Ablehnung bei Volksabstimmung:Hochrechnungen: Schweizer gegen Senkung von Rundfunkbeitrag
Per Volksentscheid hat die Schweiz gegen eine weitere Reduzierung des Rundfunkbeitrags gestimmt. Erste Hochrechnungen zeigen deutlichere Ergebnisse als erwartet.
In der Schweiz haben sich die Menschen heute per Volksabstimmung gegen eine Reduzierung des Rundfunkbeitrags entschieden.
08.03.2026 | 1:14 minIn der Schweiz ist eine Volksabstimmung über die deutliche Reduzierung des Rundfunkbeitrags nach ersten Hochrechnungen deutlich gescheitert. Die Ablehnung des Vorschlags lag nach einer ersten Hochrechnung bei rund 62 Prozent und fiel damit deutlicher als erwartet aus, wie das Politik- und Kommunikationsforschungsinstitut gfs.bern beim Fernsehsender SRF berichtete.
Der Sender gehört zum Medienhaus SRG, das durch die Abgabe finanziert wird. Die SRG hat einen gesetzlichen Informationsauftrag und produziert Radio- und Fernsehprogramme in den vier Landessprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.
Die SRG sowie mehr als 1.000 Universitätsprofessoren hatten gegen die Kürzung der Beiträge argumentiert. Ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk sei für die Meinungsbildung, die Demokratie und den Zusammenhalt der Gesellschaft wichtig.
In der Schweiz müssen die Bürger entscheiden: Sollen die Abgaben für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG stark gekürzt werden? Hier die Gründe von Gegnern und Befürwortern.
04.03.2026 | 2:11 minRegierung plant bereits geringeren Rundfunkbeitrag bis 2029
Kritiker wollten die Medienabgabe von heute 335 Franken im Jahr auf 200 Franken (222 Euro) senken und Unternehmen ganz befreien. Das sollte Haushalte entlasten. Sie wollten, dass die SRG Programme eindampft, damit private Anbieter beispielsweise bei Sport und Unterhaltung mehr Raum haben. Der niedrigere Beitrag hätte in etwa dem entsprochen, was Haushalte in Deutschland als Beitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio zurzeit zahlen.
Auch in Deutschland wird immer wieder über den Rundfunkbeitrag diskutiert. Im letzten Jahr wurde zudem eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht verhandelt.
15.10.2025 | 1:41 minUnabhängig von der Volksabstimmung hatte die Schweizer Regierung bereits eine Senkung des Beitrags auf 300 Franken bis 2029 beschlossen. Zudem werden mehr Unternehmen von der Abgabe ausgenommen.
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