Widerstand gegen Trump: "No Kings"-Proteste vor den Midterms

Widerstand gegen Trump in den USA:"No Kings": Landesweite Proteste vor den Midterms

von Victoria Weskamp, Washington

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Wenige Wochen vor den Midterms demonstrierte die "No Kings"-Bewegung erneut landesweit gegen Donald Trumps Politik. Diesmal stand die Mobilisierung von Wählern im Mittelpunkt.

No Kings Protest Washington

Am Samstag sind erneut Menschen gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump auf die Straße gegangen. Allerdings weniger als bei den letzten drei Protesttagen.

18.10.2026 | 0:55 min

"Trump muss weg. Jetzt!" und "Wählt für eine Veränderung" steht auf den Plakaten in Washington, D.C. Hunderte haben sich am Samstag am Lincoln Memorial versammelt. Auch andernorts in den USA wird demonstriert. Gut zwei Wochen vor den Midterms wollen die Teilnehmer vor allem Wähler mobilisieren.

Wogegen richtet sich "No Kings"?

Die 2025 entstandene Protestbewegung "No Kings", also "Keine Könige", richtet sich gegen US-Präsident Donald Trumps autoritären Regierungsstil. Sie kritisiert insbesondere seine Migrationspolitik und den Umgang mit demokratischen Institutionen. Gina verlor nach eigenen Angaben durch Stellenkürzungen der Trump-Regierung ihren Job:

Seit ich arbeitslos bin, fällt es mir in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage unglaublich schwer, wieder auf die Beine zu kommen. Ich bin außerdem eine Schwarze Frau und Einwanderin. Und ich würde lieber nicht noch einmal für diese Regierung arbeiten, weil sie buchstäblich nach Menschen wie mir sucht, um uns loszuwerden.

Gina

Präsident Donald Trump hält eine Rede.

US-Präsident Trump setzt per Dekret neue Sanktionen gegen Russland aus. Geplant waren höhere Zölle auf russische Waren und Strafen für Länder, die russische Energie kaufen.

17.10.2026 | 1:44 min

Student Jay aus Indiana kritisiert den Umgang der Regierung mit queeren Menschen:

Diese Regierung hat der LGBTQ+-Community schlimme Dinge angetan, vorallem Menschen, die trans sind. Es gibt so viele Leute, die vom Militär ausgeschlossen wurden, die ihrem Land aber jahrelang gedient haben. Ich finde das furchtbar.

Jay, Student

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, beobachtet, wie US-Präsident Donald Trump (nicht im Bild) vor seinem Aufbruch vom Weißen Haus in Richtung Alaska mit Reportern spricht – Washington, D.C., USA, 13. Oktober 2026.

US-Präsident Trumps neue Presse-Sprecherin Katie Zacharia ist nur wenige Tage nach Amtsantritt zurückgetreten. Bezüglich ihres juristischen Werdegangs hatte sie sich in Widersprüche verstrickt.

17.10.2026 | 0:21 min

Weniger Menschen bei Protesten als in der Vergangenheit

Im Vergleich zu früheren "No Kings"-Protesten fiel die Beteiligung bei der Demonstration in Washington diesmal geringer aus. Für die Organisatoren zählt jedoch nicht allein die Teilnehmerzahl. "Es geht nicht darum, ob zehn Millionen Menschen kommen", sagte Susan Douglas von Third Act DMV vorab gegenüber dem Sender NBC. Wichtiger sei, über die Wahl zu informieren und Menschen an die Stimmabgabe zu erinnern.

Auch Demonstrantin Charlotte appelliert an Unentschlossene: "Wir wollen allen bewusst machen, wie wichtig diese Wahl ist. Wenn ihr darüber nachdenkt, wählen zu gehen, dann tut es bitte."

Polly ist auch um künftige Generationen, wie die ihrer Tochter besorgt: "Meine Tochter geht nächstes Jahr aufs College (…) und mit Blick auf den Fall der Cornell Seven will ich sichergehen, dass wir alle auf die Straße gehen und gegen das Patriarchat kämpfen, das in diesem Land auf dem Vormarsch ist und so einen Fall toleriert."

Der Vorfall rund um die "Cornell Seven" sorgte zuletzt landesweit für Aufsehen. Eine ehemalige Cornell-Studentin wirft sieben Mitgliedern einer Studentenverbindung vor, sie 2024 vergewaltigt zu haben. Angeklagt wurde bislang keiner der Männer.

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Die Hoffnungen der Demonstranten sind groß: Für Julie sind es zum Beispiel die Kosten für Gesundheit, die ihr im Hinblick auf die Wahl am Herzen liegen: "Die Kosten für die Gesundheitsversorgung sind gestiegen. Meine haben sich verdoppelt, seit Trump Präsident ist. Es ist wichtig, wählen zu gehen, um die Dinge zu erreichen, an die ich glaube."

Die Leute müssen verstehen, wie wichtig Wählen ist. Das ist das einzige, das uns noch bleibt.

Joe

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Trump-Kritik und Streit um Instagram-Account

Trump hatte die Demonstrationen bereits mehrfach heruntergespielt. Nach landesweiten "No Kings"-Protesten 2025 erklärte er, die Teilnehmer seien nicht repräsentativ für die amerikanische Bevölkerung.

Für Aufregung sorgte am Samstag auch die vorübergehende Sperrung des Instagram-Accounts der "No Kings"-Bewegung. Nach Angaben der Organisatoren wurde das Konto gegen 13:30 Uhr ohne Erklärung deaktiviert. Sie warfen Meta und der Trump-Regierung vor, ihre Proteste unterdrücken zu wollen. Gegen 15:03 Uhr war der Account wieder erreichbar.

Ob sich ein Einfluss der Protestbewegung auch an den Wahlurnen bemerkbar macht, wird sich am 3. November zeigen.

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Über dieses Thema berichtete ZDFheute in dem Beitrag "'No-KIngs'-Demos in Washington" am 18.10.2026 um 01:04 Uhr.

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