Route zwischen Dischibuti und Jemen:Mindestens 139 Flüchtlinge vor der Küste Dschibutis ertrunken
Am Horn Afrikas ereignet sich ein Schiffsunglück: Ein Schiff mit 305 geflüchteten Menschen an Bord kentert, mehr als 100 von ihnen sterben.
Vor der Küste Dschibutis ist ein Schiff mit 350 Menschen aus Äthiopien gekentert. Mindestens 109 Menschen kamen ums Leben, mehr als 116 werden noch vermisst.
11.10.2026 | 0:30 minBei einem Schiffsunglück am Horn von Afrika sind nach Angaben der UN mindestens 139 Migranten ums Leben gekommen. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Sonntag mitteilte, kenterte ein Boot mit 305 Menschen an Bord auf dem Weg von Dschibuti in den Jemen auf der arabischen Halbinsel. Dutzende von ihnen werden noch vermisst. Das Unglück ereignete sich bereits in der Nacht zum Freitag nördlich der dschibutischen Hafenstadt Obock.
Zunächst wurden den Angaben zufolge 109 Leichen geborgen. Unter den Toten waren 15 Kinder. Die dschibutischen Behörden setzten die Such- und Rettungsmaßnahmen fort, erklärte die IOM weiter. Mehr als 80 Menschen, alle aus Äthiopien, überlebten den Schiffbruch. Die IOM betreute 64 Überlebende in Obock.
Diese Tragödie macht auf drastische Weise deutlich, welchen Gefahren Migranten auf dieser Route ausgesetzt sind.
Alexandre Coissac, IOM-Missionsleiter in Dschibuti
Im vergangenen Jahr hätten dort mehr als 900 Menschen ihr Leben verloren oder gälten als vermisst.
Forensik-Team und Mitglieder der Küstenwache von Dschibuti bei der Untersuchung eines Strandes, nachdem in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober ein Boot vor der Küste Dschibutis gesunken war.
Quelle: AFPZehntausende suchen Arbeit in den reichen Golfstaaten
Jedes Jahr machen sich der Organisation zufolge Zehntausende Migranten vom Horn von Afrika auf den Weg durch Dschibuti und überqueren die Meerstraße von Bab el-Mandeb in Richtung Jemen, wo sich die Huthi-Miliz und Regierungstruppen bekämpfen.
Sie hofften, die wohlhabenden Golfstaaten zu erreichen und dort Sicherheit und Arbeit zu finden. Die Menschen wollten Armut, Unsicherheit und den wachsenden Folgen der Erderwärmung entkommen, erklärte die IOM.
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