Bürgermeister Frey: Abzug einiger Bundesbeamter aus Minneapolis

Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE:Bürgermeister: Abzug einiger Bundesbeamter aus Minneapolis

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Einige Bundesbeamte sollen Minneapolis verlassen. Auch der umstrittene Grenzschutz-Kommandeur Bovino könnte unter ihnen sein. Auf ihn soll jedoch ein anderer Hardliner folgen.

Mahnwache für Alex Pretti.

Nachdem Mitarbeiter der Grenzschutz-Behörde am Samstag den 37-jährigen Alex Pretti erschossen haben, wächst die Wut in den USA. Auch von den Republikanern kommt zunehmend Kritik.

26.01.2026 | 1:42 min

Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, hat den Abzug einiger Beamter bestätigt, die an den umstrittenen Einsätzen der Grenzschutzbehörde CBP und der Einwanderungsbehörde ICE beteiligt sind.

Er habe US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat gebeten, die Aktivitäten der Behörden in der Stadt zu beenden, teilte Frey mit. Trump habe ihm zugestimmt, dass die aktuelle Situation so nicht weitergehen könne. Einige Bundesbeamte würden Minneapolis ab Dienstag verlassen, erklärte Frey. Er werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass andere ebenfalls gehen müssten.

Jacob Frey, Bürgermeister von Minneapolis, auf X

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Trump schrieb in den sozialen Medien, dass er ein gutes Gespräch mit Frey geführt habe. "Viele Fortschritte werden erzielt!", ergänzte er. Zuvor hatte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt die regierenden Demokraten im Bundesstaat Minnesota für die Gewalt verantwortlich gemacht. Der eigentliche Grund für die "Tragödie" sei der "feindliche Widerstand" der Demokraten gegen die Abschiebepolitik Trumps, sagte sie in Washington.

Menschen besuchen stehen an der gedenkstätte von Renee Good. Polizei-Absperrband ist im Vordergrund zu sehen

Nach dem zweiten tödlichen Schusswaffeneinsatz durch US-Bundesbeamte in Minneapolis werden die Rufe nach umfassenden Ermittlungen zu dem Fall lauter – auch unter den Republikanern.

26.01.2026 | 3:04 min

Muss auch Grenzschutz-Kommandeur Bovino gehen?

Unter den Bundesbeamten, die Minneapolis am Dienstag verlassen sollen, soll der umstrittene Kommandeur der Grenzschutzbehörde, Gregory Bovino, sein. Das berichten die US-Sender CNN und CBS News. Sie stützen sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Eine Sprecherin des Heimatschutzministeriums (DHS) wies die Berichte jedoch auf der Plattform X zurück.

Bovino hat umstrittene Razzien gegen Einwanderer in mehreren US-Städten geleitet und gilt inzwischen als das Gesicht der harten Migrationspolitik der Trump-Regierung.

Die Kritik an Bovino wurde lauter, als er die tödlichen Schüsse eines Beamten der Border Patrol auf den US-Bürger Alex Pretti am Samstag in Minneapolis öffentlich verteidigte und dem Getöteten die Schuld an der Eskalation zuwies. Er hatte nach dem Tod Prettis in einem CNN-Interview gesagt, dass die Beamten die "Opfer" seien. Auch wegen seines rigorosen Auftretens, gekleidet mit einem auffälligen Mantel, hatten Kritiker Vergleiche zu Nazi-Methoden gezogen. Bovino hatte das zurückgewiesen.

People take a moment at the memorial where Alex Pretti was fatally shot by federal agents in south Minneapolis, Minnesota, USA, 26 January 2026. Pretti is the second person killed by federal officers in Minneapolis this month.

Die Proteste gegen die US-Einwanderungspolizei ICE in Minneapolis gehen weiter. Verantwortlich für das harte Vorgehen ist Gregory Bovino, der sich selbst schwer bewaffnet zeigt.

27.01.2026 | 2:23 min

Trump schickt Ex-ICE-Leiter Homan nach Minneapolis

Die Medienberichte über seinen geplanten Abzug folgten wenige Stunden auf die Ankündigung von Trump, dass er den früheren kommissarischen Leiter der Einwanderungsbehörde ICE, Tom Homan, in den Bundesstaat Minnesota schickt. Regierungssprecherin Leavitt fügte an, dass Homan die Einsätze vor Ort überwachen solle. Homan ist schon länger mit der Oberaufsicht über Trumps Abschiebepolitik betraut und gilt als Hardliner.

Die Ankündigung kam nach einem Telefonat zwischen Trump und Minnesota-Gouverneur Tim Walz. Der Demokrat hatte von der US-Regierung gefordert, dass sie die zu Tausenden für Abschiebe-Razzien in die Stadt geschickten Bundesbeamten abziehen soll.

Die tödlichen Schüsse und die Reaktion der Trump-Regierung auf die Vorfälle hatten zu Entsetzen und wütenden Protesten geführt. Politiker der oppositionellen Demokraten fordern umfassende Aufklärung sowie ein Ende der Abschiebe-Razzien in Minneapolis, bei denen der Grenzschutz mit der Einwanderungsbehörde ICE zusammenarbeitet.

Quelle: AP, AFP, dpa
Über das Thema berichtete das heute journal update am 27.01.2026 um 00:10 Uhr.

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