Richter: Trumps Ballsaal darf vorerst weitergebaut werden

Oberster Gerichtshof gibt grünes Licht:Richter: Trumps Ballsaal darf weitergebaut werden

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Trump darf weiterbauen: Ein Richter am Obersten Gerichtshof erlaubt vorübergehend die Bauarbeiten am neuen Ballsaal des Weißen Hauses. Denkmalschützer hatten dagegen geklagt.

Bauarbeiten an einem Hubschrauberlandeplatz (l.) und am Ballsaal des Weißen Hauses am 05.08.2026 in Washington D.C., USA.

Ein Blick auf die Baustelle für den geplanten Ballsaal des Weißen Hauses Anfang August.

Quelle: dpa

US-Präsident Donald Trump darf seinen umstrittenen Ballsaal auf dem Gelände des Weißen Hauses zunächst weiterbauen lassen. Der Vorsitzende Richter des Obersten Gerichtshofs der USA, John Roberts, erlaubte am Freitag eine Fortsetzung der Arbeiten, während der Supreme Court über einen Einspruch der Trump-Regierung berät.

Endgültige Gerichtsentscheidung steht noch aus

Diese ist in Kraft, bis eine Entscheidung des Gerichts in dem Fall vorliegt. Eine Erläuterung der Entscheidung oder eine Aussage, wann der Oberste Gerichtshof ein Urteil fällen will, blieb Roberts schuldig. Roberts, einer von neun Richtern am Supreme Court, unterzeichnete die Anordnung, da er für Berufungsverfahren in Washington zuständig ist.

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Der Rechtsstreit um das Vorhaben dauert schon länger an und beschäftigte bereits mehrere Gerichte. Zuletzt hatte ein Berufungsgericht in der Vorinstanz entschieden, dass Trump seinen Ballsaal nicht eigenmächtig bauen dürfe. Stattdessen müsse er eine Zustimmung im Kongress einholen. Ohne diese sei der Bau zu stoppen.

Diese Entscheidung wurde nun vorerst ausgesetzt. Trumps Regierung hatte argumentiert, dass der Präsident die uneingeschränkte Befugnis habe, das Weiße Haus und andere Bundesgebäude nach eigenem Ermessen zu renovieren.

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Bauvorhaben auch aus Steuermitteln finanziert

Das Projekt soll rund 400 Millionen Dollar kosten. Als Trump die Pläne für einen neuen Ballsaal erstmals ankündigte, hatte er erklärt, das Projekt werde durch private Spenden finanziert, darunter auch durch seine eigenen. Es kamen aber unter anderem neue Sicherheitsmaßnahmen für den Ballsaal hinzu, für die dann die Steuerzahler aufkommen sollten.

Die Arbeiter an der Baustelle zum Ballsaal seien 20 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche im Einsatz, erklärten Anwälte des Justizministeriums in Gerichtsunterlagen. Die Trump-Regierung gibt an, dass damit 65 Prozent der Arbeiten an dem geplanten 8.400 Quadratmeter großen Ballsaal abgeschlossen seien.

Die Grafik zeigt ein 3D-Modell des Weißen Hauses und den geplanten Neubau des Ostflügels. US-Präsident Donald Trump will einen großen Ballsaal im Weißen Haus und hat dafür den gesamten Ostflügel abreißen lassen.

Denkmalschützer hatten gegen das Projekt geklagt

Denkmalschützer waren gegen die US-Regierung vor Gericht gezogen, um Trumps Prestigeprojekt zu stoppen. Das Projekt ist wegen der Kosten, des Vergabeverfahrens und der Eingriffe in das historische Bauwerk des Weißen Hauses stark umstritten und war schon mehrfach Gegenstand von Gerichtsverfahren.

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Trump und sein Team argumentieren seit geraumer Zeit, der Ballsaal sei für die nationale Sicherheit notwendig. Mit dem Saal werde ein Ort mit besonderen Sicherheitsstandards geschaffen, um den Schutz des Präsidenten bei Veranstaltungen zu gewährleisten. Der neue Komplex trage auch zu mehr Schutz auf dem Gelände des Weißen Hauses bei.

Anwälte der Denkmalschutzorganisation National Trust for Historic Preservation warfen dem Weißen Haus zudem vor, durch die Beschleunigung der Bauarbeiten zu versuchen, den Entscheidungen der Gerichte zu entgehen.

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Quelle: AP, dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 07.08.2026 um 20:24 Uhr.

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