Sexueller Missbrauch und Verleumdung:Urteil rechtskräftig: Trump zahlt Millionen-Entschädigung
Alle juristischen Mittel sind ausgeschöpft: US-Präsident Trump muss Millionen als Entschädigung an eine frühere Journalistin zahlen - wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung.
US-Präsidenten Donald Trump muss mehr als fünf Millionen US-Dollar als Entschädigung an eine frühere Journalistin zahlen - wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung.
17.08.2026 | 0:39 minUS-Präsident Donald Trump ist mit seinem Einspruch gegen eine Entschädigungszahlung wegen sexuellen Missbrauchs und Verleumdung in letzter Instanz gescheitert. Das Gericht lehnte Trumps Antrag ab, eine Berufung gegen das Schadenersatzurteil zuzulassen. Das Urteil zu einer Zahlung in Höhe von 5 Millionen Dollar an die frühere Journalistin E. Jean Carroll ist damit rechtskräftig.
Trump musste Millionen-Summe bereits überweisen
Carrolls Anwältin zufolge hatte Trump bereits im Juli 5,6 Millionen Dollar (4,83 Millionen Euro) überwiesen - das entspricht der Summe zuzüglich Zinsen. Das Geld war auf einem Treuhandkonto hinterlegt worden, während Einsprüche gegen das Urteil liefen.
Ein Bundesrichter in New York ordnete die Auszahlung an, nachdem der Oberste Gerichtshof auch Trumps Rechtsmittel gegen das Urteil in erster Instanz vom Mai 2023 abgewiesen hatte.
Gericht: Sexueller Übergriff und Verleumdung
Ein Bundesgericht im New Yorker Bezirk Manhattan hatte Trump damals in einem Zivilprozess wegen eines sexuellen Übergriffs auf Carroll haftbar gemacht. Die Geschworenen sprachen der früheren Zeitungskolumnistin zwei Millionen Dollar wegen des Übergriffs und drei Millionen Dollar wegen späterer Verleumdung zu. Hinzu kamen seit der Entscheidung angefallene Zinsen.
Nirgendwo können sexuelle Affären und Missbrauchsvorwürfe eine solche Sprengkraft entwickeln wie in der Politik. Fünf Skandale, die weltweit Schlagzeilen gemacht haben.
26.02.2024 | 44:30 minCarroll hatte Trump vorgeworfen, sie 1996 in einer Umkleidekabine des New Yorker Luxuskaufhauses Bergdorf Goodman sexuell missbraucht zu haben. Als die Vorwürfe 2019 in einem Buch öffentlich wurden, bezeichnete Trump Carroll als "Verrückte" und warf ihr vor, zu lügen.
Trump bestreitet ein Fehlverhalten. Die Anwälte des Republikaners scheiterten mit einer Berufung und baten den Obersten Gerichtshof anschließend, diese Entscheidung zu überdenken. Dieser neue Antrag wurde jetzt abgelehnt.
Vollstreckung von weiterem Urteil noch ausgesetzt
Trump und das US-Justizministerium bemühen sich vor dem Gericht auch darum, ein weiteres Urteil im Fall Carroll aufheben zu lassen. Dieses sieht Schadenersatz in Höhe von 83 Millionen Dollar für die Kolumnistin vor. Dieses Urteil wurde in der Berufung bestätigt, seine Vollstreckung ist aber weiter ausgesetzt.
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