Keine Reue nach Angriff in Florida 2024:Attentatsversuch auf Trump: Lebenslange Haft für Routh
Er hatte zwar nicht abgedrückt, aber er wollte offenbar Donald Trump töten. 2024 war er in Florida festgenommen worden. Jetzt kommt Ryan Routh lebenslang hinter Gitter.
Unter Polizeischutz wurde im US-Bundesgericht in Fort Pierce das Urteil gegen den Angeklagten Ryan Routh verlesen.
Quelle: epaIm Prozess um das 2024 versuchte Attentat auf den damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ist der Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt worden. US-Bezirksrichterin Aileen Cannon folgte am Mittwoch in Florida dem Antrag der Staatsanwaltschaft.
Diese hatte argumentiert, der Angeklagte Ryan Routh habe keine Reue gezeigt und sich auch nicht bei den Menschen entschuldigt, die er in Gefahr gebracht habe.
Die Geschworenen hatten ihn im September in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Richterin Cannon sprach von einer "vernünftigen Strafe" für Ryan Routh. Sie diene dazu, "die Öffentlichkeit vor zukünftigen Straftaten" Rouths zu schützen.
Der Amerikaner Ryan Routh ist in Florida zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll im September 2024 ein Attentat auf Donald Trump vorbereitet haben, das der Secret Service verhinderte.
05.02.2026Staatsanwaltschaft: Totale Missachtung des Gesetzes
Rouths Verteidiger Martin Roth hatte 20 Jahre Gefängnis zusätzlich zu einer siebenjährigen Haftstrafe beantragt, die für eine Verurteilung wegen Verstoß gegen das Waffenrecht vorgeschrieben ist.
Eine angemessene Strafe müsse es dem 59-jährigen Angeklagten ermöglichen, vor seinem Tod freizukommen, erklärte er. Die Staatsanwaltschaft verwies dagegen auf die Vorstrafen des Angeklagten.
Sein Leben zeugt von einer nahezu totalen Missachtung des Gesetzes.
Staatsanwaltschaft Florida
Kurz nach dem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump in Florida kommt es zu politischen Schuldzuweisungen.
17.09.2024 | 1:59 minRouth soll Trump mit Waffe aufgelauert haben
Die Staatsanwaltschaft hatte Routh vorgeworfen, wochenlang eine Ermordung Trumps geplant zu haben und diesem am 15. September 2024 in einem Gebüsch außerhalb von dessen Golfplatz in West Palm Beach mit einer Waffe aufgelauert zu haben. Ein Beamter des Secret Service entdeckte Routh, bevor Trump in Reichweite kam, und eröffnete das Feuer.
Routh floh, ohne selbst einen Schuss abgegeben zu haben. Vor Gericht argumentierte er deshalb, dass die Anklage keinen Attentatsversuch nachgewiesen habe, denn auf den öffentlichen Wegen außerhalb des Zauns habe jeder das Recht, sich mit einer Waffe aufzuhalten. Rouths Verteidiger Roth argumentierte, sein Mandant habe sich im entscheidenden Moment entschieden, nicht abzudrücken.
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