Staatsanwaltschaft ermittelt:Toter bei Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul
Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul ist einer von drei Angreifern bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden. Was bisher bekannt ist.
In Istanbul ist bei einem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat ein Angreifer getötet worden. Zum Zeitpunkt der Tat soll das Konsulat nicht besetzt gewesen sein.
07.04.2026 | 0:19 minBei einem Schusswechsel mit Einsatzkräften vor dem israelischen Konsulat in der türkischen Metropole Istanbul ist ein Angreifer getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden und in Gewahrsam, sagte der Gouverneur Davut Gül. Demnach wurden auch zwei Polizisten leicht verletzt.
Es handele sich um eine "Provokation", sagte Gül, ohne Details zu nennen. Die Hintergründe des Angriffs würden untersucht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete den Vorfall als "abscheulichen Terrorakt".
Innenminister Mustafa Cifti schrieb auf der Plattform X, die Angreifer seien mit einem Mietwagen aus der Stadt Izmit angereist, die etwa 100 Kilometer östlich von Istanbul liegt. Zwei der Angreifer waren nach Behördenangaben Brüder, einer war im Zusammenhang mit Drogen vorbestraft.
Polizisten bei Schusswechsel verletzt
Videoaufnahmen des Angriffs zeigen einen Angreifer mit einer Waffe, anscheinend ein Sturmgewehr, und einem braunen Rucksack hinter einem Bus, während er sich mit der Polizei einen Schusswechsel liefert.
Ein Polizist fällt zu Boden und rollt sich hinter einen Baum, um Deckung zu suchen. Ein Beamter wurde laut dem Innenministerium am Bein, der andere am Ohr verletzt.
Künftig sollen Militärgerichte in den besetzten Gebieten Terroristen schon mit einfacher Mehrheit zum Tode verurteilen. Wen es künftig in Israel treffen soll – ZDFheute live.
31.03.2026 | 13:02 minDer türkische Sender Habertürk hatte zunächst von zwei getöteten Angreifern und einem verletzten Polizisten berichtet.
Derzeit keine israelischen Diplomaten in der Türkei
Das israelische Konsulat befindet sich in einem Hochhaus in Levent, einem Geschäftsviertel der Stadt. Derzeit arbeiten allerdings keine Diplomaten in israelischen Vertretungen in der Türkei. Israel hatte seine Mitarbeiter aufgrund von Sicherheitsbedenken und der sich verschlechternden Beziehungen zur Türkei nach Beginn des Gaza-Kriegs abgezogen.
Der türkische Justizminister Akin Gürlek teilte mit, drei Staatsanwälte, darunter ein stellvertretender Generalstaatsanwalt, seien mit der Leitung der Ermittlungen beauftragt worden.
Israel: Terror wird uns nicht einschüchtern
Das israelische Außenministerium teilte später in einem Post auf X mit, man verurteilte "den heutigen Terroranschlag auf das israelische Konsulat in Istanbul aufs Schärfste". Zudem hieß es: "Wir schätzen die schnelle Reaktion der türkischen Sicherheitskräfte, die diesen Anschlag vereitelt haben." Israelische Vertretungen weltweit seien "unzähligen Drohungen und Terroranschlägen ausgesetzt", lautete die Reaktion weiter. "Terror wird uns nicht einschüchtern."
Der US-Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, verurteilte den Anschlag und lobte die türkischen Behörden für eine schnelle und entschlossene Reaktion. "Angriffe auf diplomatische Vertretungen sind Angriffe auf die internationale Ordnung - und ein Angriff auf die Prinzipien, die die Nationen verbinden", schrieb er auf X.
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