Libanon: Mehrere Tote bei israelischen Angriffen auf Hisbollah

Hisbollah als Ziel der Luftangriffe:Mehrere Tote bei israelischen Angriffen auf Libanon

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Bei israelischen Angriffen sind nach libanesischen Angaben mindestens zwölf Menschen im Osten und im Süden des Libanon getötet worden. Ziel waren Hisbollah-Mitglieder.

Bednayel im Libanon nach Angrifen durch Israel

Das israelische Militär hat erneut Ziele im Libanon angegriffen. Nach libanesischen Angaben wurden zwölf Menschen getötet.

21.02.2026 | 0:22 min

Bei israelischen Angriffen sind nach libanesischen Angaben zwölf Menschen im Osten und im Süden des Libanon getötet worden. 24 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte das libanesische Gesundheitsministerium am Freitag.

Die israelische Armee erklärte, die Angriffe hätten sich gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz und die mit ihr verbündete islamistische Hamas gerichtet. Am Samstag teilte die israelische Armee dann mit, acht Hisbollah-Mitglieder seien getötet worden. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP.

Libanons Präsident Joseph Aoun hat Israel nach den jüngsten tödlichen Angriffen auf Stellungen der Hisbollah vorgeworfen, die diplomatischen Bemühungen zur Stabilisierung seines Landes zu untergraben, meldet dpa.

Libanin, Beirut: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Libanons Premierminister Nawaf Salam

Bundespräsident Steinmeier hat dem Libanon Unterstützung zur Stabilisierung des Landes zugesichert. Er rief auch dazu auf, das Waffenruheabkommen zwischen der Hisbollah und Israel umzusetzen.

16.02.2026 | 0:28 min

Augenzeugen: Auch Unbeteiligte verletzt

Augenzeugen zufolge wurden die angegriffenen Gebäude völlig zerstört. Auch Nachbarhäuser seien beschädigt worden. Unbeteiligte Zivilisten wurden laut Augenzeugenberichten durch Glassplitter verletzt.

Aoun bat internationale Partner darum, Druck auszuüben, damit die Angriffe aufhörten und eine weitere Eskalation in der Region verhindert werden könne. Vor allem zusammen mit den USA bemühe sich der Libanon darum, Stabilität herzustellen.

Unter US-Führung haben Israel und der Libanon zuletzt Gespräche geführt, um die Waffenruhe zu stabilisieren und einen dauerhaften Frieden zu erreichen. Die USA setzen sich intensiv für eine Annäherung der beiden Länder ein, die sich offiziell im Kriegszustand befinden.

Zu sehen ist eine Straße und besonders zwei Gebäude mit großen libanesischen Flaggen, die einen Großteil der Gebäude-Fronten verdecken.

Im Libanon droht der brüchige Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah zu eskalieren. Was dahintersteckt, analysiert ZDFheute live.

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Israel: halten an Waffenruhe-Vereinbarungen fest

Israel und die Hisbollah-Miliz hatten zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander geführt. Dann trat eine Waffenruhe in Kraft. Das Abkommen sieht unter anderem die Entwaffnung der Hisbollah in mehreren Phasen vor. Eine wichtige Frist dafür lief Ende vergangenen Jahres aber aus, und die Miliz lehnt diesen Schritt weiterhin ab.

kibbuz

Seit November 2024 gilt eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. Ein tödlicher Luftangriff im Süd-Libanon zeigt jedoch, wie brüchig sie ist. Ein normales Leben bleibt dort unmöglich.

13.02.2026 | 4:18 min

Die Spannungen haben sich auch deshalb zuletzt wieder verschärft. Beide Seiten werfen einander Verstöße gegen das Abkommen vor. Israel beschuldigt die Hisbollah zudem, wieder aufzurüsten. Das israelische Militär greift deshalb fast täglich weiter Ziele im Nachbarland an. Dabei gibt es immer wieder Tote. In ihrer Mitteilung am Samstagmorgen sagte Israels Armee, sie halte weiterhin an den Waffenruhe-Vereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon fest.

Quelle: AFP, dpa
Über dieses Thema berichtete die heute Xpress am 21.02.2026 ab 15:10 Uhr.

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