Virus-Ausbruch in Afrika:Kampf gegen Ebola: USA stellen Millionenhilfe in Aussicht
Das Ebola-Virus breitet sich schnell aus. Die USA stellen nun eine weitere Hilfe in Millionenhöhe zur Verfügung - obwohl die Trump-Regierung eher für gestrichene Hilfsmittel steht.
Ebola breitet sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo rasant aus. Ärzte kämpfen mit fehlendem Personal, Geldmangel und Streiks - die Zahl der Toten und Infizierten steigt.
01.08.2026 | 2:34 minDie US-Regierung von Präsident Donald Trump stellt zusätzliche Millionenhilfe für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Afrika in Aussicht. Weitere 242 Millionen US-Dollar (etwa 209 Millionen Euro) sollen für Sofortmaßnahmen, Vorsorge in der Region und humanitäre Hilfe im Kontext des Virus-Ausbruchs bereitgestellt werden, wie das US-Außenministerium mitteilte. Dazu liefen Gespräche mit dem US-Parlament.
Washington rief andere Länder dazu auf, ihre Beiträge zu den Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit ebenfalls zu erhöhen. Zugleich würdigten die USA Uganda für seine Maßnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs.
Virus breitet sich in "außergewöhnlichem" Tempo aus
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, rief derweil bei einem Besuch in Kongos Hauptstadt Kinshasa dazu auf, die Bemühungen im Kampf gegen Ebola "massiv zu intensivieren". So bräuchten medizinische Helfer "Schutz, Ausbildung und Unterstützung", schrieb Tedros im Kurzbotschaftendienst X. Die WHO hatte am Wochenende gewarnt, dass sich das Virus in "außergewöhnlichem" Tempo ausbreite und die Maßnahmen der Gesundheitsdienste verstärkt werden müssten.
Ebola ist eine schwere Viruserkrankung, die häufig tödlich verläuft. Erste Symptome sind Fieber, Schwäche, Kopf- und Muskelschmerzen. Später können Durchfall, Erbrechen und innere Blutungen auftreten. Übertragen wird das Virus durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Menschen oder Verstorbener - etwa Blut, Speichel oder Erbrochenem. Eine Übertragung über die Luft gilt als ausgeschlossen. Beim aktuellen Ausbruch im Kongo handelt es sich um die seltenere Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die bislang kein zugelassener Impfstoff existiert.
Eigentlich steht die US-Regierung seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 eher für den Rückzug aus internationalen Programmen und gestrichene Hilfsmittel. Sie stellte vieles auf den Prüfstand und zog sich auch aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück.
Die Ebola-Welle breitet sich in Zentralafrika schneller aus als erwartet. Seit dem Ausbruch Mitte Mai sind nach UN-Angaben mehr als 600 Menschen an den Folgen der Viruserkrankung gestorben.
10.07.2026 | 2:35 min512 Millionen US-Dollar Hilfszahlungen
Bei der jetzt geplanten Zusatzhilfe bezieht sich die Regierung auf Zusagen seitens der USA auf dem G7-Gipfel im Juni am Genfersee. Das Außenministerium bezifferte seine angekündigten direkten Hilfszahlungen zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs nun auf insgesamt mehr als 512 Millionen US-Dollar.
Hinzu kämen 350 Millionen US-Dollar für humanitäre Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und in Uganda. Das Geld sei Teil der vor längerem angekündigten Zusatzhilfe in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar für das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten und soll mehreren Ländern zugutekommen.
Ebola breitet sich in Zentralafrika weiter aus. Gibt es wirksame Impfstoffe oder neue Therapien? Und wie groß ist das Risiko für Europa und Deutschland? Dr. Christoph Specht ordnet ein.
01.07.2026 | 5:50 minGrößter Ebola-Ausbruch jemals im Kongo
Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und insbesondere Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Rund zweieinhalb Monate nach Beginn der Ansteckungswelle im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist die Lage nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen "kritischer denn je".
Es handelt sich inzwischen um den größten Ebola-Ausbruch, der jemals im Kongo registriert wurde. Mehr als 3.600 Infektionen sind im Labor bestätigt worden. Rund 1.500 infizierte Menschen starben. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen an der Krankheit.
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