Epstein-Affäre: Britischer Ex-Botschafter Mandelson festgenommen

Verdacht auf Amtsmissbrauch in UK:Epstein-Affäre: Ex-Botschafter Mandelson festgenommen

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Der frühere britische Wirtschaftsminister und Botschafter Peter Mandelson ist festgenommen worden. Gegen ihn liefen Untersuchungen im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre.

Peter Mandelson

Peter Mandelson war früher britischer Wirtschaftsminister und Botschafer des Landes in den USA.

Quelle: AFP

Der ehemalige britische Wirtschaftsminister und frühere Botschafter in den USA, Peter Mandelson, ist im Zusammenhang mit den Epstein-Akten festgenommen worden. Das teilte die Polizei am Montag mit. "Beamte haben den 72-jährigen Mann wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen", erklärte die Polizei am Montag, ohne Mandelsons Namen zu nennen.

Die Sender BBC und Sky News zeigten Aufnahmen, wie Mandelson, der mit dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befreundet war, von seinem Wohnsitz in London weggebracht wurde.

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20.02.2026 | 19:44 min

Gab Mandelson Regierungsinformationen an Epstein weiter?

Dem früheren britischen Botschafter in Washington wird vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen an den Finanzinvestor Epstein weitergegeben und Geld von ihm angenommen zu haben. Die zuletzt neu veröffentlichten Epstein-Akten förderten zu Tage, dass Mandelson, als er von 2008 bis 2010 Minister unter Premier Gordon Brown war, vertrauliche Finanzdaten der damaligen Labour-Regierung an Epstein weitergegeben haben soll.

Demnach soll Mandelson unter anderem die Entscheidung für einen 500-Milliarden-Euro-Rettungsschirm in der Euro-Krise einen Tag vor deren Verkündung an Epstein weitergegeben haben. 

Mandelson als Botschafter in den USA abberufen

Die Ermittler hatten ihre Arbeit Anfang des Monats aufgenommen, nachdem die Regierung von Premierminister Keir Starmer Kommunikation zwischen Mandelson und dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein an die Polizei übergeben hatte. Eine Stellungnahme des ehemaligen Botschafters lag zunächst nicht vor.

Reporter berichten vor der Downing Street NR. 10 im Zentrum Londons.

Der britische Premierminister Starmer will trotz der Vorwürfe gegen ihn - im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualverbrecher Epstein - nicht zurücktreten.

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Der Skandal setzt auch Starmer unter Druck, da er Mandelson trotz dessen bekannter Verbindungen zu Epstein ernannt hatte.

Mandelson war im September von seinem Posten in Washington abberufen worden, als das Ausmaß seiner Freundschaft zu Epstein ans Licht kam. Dem ehemaligen britischen Wirtschaftsminister und EU-Handelskommissar wird vorgeworfen, Informationen an den US-Multimillionär weitergegeben zu haben.

Der britische Botschafter in den USA, Lord Peter Mandelson. (Archiv)

Wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat Premierminister Keir Starmer den britischen Botschafter Peter Mandelson in den USA entlassen.

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Ehemaliger Prinz Andrew zuvor festgenommen

Mandelson ist der zweite prominente Brite, der innerhalb kurzer Zeit im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre in Polizeigewahrsam genommen wurde. Vor einigen Tagen wurde der frühere Prinz Andrew festgenommen und nach einem Verhör unter Auflagen wieder freigelassen.

Andrew Mountbatten-Windsor wird verdächtigt, während seiner Zeit als Sonderbeauftragter für Handel zwischen 2001 und 2011 Epstein vertrauliche Informationen zugespielt zu haben.

Epstein wurde im Juli 2019 festgenommen und einen Monat später tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, was als Selbstmord eingestuft wurde. Die US-Regierung hat jüngst nach massivem Druck auch aus der Bevölkerung zahlreiche Unterlagen zu dem Fall veröffentlicht, zum Teil geschwärzt.

Festnahme Ex-Prinz Andrew

Der ehemalige Prinz Andrew wurde wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen. Als Handelsbeauftragter soll er vertrauliche Informationen an das Epstein-Netzwerk weitergegeben haben.

20.02.2026 | 2:16 min

Quelle: AP, AFP, Reuters, dpa
Über das Thema berichtete ZDFheute live am 20.02.2026 um 19:49 Uhr in dem Beitrag "Epstein-Netzwerk: Missbrauch und Geschäfte", über die aktuelle Entwicklung berichtet ZDFheute Xpress in Kürze.

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