Kubas Präsident warnt USA vor "unüberwindlichem Widerstand"

Nach Trumps Äußerungen zu "Übernahme":Kubas Präsident warnt USA vor "unüberwindlichem Widerstand"

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US-Präsident Donald Trumps Andeutungen zu einer möglichen "Übernahme" Kubas treffen auf entschlossenen Widerstand der Führung in Havanna gegen einen politischen Wandel.

 Gesamtansicht einer Straße in Havanna am 16. März 2026. Kuba bemühte sich am 17. März 2026 fieberhaft um die Wiederherstellung der Stromversorgung nach einem landesweiten Stromausfall, der die kommunistisch regierte Insel traf, just als US-Präsident Donald Trump verkündete, er werde sie „übernehmen“.

Treibstoffmangel, Stromausfälle, kaputte Wirtschaft. Kuba ist in der Krise. US-Präsident Trump droht, die Insel zu "übernehmen". Nach Venezuela und Iran - ein weiterer US-Eingriff?

18.03.2026 | 2:07 min

Nach den Aussagen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Übernahme Kubas durch die USA hat der Staatschef der Karibikinsel eine Warnung ausgesprochen. Auf X schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel:

Selbst im schlimmsten Fall kann sich Kuba einer Sache sicher sein: Jeder externe Angreifer wird auf unüberwindlichen Widerstand stoßen.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel

Trump hatte zuletzt einen zeitnahen Eingriff der USA ins kubanische Machtgefüge angedeutet und darüber gesprochen, den sozialistischen Staat "in irgendeiner Form zu übernehmen" oder zu "befreien".

Faktisch könne er alles mit Kuba machen, was er wolle, sagte er am Montag vor Journalisten.

Diese Ansicht zeigt Gebäude bei Sonnenuntergang während eines Stromausfalls in Havanna

In Kuba ist bereits zum dritten Mal landesweit der Strom ausgefallen. Ursache sind Engpässe unter anderem wegen der US-Blockade von Öl-Importen.

17.03.2026 | 1:26 min

US-Außenminister Rubio: "Es müssen neue Leute übernehmen"

US-Außenminister Marco Rubio sprach angesichts der schweren Wirtschaftskrise auf der Insel davon, dass ein Führungswechsel notwendig sei. Er sagte:

Die Verantwortlichen wissen nicht, wie sie das lösen können. Also müssen neue Leute übernehmen.

US-Außenminister Marco Rubio

Laut US-Medienberichten betrachtet die Regierung in Washington den seit 2019 regierenden Präsidenten Díaz-Canel nicht als die richtige Person, um die von Trump gewünschten wirtschaftlichen und politischen Veränderungen in Kuba voranzutreiben.

Donald Trump spricht im Oval Office.

US-Präsident Trump hat angekündigt, sich nach Ende des Iran-Konflikts mit Kuba befassen zu wollen. Das Land, das unter US-Sanktionen und massiven Stromausfällen leidet, wolle unbedingt einen Deal.

06.03.2026 | 0:20 min

Díaz-Canel wirft USA "erbitterten Wirtschaftskrieg" vor

Seit der Revolution unter Fidel Castros Führung 1959 sind die Beziehungen zwischen den USA und Kuba angespannt. Ein US-Handelsembargo gegen Kuba ist seit mehr als 60 Jahren in Kraft und hat die Wirtschaftskrise auf der Insel verschärft.

Insbesondere seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor gut einem Jahr haben sich die Spannungen nochmals verschärft. "Die USA bedrohen Kuba fast täglich öffentlich damit, die verfassungsmäßige Ordnung gewaltsam zu stürzen", schrieb Díaz-Canel auf X.

Trumps Regierung verkünde nicht nur Pläne zur Übernahme Kubas und seiner Ressourcen, sie versuche, das Land wirtschaftlich zu ersticken und eine Kapitulation zu erzwingen. Der kubanische Präsident sagte:

Nur so lässt sich der erbitterte Wirtschaftskrieg erklären, der als Kollektivstrafe gegen die gesamte Bevölkerung geführt wird.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel

Öldruck aus Washington, Gespräche mit Havanna

Mit Zolldrohungen gegen Lieferanten von Ölexporten nach Kuba und einer Blockade sanktionierter Tanker aus dem südamerikanischen Bruderstaat Venezuela ließ Trump die Insel seit Dezember weitgehend vom Zugang zu Öl abschneiden.

Allerdings haben die Regierungen in Havanna und Washington parallel dazu bestätigt, dass sie Gespräche führen.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen, unter anderem das "heute journal update" am 18.03.2026 ab 00:14 Uhr und die "ZDFheute live" am 17.03.2026 um 13:30 Uhr.

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