Karten und Grafiken:Midterms in den USA: Die Ergebnisse der Wahlen live
von Luisa Billmayer, Robert Meyer, Marie Ries und Moritz Zajonz
Es war ein Stimmungstest für Donald Trump und die Republikaner: Sie haben ihre Mehrheiten im Kongress verloren. Die Ergebnisse der Midterms live in Grafiken.
Die Demokraten gewinnen die Mehrheiten im Kongress. Das schwächt US-Präsident Trump. Wie geht es mit seinem Kurs weiter? Und wie stellen sich die Demokraten nach dem Sieg auf? ZDFheute live.
04.11.2026 | 32:17 minDie USA haben bei den Midterms den Kongress neugewählt. Und die Demokraten konnten sich gegen die Republikaner durchsetzen und in beiden Kammern die Mehrheit holen. Verfolgen Sie die Ergebnisse mithilfe unserer Grafiken live.
Midterms in den USA: Ergebnisse aus Repräsentantenhaus und Senat
Was wurde gewählt? Der Kongress in den USA besteht aus zwei Kammern, dem Repräsentantenhaus und dem Senat. Die Ergebnisse aus beiden Kammern können Sie in folgender Grafik sehen.
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Zum einen wurde das Repräsentantenhaus neu gewählt - das passiert alle zwei Jahre. Wer dort die Mehrheit hat, bestimmt die politische Agenda und den einflussreichen Vorsitzenden. Bisher waren das die Republikaner. Das Repräsentantenhaus besteht aus 435 Abgeordneten, die ihren jeweiligen Wahlkreis vertreten. Je mehr Einwohner ein Bundesstaat hat, desto mehr Abgeordnete werden von dort aus in die Kammer geschickt.
Gewählt ist in der Regel die Person mit den meisten Stimmen in einem Wahlkreis. In manchen Staaten gibt es aber Sonderregeln. Zum Beispiel kann es in Georgia und Louisiana zu Stichwahlen kommen, sollte keine Person mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten.
In den USA gibt es keine zentrale Wahlbehörde, die nach Schließung der Wahllokale die Ergebnisse live bereitstellt. Deshalb kommt Medien eine besondere Rolle zu. Die Nachrichtenagentur AP (Associated Press) verfolgt im ganzen Land die Auszählung und sammelt die Ergebnisse. Im ZDF zeigen wir die Daten und die sogenannten "Calls" der AP, die wir über die Nachrichtenagentur dpa erhalten. Um 0 Uhr deutscher Zeit am 4. November schlossen die ersten Wahllokale.
In den USA ist es üblich, dass Medien bei Wahlen "Calls" für Staaten oder Sitze verkünden. Das heißt: Sie "callen" einen Staat, wenn sie auf Basis der bisher eingelaufenen Ergebnisse und Hochrechnungen davon ausgehen, dass der Sitz entschieden ist, auch wenn noch nicht alle Stimmen ausgezählt sind. Das passiert unter anderem, weil die vollständige Auszählung teils Wochen andauert.
In den USA gilt auch bei den Kongresswahlen das Mehrheitswahlrecht. Es begünstigt große Parteien gegenüber kleineren Parteien. Ein grafischer Überblick.
08.10.2026 | 0:54 minSo laufen die Wahlen zum Senat 2026 - Karten zu den Ergebnissen
Auch für die zweite Kammer des Kongresses fanden Wahlen statt: Alle zwei Jahre wird rund ein Drittel des Senats für eine sechsjährige Amtszeit neu gewählt - dieses Jahr kamen noch zwei Nachwahlen zusätzlich hinzu. Bisher hatten ebenfalls die Republikaner die Mehrheit im Senat.
In unserer Karte können Sie sehen, welche Sitze zur Wahl standen und wer sie gewonnen hat. Insgesamt wird in 35 von 50 Staaten je ein neuer Senatssitz vergeben.
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Alle 50 Bundesstaaten schicken je zwei Abgeordnete in den Senat. Damit haben Staaten mit niedriger Bevölkerung ein genauso hohes Gewicht wie die größten: Wyoming mit seinen 588.000 Einwohnern schickt genauso viele Senatoren wie der 39-Millionen-Staat Kalifornien.
Die Kammer hat ebenfalls großen Einfluss: Sie bestätigt zum Beispiel Mitglieder der Regierung oder des Supreme Courts, des obersten Gerichts. Steht es bei Abstimmungen 50:50, entscheidet die Stimme des Vorsitzenden - das ist standardmäßig der Vizepräsident, also aktuell der Republikaner JD Vance.
Bei den Zwischenwahlen bestimmen Wähler alle Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel der Senatssitze neu. Ein grafischer Überblick.
02.10.2026 | 0:59 minSenatoren gelten als potenziell mächtiger als die Abgeordneten des Repräsentantenhauses: Obwohl beide Kammern an Gesetzgebungsverfahren beteiligt sind, sind Senatoren länger im Amt und können sogar unter Umständen als Einzelperson die Verabschiedung von Gesetzen blockieren.
Redaktion: Kathrin Wolff
Design: Jens Albrecht, Josephine Gudakow
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