Nach zweiwöchiger Behandlung:Ebola-Patient aus Frankfurter Universitätsklinik entlassen
"Vollständig erholt" und "symptomfrei" hat ein US-Ebola-Patient die Universitätsklinik Frankfurt verlassen. Seit Mitte Juli wurde er dort auf einer Isolierstation behandelt.
In der Universitätsklinik Frankfurt wurde der aus den USA stammende Patient auf einer Sonderisolierstation behandelt.
Quelle: dpaZwei Wochen nach seiner Aufnahme ist ein mit dem Ebolavirus infizierter Patient gesund aus der Universitätsklinik Frankfurt am Main entlassen worden. Der aus den USA stammende Patient wurde seit Mitte Juli auf einer Sonderisolierstation behandelt und konnte diese am Dienstag "vollständig erholt" und "symptomfrei" verlassen, wie die Klinik mitteilte.
Es war der zweite US-Ebola-Patient aus der Demokratischen Republik Kongo, der in Deutschland zuletzt erfolgreich behandelt wurde. Ein erster US-Ebola-Patient war im Mai nach Deutschland gebracht und in der Berliner Charité behandelt worden.
Die Ebola-Epidemie im Kongo breite sich schneller als jede Welle zuvor aus, warnt die afrikanische Gesundheitsorganisation Africa CDC. Gegen die aktuelle Virusvariante gibt es bisher keinen Impfstoff.
10.07.2026 | 1:31 minSpäter wurden auch die Ehefrau und die vier Kinder des Arztes aus dem Kongo nach Berlin gebracht. Anfang Juni konnte der Mann wieder gesund entlassen werden.
Ebola: Übertragung durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten
Die Demokratische Republik Kongo ist derzeit das Zentrum einer Ebola-Epidemie. Von den rund 3.000 bestätigten Erkrankten starben etwa 1.400 an der hochansteckenden Krankheit.
Das Ebola-Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten übertragen. Hoch ansteckend sind auch die Leichen Verstorbener, oft wird das Virus daher bei Begräbnissen übertragen. Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Virus verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie.
Ebola ist eine schwere Viruserkrankung, die häufig tödlich verläuft. Erste Symptome sind Fieber, Schwäche, Kopf- und Muskelschmerzen. Später können Durchfall, Erbrechen und innere Blutungen auftreten. Übertragen wird das Virus durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Menschen oder Verstorbener - etwa Blut, Speichel oder Erbrochenem. Eine Übertragung über die Luft gilt als ausgeschlossen. Beim aktuellen Ausbruch im Kongo handelt es sich um die seltenere Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die bislang kein zugelassener Impfstoff existiert.
Zustand des Patienten besserte sich nach wenigen Tagen
Nach seiner Einlieferung in Frankfurt am 13. Juli konnte der Zustand des schwer an Ebola erkrankten Patienten mit Hilfe unterstützender Maßnahmen stabilisiert werden, wie die Klinik weiter erklärte. Bald darauf besserten sich auch die Symptome.
Schon in der Vergangenheit wurde in Frankfurt ein Fall von Ebola erfolgreich behandelt. Insgesamt gibt es bundesweit sieben Sonderisolierstationen - neben Frankfurt etwa auch in Berlin, Hamburg und München.
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