Signale für Gespräche:Irans Präsident nach US-Drohungen: Streben keinen Krieg an
Nach neuen Drohungen aus Washington betont Irans Präsident, sein Land strebe keinen Krieg an. Zugleich gibt es Signale für mögliche Gespräche zwischen Teheran und den USA.
Irans Präsident Massud Peseschkian erklärt, er setze auf eine friedliche Lösung.
Quelle: dpaDer iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich nach erneuten militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump für eine friedliche Lösung des Konflikts mit Washington ausgesprochen.
In einem Telefonat mit Ägyptens Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi habe Peseschkian die "Notwendigkeit betont, diplomatische Prozesse einzuleiten", berichtete Irans staatliche Nachrichtenagentur Irna.
Nach Angaben von Aktivisten sollen bei den Protesten im Iran deutlich mehr Menschen getötet worden sein als bislang bekannt. Gleichzeitig erhöht der US‑Präsident den Druck auf Teheran.
28.01.2026 | 2:39 minPeseschkian: Streben auch jetzt keinen Krieg an
Iran habe "niemals einen Krieg angestrebt" und strebe auch jetzt keinen Krieg an, sagte Peseschkian. Die Islamische Republik sei "zutiefst davon überzeugt, dass ein Krieg weder dem Iran noch den Vereinigten Staaten oder der Region nützen würde", hieß es.
Teheran "redet mit uns, wir werden sehen, ob wir etwas tun können, andernfalls werden wir sehen, was passiert", sagte Trump am Samstag dem US-Sender Fox News.
Die USA verlegen Militär und Flugzeuge in den Nahen Osten, offenbar als Reaktion auf die Lage im Iran. Welche Pläne verfolgt Washington? Dazu ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.
29.01.2026 | 1:32 minTeheran: Vorbereitungen für Verhandlungen
Teheran bereitet nach Angaben des obersten Sicherheitsbeamten des Landes Verhandlungen vor. Der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, schrieb auf X, entgegen der "künstlich geschürten Kriegsrhetorik" der Medien würden "strukturelle Vorbereitungen für Verhandlungen voranschreiten".
Die Gespräche über Irans Atomprogramm nähmen "trotz der verschärften Drohungen einer militärischen Konfrontation" Gestalt an, schrieb dazu die Nachrichtenagentur Irna unter Bezugnahme auf Laridschanis X-Post.
Während die USA Druck auf den Iran ausüben, zeigen Berichte das brutale Vorgehen der Revolutionsgarden. Offiziell werden 3.000 Tote genannt, Menschenrechtler befürchten über 25.000.
30.01.2026 | 1:40 minTrump hatte Iran wiederholt gedroht
Trump hatte den Druck auf Teheran mit neuen Drohungen verstärkt. Es seien weitere Kriegsschiffe Richtung Iran unterwegs - "und hoffentlich werden wir einen Deal machen", sagte der US-Präsident im Weißen Haus. Auf einem Flug nach Florida sagte er zu Journalisten: "Ich hoffe, sie verhandeln etwas, das akzeptabel ist."
Die USA hatten einen möglichen neuen Militäreinsatz gegen Iran im Zuge der Proteste im Land ins Spiel gebracht. Iranische Sicherheitskräfte gingen mit großer Härte gegen Demonstrierende vor. Aktivisten zufolge wurden tausende Menschen getötet und zehntausende festgenommen.
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