Iran-Waffenruhe laut Hegseth "nicht beendet" - trotz Spannungen

Trotz Spannungen in Straße von Hormus:Hegseth: Waffenruhe im Iran-Krieg "ist nicht beendet"

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Die USA wollen offenbar die Blockade der Straße von Hormus brechen. Trotz der Spannungen dort habe die Waffenruhe mit Iran Bestand, betont Verteidigungsminister Hegseth.

04.05.2026, Iran, Bandar Abbas: Öltanker liegen in der Straße von Hormuz vor Bandar Abbas, Iran, vor Anker.

Mit dem Beginn des US‑Militäreinsatzes in der Straße von Hormus wächst die Sorge vor einer Eskalation. Angriffe auf Schiffe und Ziele verschärfen die Lage in der Golfregion.

05.05.2026 | 1:55 min

Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran gilt nach Darstellung von Verteidigungsminister Pete Hegseth nach wie vor. "Die Waffenruhe ist nicht beendet", antwortete der Pentagonchef auf eine entsprechende Frage bei einer Pressekonferenz.

Bei der neuen US-Initiative "Projekt Freiheit" zur Wiederherstellung des freien Handelsverkehrs in der Straße von Hormus handele es sich um eine separate, zeitlich begrenzte, defensive Operation. Dieser Einsatz laufe getrennt vom Militäreinsatz "Gewaltiger Zorn" gegen Iran und unterscheide sich deutlich davon, betonte Hegseth.

Rubio: USA wollen Blockade der Straße von Hormus brechen

US-Außenminister Marco Rubio zufolge wollen die USA die Blockade der Straße von Hormus brechen, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen. Das US-Militär werde weiter Drohnen und Boote angreifen, die eine Bedrohung darstellten, sagte er in Washington. Es würden Einheiten in die Region verlegt, um einen Schutzschirm für Handelsschiffe aufzubauen.

Grafikvideo zur Bedeutung der Meerenge starten

"Wir suchen keinen Konflikt", aber man dürfe Iran auch nicht erlauben, unschuldige Länder von der Durchfahrt der Meerenge abzuhalten, hatte Pete Hegseth zuvor gesagt. US-Präsident Donald Trump ziehe es vor, dass die Initiative friedlich ablaufe, aber die USA seien jederzeit bereit, ihre Leute, Schiffe, Flugzeuge und die Mission zu verteidigen. Wenn Iran US-Streitkräfte oder weitere Handelsschiffe angreife, werde es "mit der überwältigenden und vernichtenden Feuerkraft der USA konfrontiert", sagte Hegseth.

Handelsschiffe unter US-Flagge hätten die Straße von Hormus bereits passiert und damit demonstriert, dass sie sicher sei, betonte Hegseth. Aktuell würden Hunderte weitere Schiffe verschiedener Nationen darauf warten, die Meerenge durchfahren zu können, sagte Pete Hegseth außerdem. Die Welt sei deutlich mehr auf eine freie Schifffahrt in der für den Ölhandel zentralen Meerenge angewiesen als die USA, hob er hervor. Die Vereinigten Staaten würden die Situation nun stabilisieren, die Verantwortung dann aber an andere abgeben. Konkreter wurde er dabei nicht.

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Die USA drängen im UN‑Sicherheitsrat auf eine Resolution zur Sicherung der Straße von Hormus und verlangen vom Iran ein Ende der Angriffe. ZDF-Korrespondent David Sauer ordnet ein.

05.05.2026 | 1:14 min

Spannungen verschärften sich zuletzt

Seit rund einem Monat gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, die Trump zuletzt einseitig auf unbestimmte Zeit verlängert hat. Am Montag spitzte sich der Streit über die weitgehend blockierte Straße von Hormus zu, was die Waffenruhe gefährdete.

Laut dem zuständigen US-Regionalkommando (Centcom) waren im Zuge der Initiative am Montag Zerstörer durch die Meerenge in den Persischen Golf eingefahren. Zwei Handelsschiffe unter US-Flagge hätten außerdem das Seegebiet verlassen können, hieß es.

Im Rahmen der Aktion will das US-Militär mindestens sechs Schnellboote der Islamischen Republik zerstört haben. Die iranischen Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben mehrere Raketen als Warnung in Richtung von US-Kriegsschiffen ab.

Bundeskanzler Friedrich Merz gibt am 4. Mai 2026 im Vorfeld der Sitzung des CDU-Vorstands in der Chabad-Synagoge in Berlin eine Presseerklärung ab.

Bundeskanzler Merz hat Teheran nach Angriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Auch Irans Blockade der Straße von Hormus müsse enden.

05.05.2026 | 0:33 min

US-Generalstabschef: Zehn Angriffe auf US-Streitkräfte

Nach Angaben des US-Generalstabschefs Dan Caine griff Iran seit Beginn der Waffenruhe mehr als zehnmal US-Streitkräfte an. Zudem habe Iran neunmal auf Handelsschiffe geschossen und zwei Containerschiffe beschlagnahmt, führte Caine bei einer Pressekonferenz aus. Er sprach von Vorfällen, die alle "derzeit noch unterhalb der Schwelle für die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen liegen".

Am Montag habe Iran einmal den Oman und dreimal die Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen, sagte Caine. Zusätzlich sei Teheran mit Marschflugkörpern, Drohnen und Schnellbooten gegen US-Streitkräfte vorgegangen, die versuchten, die Handelsschifffahrt in der Meerenge von Hormus wieder in Gang zu bringen. Kampfhubschrauber der USA hätten diese Angriffe erfolgreich abgewehrt.

Pakistan mahnt zu Zurückhaltung

Angesichts der zunehmenden Spannungen mahnte der Vermittlerstaat Pakistan zur Zurückhaltung. Es sei "absolut essenziell, dass die Waffenruhe gewahrt und respektiert" werde, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wiederum warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer Initiative "Projekt Freiheit". Trump drohte Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe mit Vernichtung.

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Quelle: dpa, Reuters
Über die Spannungen im Iran-Krieg und in der Straße von Hormus berichteten am 05.06.2026 mehrere Sendungen, etwa das heute journal update ab 00:00 Uhr und heute Xpress ab 09:00 Uhr.
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