Gegenseitige Angriffe in Nahost:Trump richtet neue Drohungen an Teheran
Für jeden toten US-Soldaten werde Iran um ein Vielfaches bezahlen müssen. Das ist die jüngste Trump-Drohung in Richtung Teheran. Derweil gibt es weiter gegenseitige Angriffe.
ZDF-Reporter Alexander Poel spricht von einer "Vergeltungsaktion" der USA auf Ziele in Iran. Seit zehn Nächten dauern die Angriffe nun an. Auch Iran meldet Gegenangriffe auf US-Einrichtungen.
21.07.2026 | 2:35 minInmitten anhaltender gegenseitiger Angriffe hat US-Präsident Donald Trump neue Drohungen gegen Teheran ausgesprochen:
Jedes Mal, wenn Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er dafür ein Vielfaches bezahlen.
Donald Trump, US-Präsident
Die US-Armee nahm derweil nach eigenen Angaben in einer neuen Angriffswelle iranische Kommandozentren ins Visier. Teheran meldete am Dienstagmorgen Attacken auf US-Einrichtungen in Bahrain und Kuwait. Zudem seien zwei Öltanker in der Straße von Hormus gestoppt worden.
Die USA haben ihre Angriffe auf Iran verstärkt. Als Reaktion auf iranischen Beschuss von US-Basen haben die USA etwa iranische Kommandozentren angegriffen.
20.07.2026 | 2:33 minTrump: Tote Soldaten um "Vielfaches" rächen
Trump erklärte in seinem Onlinedienst Truth Social, er habe der Armeeführung Anweisungen erteilt, jeden toten US-Soldaten um ein "Vielfaches" zu rächen.
Zugleich erklärte seine Sprecherin, dass der Präsident am Dienstagabend zu einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Delaware reisen werde, um der Ankunft der sterblichen Überreste kürzlich getöteter Soldaten auf US-Boden beizuwohnen.
In den vergangenen Tagen waren im Iran-Krieg drei US-Soldaten getötet worden. Zwei Tote gab es am Freitag bei iranischen Luftangriffen in Jordanien. Ein weiterer Soldat starb im Irak bei der Vernichtung von Munition aus einer iranischen Drohne. Insgesamt sind seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar 17 US-Militärangehörige getötet worden.
In der achten Nacht infolge beschießen die USA Ziele in Iran. Hintergrund ist der Tod zweier US-Soldaten in Jordanien. Beide Seiten sehen sich nicht mehr an die Waffenruhe gebunden.
19.07.2026 | 1:25 minFriedensabkommen gegenseitig aufgekündigt
Beide Seiten hatten sich im April eigentlich auf eine Waffenruhe geeinigt und im Juni ein Rahmenabkommen geschlossen, das ein endgültiges Friedensabkommen binnen 60 Tagen ermöglichen sollte.
Trump hatte vor gut einer Woche aber nach neuen gegenseitigen Angriffen die Waffenruhe für beendet erklärt. Am Samstag dann erklärte Teheran die Rahmenvereinbarung für hinfällig. Am Montag sagte Irans Präsident Massud Peseschkian, sein Land befinde sich in einem "vollumfänglichen Krieg" mit den USA.
Angriffe von beiden Seiten
In der Nacht zum Dienstag kam es erneut zu gegenseitigen Angriffen. Die US-Angriffe seien auf Anordnung von Trump als "Oberbefehlshaber" der Streitkräfte erfolgt, erklärte das für die Region zuständige Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X. Es seien "militärische Kommandozentralen, maritime Kapazitäten, Startanlagen für Raketen und Drohnen sowie Luftabwehrsysteme" attackiert worden. Damit sollte die Fähigkeit Irans geschwächt werden, "weiterhin Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen".
In Iran frage man sich nicht, ob, sondern wann US-Bodentruppen in Iran eingesetzt würden, sagt Expertin Diba Mirzaei. Auch Sicherheitskreise diskutierten dieses Szenario.
20.07.2026 | 2:47 minDie iranische Armee meldete ihrerseits, sie habe einen US-Stützpunkt in Kuwait angegriffen. "Die Bodentruppen der Armee nahmen die auf dem Stützpunkt Arifjan in Kuwait stationierten Himars-Raketensysteme der US-Terrorarmee mit Boden-Boden-Raketen ins Visier", erklärte die Armee nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna.
Iran: Öltanker gestoppt
Die Revolutionsgarden verkündeten zugleich, sie hätten zwei Luftabwehrsysteme und eine Radaranlage an US-Stützpunkten in Bahrain sowie Raketenabwehrsysteme, Radaranlagen und Satellitenempfangssysteme in Kuwait getroffen. In einer Erklärung hieß es:
Angesichts dieses Radarangriffs sollte sich der Feind auf noch entschlossenere und heftigere Wellen von Drohnen- und Raketenangriffen gefasst machen.
Statement iranische Revolutionsgarden
Die vierte Nacht in Folge fliegen die USA Luftangriffe auf Iran. US-Präsident Donald Trump droht weiter. Und fordert, dass Iran an den Verhandlungstisch kommt.
15.07.2026 | 54:38 minDie Revolutionsgarden stoppten den Angaben zufolge zudem zwei "nicht regelkonform agierende Öltanker". Nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) wurde vor der Küste Omans ein Tanker von einem "unbekannten Geschoss" getroffen. Der Vorfall habe sich rund 15 Kilometer nordöstlich von Limah im Oman ereignet.
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16.07.2026 | 40:08 minWichtiger Hinweis in eigener Sache
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