Zweiter großer Stromausfall in Kuba innerhalb einer Woche

Havanna im Dunkeln:Wieder Stromausfall in Kuba: "Das wird langsam unerträglich"

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In Kuba ist zum zweiten Mal innerhalb einer Woche landesweit der Strom ausgefallen. Die Kubaner leiden zunehmend unter der schweren Wirtschafts- und Energiekrise im Land.

Menschen laufen im Dunkeln die Straße hinunter in Havana, Cuba, nachdem zum zweiten Mal binnen einer Woche landesweit der Strom ausgefallen ist.

In Kuba hat es erneut einen landesweiten Stromausfall gegeben, den zweiten binnen einer Woche. Kubas Stromnetz ist marode, das Land leidet zudem unter der US-Blockade für Öllieferungen.

22.03.2026 | 0:16 min

In Kuba ist es binnen weniger als einer Woche zu einem zweiten landesweiten Stromausfall gekommen. Es habe eine "vollständige Abschaltung" des nationalen Stromsystems stattgefunden, teilte das kubanische Energieministerium am Samstagabend im Onlinedienst X mit.

Es sei mit der Wiederherstellung der Stromversorgung begonnen worden. Erst am Dienstag hatte der jüngste Stromausfall nach mehr als 24 Stunden beendet werden können.

Stromausfall: Kubaner zunehmend verzweifelt

Auslöser der Abschaltung des Stromsystems sei eine Störung in einem Aggregat eines der thermischen Kraftwerke des Landes gewesen, teilte die kubanische Energiebehörde mit.

Diese Ansicht zeigt Gebäude bei Sonnenuntergang während eines Stromausfalls in Havanna

Anfang der Woche fiel in Kuba bereits einmal landesweit der Strom aus.

17.03.2026 | 1:26 min

Das habe eine "Kaskadenwirkung" gehabt. Mikro-Stromnetze seien aktiviert worden, um kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser und Wasseraufbereitungsanlagen mit Strom zu versorgen.

In den Straßen Havannas herrschte am Abend größtenteils Dunkelheit. Einige Fußgänger nutzten ihre Mobiltelefone oder Taschenlampen. "Das wird langsam unerträglich", sagte die 64-jährige Ofelia Oliva der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist noch nicht einmal eine Woche vergangen, seit wir eine ähnliche Situation erlebt haben."

Auch der 36-jährige Taxifahrer Nilo López beklagte die Zustände:

Ich frage mich, ob wir unser ganzes Leben lang so weitermachen müssen, denn so kann man nicht leben.

Nilo López, Kubaner

 Gesamtansicht einer Straße in Havanna am 16. März 2026. Kuba bemühte sich am 17. März 2026 fieberhaft um die Wiederherstellung der Stromversorgung nach einem landesweiten Stromausfall, der die kommunistisch regierte Insel traf, just als US-Präsident Donald Trump verkündete, er werde sie „übernehmen“.

Treibstoffmangel, Stromausfälle, kaputte Wirtschaft. Kuba ist in der Krise. US-Präsident Trump droht, die Insel zu "übernehmen". Nach Venezuela und Iran - ein weiterer US-Eingriff?

18.03.2026 | 2:07 min

Kuba in schlimmster Wirtschaftskrise seit 30 Jahren

Kubas veraltetes Stromerzeugungssystem ist in einem schlechten Zustand, Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Der Inselstaat hat zudem mit Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen. Derzeit durchlebt Kuba die schlimmste Wirtschaftskrise seit mehr als 30 Jahren. Verschärft wird diese durch eine US-Blockade der Öllieferungen aus Venezuela.

US-Präsident Donald Trump hatte Venezuelas linksgerichteten Staatschef Nicolás Maduro bei einer US-Militärintervention Anfang Januar gefangennehmen und in den USA inhaftieren lassen. Damit blieben die Öllieferungen des bisher mit Kuba verbündeten Venezuela aus.

Trump drohte überdies anderen Staaten mit Repressalien, sollten diese Öl an Kuba liefern. Am vergangenen Montag drohte Trump zudem erneut mit der Übernahme Kubas.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 22.03.2026 um 9:45 Uhr.

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