort einen Post, den der republikanische US-Senator Lindsey Graham auf X veröffentlicht hatte. Darin warnte Graham die iranische Staatsführung, dass ihre Brutalität gegenüber dem iranischen Volk nicht ohne Konsequenzen bleiben werde.

US-Präsident Donald Trump spricht während eines Treffens mit Vetretern von Öl- und Gasfirmen im Weißen Haus.

Präsident Trump postet auf Truth Social über seine Unterstützung für das iranische Volk.

10.01.2026 | 4:06 min

In einem weiteren Post schrieb der US-Senator zudem an das iranische Volk gerichtet: "Euer langer Alptraum geht bald zu Ende." Trump und allen, die die Freiheit liebten, sei ihr Mut und ihre Entschlossenheit, ihre Unterdrückung zu beenden, aufgefallen. Allen, die in Iran Opfer brächten, möge Gott beistehen, schrieb Graham weiter. "Hilfe ist unterwegs." Was er damit genau meinte, erläuterte er nicht.

X-Post von Lindsey Graham

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Trump warnt iranisches Regime

Trump hatte die Staatsführung bereits zuvor vor der Tötung von Demonstranten gewarnt. "Ich habe ihnen mitgeteilt, dass wir sie hart bestrafen werden, falls sie anfangen, Menschen zu töten, was sie während ihrer Unruhen, die ja häufig vorkommen, gerne tun", sagte er in einer am Donnerstag veröffentlichten Folge des Podcasts "The Hugh Hewitt Show". Die US-Regierung verfolge die Situation aufmerksam.

Demonstranten nehmen am 10. Januar 2026 in Frankfurt am Main an einem Protest gegen die iranische Regierung teil.

In Berlin und Frankfurt haben Hunderte Menschen gegen die iranische Regierung und für einen Machtwechsel demonstriert.

10.01.2026 | 0:46 min

Auch davor hatte Trump schon betont, dass die USA zu Hilfe kommen würden, sollte Iran friedliche Demonstranten töten. Der neue Post von Trump hebt sich insofern davon ab, als dass er die Hilfe nicht explizit in Zusammenhang mit Gewalt gegen Demonstranten setzt.

Aktivisten berichten von der mehr als hundert Toten

Wie das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA unterdessen berichtete, stieg die Zahl der bei den seit knapp zwei Wochen andauernden Massenprotesten getöteten Menschen auf 116. Mehr als 2.600 weitere Menschen seien festgenommen worden. Trotz einer nahezu vollständigen Internetsperre habe es Demonstrationen in 185 Städten des Landes gegeben.

Aktuelle Meldungen zu den Protesten in Iran finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Lage in Teheran spitzt sich zu
:Proteste in Iran: Hinrichtungen offenbar ausgesetzt

In Iran hat das Töten von Demonstranten laut US-Präsident Trump aufgehört. Außenminister Araghtschi bestätigt, es seien keine Hinrichtungen geplant. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Menschen blockieren am 9. Januar 2026 während eines Protests eine Straße in Teheran. Die landesweiten Demonstrationen richten sich gegen die Wirtschaftspolitik und die Regierung.
Liveblog
Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, unter anderem heute Xpress am 10.01.2026 ab 00:30 Uhr und am 11.01.2026 ab 09:30 Uhr.
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