Konflikt zwischen Huthi und Saudi-Arabien:Neuer Angriff auf Flughafen Riad, Ministerin Reiche sitzt fest
Nach dem Angriff am Samstag mit zwölf Toten ist Riads Flughafen erneut getroffen worden. Von den Folgen betroffen: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Sie sitzt in Riad fest.
Der internationale Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist am Sonntag erneut von einem Geschoss getroffen worden. (Archivbild)
Quelle: AFPNach einem Angriff mit zwölf Toten und Hunderten Verletzten ist der internationale Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad am Sonntag erneut angegriffen worden. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die jemenitische Huthi-Miliz erklärte, ein Geschoss sei im Terminal 4 des Flughafens eingeschlagen und habe einen Brand ausgelöst.
Die Luftabwehr habe zudem "einen Marschflugkörper in der Nähe des Flughafens abgefangen und zerstört", teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki mit.
Wirtschaftsministerin Reiche sitzt in Riad fest
Von den Folgen des Angriffs ist auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) betroffen: "Aufgrund der Sperrung des Flughafens kann die für morgen geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden", teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Zuvor hatte die "Bild" berichtet.
Reiche befand sich schon vor dem Angriff auf Konferenzen in Riad. Derzeit werde die notwendige Logistik für ihre Rückkehr zwischen den beteiligten Ministerien und Behörden abgestimmt. Wie das gelingen soll, ist derzeit noch offen. Es würden auch "alternative Rückreisemöglichkeiten geprüft", hieß es aus dem Ministerium.
Bei einem Luftangriff auf den Flughafen in Riad wurden zwölf Menschen getötet. Es ist der schwerste Angriff auf Saudi-Arabien seit mehr als zehn Jahren. ZDF-Korrespondentin Golineh Atai berichtet.
11.10.2026 | 1:21 minZwölf Tote bei Angriff auf Riad am Samstag
Bei dem Angriff in Riad vom Samstag kamen zwölf Menschen ums Leben. Mehr als 300 weitere wurden verletzt. Mittlerweile hat sich die Huthi-Miliz im Jemen zu dem Angriff bekannt.
Bei den Todesopfern handelte es sich laut einer Mitteilung der saudischen Behörden um vier saudische Staatsangehörige, zwei Staatsbürger aus Bangladesch sowie jeweils einen Menschen aus den palästinensischen Gebieten, den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien und dem Sudan. Die Verletzten würden in mehreren Krankenhäusern behandelt.
Mindestens zwölf Menschen sind bei einem Angriff am Flughafen in Riad getötet worden. Saudi-Arabien macht die Huthi-Miliz verantwortlich. Eskaliert der Konflikt? – ZDFheute live.
11.10.2026 | 22:54 minEskalation zwischen Huthi und Saudi-Arabien
Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der von Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen war zuletzt weiter eskaliert. Nach der Attacke auf Riad hat Saudi-Arabien nach Angaben der Huthi-Miliz den Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa angegriffen. Saudische Kampfjets hätten den Airport bombardiert, berichtete die von den Huthi kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Über Opfer oder Schäden gab es zunächst keine Angaben. Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht.
Das von den Huthi kontrollierte Gesundheitsministerium teilte außerdem mit, bei einem mutmaßlich saudischen Luftangriff auf ein Haus in Sanaa seien ein Kind getötet und sechs Menschen verletzt worden. Von saudischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme zu diesen Angaben.
Trump prüft militärisches Eingreifen der USA
Kurz nach dem Angriff erklärte US-Präsident Donald Trump, er prüfe, ob sich die USA den saudischen Angriffen auf die Miliz anschließen sollten. Später teilte Trump mit, er plane ein Gespräch mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Auf die Frage, ob die USA eingreifen könnten, antwortete Trump: "Das werden wir sehen."
Huthi warnen Flugreisende
Der militärische Sprecher der Huthi, Jahja Sari, warnte Fluggesellschaften und Reisende bei X, saudische Flughäfen und den saudischen Luftraum zu nutzen. Davon ausgenommen seien die Flughäfen in den Städten Mekka und Medina.
Arabische Länder wie der Irak, der Libanon und Syrien verurteilten den Angriff auf den Flughafen in Riad ebenso wie UN-Generalsekretär António Guterres und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. "Angriffe von Irans Stellvertretern treiben die Region in eine Spirale der Gewalt", schrieb von der Leyen am Sonntag auf X.
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