Verhandlungen im Oman:Trump lobt Gespräche mit Iran - nächste Runde angekündigt
Verhandlungen zwischen den USA und Iran sind laut US-Präsident Donald Trump positiv verlaufen. Einen Termin für die nächste Gesprächsrunde soll es schon geben.
Unter Vermittlung Omans endete die erste Gesprächsrunde zwischen USA und Iran. Die USA fordern das Ende von Irans Atomprogramm. Irans Außenminister sprach von einem "guten Beginn".
06.02.2026 | 2:57 minUS-Präsident Donald Trump hat weitere Gespräche zwischen Vertretern seiner Regierung und der Regierung Irans für Anfang nächster Woche angekündigt. Die Verhandlungen mit der Delegation aus Teheran am Freitag seien "sehr gut" gelaufen, sagte er am Abend (Ortszeit) an Bord des Regierungsfliegers Air Force One auf dem Weg in den US-Bundesstaat Florida.
Wir hatten ebenfalls sehr gute Gespräche über den Iran, der Iran scheint sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu schließen.
Donald Trump, US-Präsident
Für den Fall, dass ein Deal nicht zustande kommen sollte, drohte Trump erneut mit Konsequenzen. Iran dürfe keine Atomwaffen haben, bekräftigte er seine bekannte Position.
Die USA hätten jederzeit ihren Flugzeugträger im Indischen Ozean griffbereit, sagt Iran-Experte Walter Posch. Beide Seiten handelten zurzeit aber "besonnen".
06.02.2026 | 18:55 minIrans Außenminister Araghtschi: "Es war ein guter Anfang"
Unter Vermittlung des Golfstaats Oman hatten die USA am Freitag eine neue Verhandlungsrunde mit Iran aufgenommen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte dem heimischen Staatsfernsehen danach: "Es war ein guter Anfang." Laut Araghtschi konzentrierten sich die Gespräche ausschließlich auf die Atomfrage. Bei seiner Antwort auf die Frage des Moderators, ob und wann die Gespräche fortgesetzt würden, legte er sich nicht fest.
Bei den Treffen hatten die Delegationen der verfeindeten Staaten nicht direkt miteinander konferiert, sondern über Vermittler des Oman.
Die Menschen in Iran sähen in den Gesprächen mit den USA ein Ablenkungsmanöver für die Situation im Land, sagt ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa.
06.02.2026 | 3:32 minUSA halten Druck hoch: Trump droht mit Strafzöllen gegen Handelspartner Irans
Die USA hatten bis zu Trumps Äußerungen keine offiziellen Stellungnahmen zum Verlauf des Treffens abgegeben. Per Dekret drohte der US-Präsident danach aber mit Strafzöllen gegen Handelspartner Irans, die sich seine Regierung vorbehält. Laut der Anordnung sollen Zölle auf Importe in die USA erhoben werden können, die aus Ländern stammen, die Waren oder Dienstleistungen aus der Islamischen Republik beziehen. Konkrete Ländernamen nannte Trump nicht, als Beispiel für die Höhe der Zölle nannte er 25 Prozent.
Damit erhöhte Trump einmal mehr den Druck auf Iran. Der Republikaner hatte der Führung in Teheran zuletzt mehrfach gedroht und dies unter anderem mit dem brutalen Vorgehen der Staatsgewalt gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten begründet.
Immer wieder macht er auch klar, dass ihm das umstrittene Atomprogramm Irans ein Dorn im Auge ist. Er drohte mit einer Militärintervention und schickte unter anderem den Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" in den Persischen Golf.
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