Gespräch im Weißen Haus:Trump und Netanjahu: Wie geht's weiter mit Iran
Gespräch unter Freunden über brisante Entwicklungen: US-Präsident Trump und Israels Staatschef Netanjahu reden im Weißen Haus über ihre Optionen bei den Verhandlungen mit Iran.
Israels Ministerpräsident Netanjahu ist zu einem Besuch in Washington eingetroffen. Dort will er mit US-Präsident Trump über die Atomverhandlungen mit Iran beraten.
11.02.2026 | 0:14 minIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist von US-Präsident Donald Trump zu einem Treffen im Weißen Haus empfangen worden. Hauptthema des Gesprächs sind die laufenden Atomverhandlungen mit dem Iran. Netanjahu will Trump nach eigenen Angaben zu größtmöglichem Druck auf Teheran drängen. Eine Pressebegegnung war zunächst nicht vorgesehen. Es ist bereits das siebte Treffen der beiden Politiker seit Trumps Amtsantritt.
Im Gespräch mit Israels Regierungschef Netanjahu könnte es auch um die Begrenzung der ballistischen Raketen Irans gegangen sein, sagt US-Korrespondent Elmar Theveßen in Washington.
11.02.2026 | 1:29 min"Deshalb wird ein Militärschlag wahrscheinlicher"
Auch am Abend gab es noch keine Ergebnisse. Das Treffen finde unter strikter Geheimhaltung statt, berichtet ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen und erläutert die Hintergründe:
Netanjahu will Trump davon abbringen, dass es am Ende einen Deal geben könnte mir dem iranischen Regime, der nicht im Interesse Israels ist.
ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen
Vor 47 Jahren endete die Monarchie in Iran – abgelöst durch das Mullah-Regime. Nur Tage nach der brutalen Niederschlagung von Protesten ruft Irans Führung heute zum Feiern auf.
11.02.2026 | 2:32 minDie israelische Regierung wolle einen Komplettverzicht auf das Atomprogramm, Rückzug der ballistischen Raketen und keine Unterstützung mehr für Terrorgruppen in der Region, erklärt Theveßen. Zuletzt habe Trump angedeutet, eventuell Sanktionen aufzuheben. Aber: "Beide Seiten sind sich einig darüber, dass der Iran letzte Woche über nicht mehr als dieses Atomprogramm verhandeln wollte. Deshalb wird ein Militärschlag wahrscheinlicher.
Es verdichten sich Anzeichen, dass es in den nächste Tagen wirklich zu solchen Militärschlägen kommen könnte.
ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen
Dieser diene allerdings möglicherweise nicht nur dazu, das Atomprogramm zu treffen, sondern auch die ballistischen Raketen oder gar einen Regimewechsel herbeizuführen, resümiert Theveßen.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump sprechen über das iranische Atomprogramm. Einschätzungen von Elmar Theveßen.
11.02.2026 | 1:14 minNetanjahu sagte vor dem Treffen, "Teil jeglicher Verhandlungen" mit Teheran müssten eine Begrenzung der ballistischen Raketen und das "Einfrieren der Unterstützung für die iranische Achse" sein.
Verhandlungen im Oman
Vertreter der USA und Irans hatten vergangene Woche in Omans Hauptstadt Maskat neue Verhandlungen begonnen. Trump stellte eine Fortsetzung in Aussicht - ein Termin dafür steht bisher aber nicht fest. Der US-Präsident hielt gleichzeitig auch seine militärischen Drohungen gegenüber Iran aufrecht, sollte es nicht zu einem Deal kommen.
Zum Jahrestag der Islamischen Revolution von 1979 entschuldigt sich Präsident Peseschkian bei den Demonstranten für die erlittene Gewalt– und kritisiert gleichzeitig den Westen.
11.02.2026 | 1:46 minNetanjahu wollte bei dem Treffen mit Trump auf Forderungen seines Landes an ein mögliches Abkommen der USA mit Iran pochen. Israel sieht im iranischen Atom- und Raketenprogramm seine größte existenzielle Bedrohung. Teheran will dagegen nur über das Atomprogramm verhandeln.
Bei einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio hatte Netanjahu vor den Gesprächen mit Trump formell ein Schreiben über seinen Beitritt zum "Friedensrat" unterzeichnet. Das von Trump eingerichtete Gremium soll für den Wiederaufbau und die Nachkriegsordnung im zerstörten Gazastreifen zuständig sein. Den Vorsitz hat Trump selbst.
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