Scharfe Worte gegen Iran:"Völlig inakzeptabel": Trump weist Irans Friedensplan zurück
US-Präsident Donald Trump lehnt Irans Antwort auf den amerikanischen Friedensvorschlag als "völlig inakzeptabel" ab - und droht Teheran erneut mit Konsequenzen.
Trotz Waffenruhe liefert sich das US-Militär in der Straße von Hormus weiterhin Kämpfe mit den iranischen Revolutionsgarden.
08.05.2026 | 1:36 minUS-Präsident Donald Trump hält die Antwort Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für "völlig inakzeptabel". In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social schrieb er:
Ich habe gerade die Antwort der sogenannten "Vertreter" Irans gelesen. Das gefällt mir nicht - völlig inakzeptabel.
Donald Trump, US-Präsident
Iran reagiert kühl auf Trumps Druck
Weitere Details zu dem Vorschlag gab es nicht. Bereits Stunden zuvor hatte er in einem anderen Beitrag Teheran gedroht. "Die werden nicht mehr lange lachen!", hieß es.
In Iran zitierte die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Tasnim eine informierte Quelle, derzufolge Trumps Reaktion keinerlei Bedeutung habe. Niemand im Iran verfasse Vorschläge, um Trump zu gefallen, hieß es. Das Verhandlungsteam solle nur Vorschläge ausarbeiten, die im Interesse des iranischen Volkes seien.
Die Situation in der Straße von Hormus bleibt weiter angespannt. Trotz Waffenruhe liefern sich die USA und Iran kleinere Gefechte.
08.05.2026 | 1:47 minVerhandlungen über Hormus und Uranprogramm
Zuvor hatte Iran eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.
Der Staatssender Irib berichtete, der von Iran vorgeschlagene Text konzentriere sich auf die Beendigung der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon, sowie auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt. Dem regierungstreuen Sender Press TV zufolge betone der vom Iran vorgelegte Plan zudem die Notwendigkeit, dass die USA Kriegsreparationen zahlen müssten.
Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge bot die Führung in Teheran an, einen Teil ihres hochangereicherten Urans zu verdünnen und den Rest in ein Drittland zu bringen.
Experte: Iran hat nicht die Absicht, zu kapitulieren
Der Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb am Sonntag mit Blick auf Trumps Unzufriedenheit mit der jüngsten Antwort auf X, Iran habe weder jetzt noch in absehbarer Zeit die Absicht, zu kapitulieren oder Washingtons Forderungen zu akzeptieren. Selbst bei Wiederaufnahme der militärischen Konfrontation sei nicht zu erwarten, dass Teheran seinen Kurs ändere.
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Die einzig realistischen Wege zu einer Einigung seien entweder ein Kompromiss bei zentralen iranischen Forderungen - oder ein Regimewechsel in Iran. Für Letzteres müsste Washington enorme militärische, politische und wirtschaftliche Ressourcen bereitstellen.
Der US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs in Nahost ist von iranischen Staatsmedien wie eine Aufforderung zur Kapitulation Teherans aufgenommen worden. Eine Annahme hätte die Unterwerfung der Islamischen Republik unter die "überzogenen Forderungen" von US-Präsident Donald Trump bedeutet, kommentiert unter anderem der regierungstreue Sender Press TV.
Aus Sicht von US-Präsident Trump ist eine Einigung zwischen den USA und Iran bald möglich. Gleichzeitig drohte er mit heftigen Bombardierungen, sollte Iran der Vereinbarung nicht zustimmen.
07.05.2026 | 0:25 minZeichen von Entspannung in Straße von Hormus
Trotz der diplomatischen Blockade gab es in der Straße von Hormus eine leichte Entspannung: Der von QatarEnergy betriebene Tanker "Al Kharaitiyat" passierte die Route sicher in Richtung Pakistan. Es war das erste katarische Schiff mit Flüssigerdgas, das die Meerenge durchquerte, seit die USA und Israel den Krieg am 28. Februar begonnen hatten.
Zudem fuhr ein unter der Flagge Panamas fahrender Frachter auf einer von den iranischen Streitkräften ausgewiesenen Route durch die Wasserstraße.
Die Sicherheitslage in der Region bleibt jedoch fragil. Am Sonntag meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Kuwait den Abschuss oder das Eindringen von Drohnen in ihren Luftraum.
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