Behandlung in Frankfurt: Weiterer Ebola-Patient in Deutschland

Behandlung in Frankfurt am Main:Weiterer US-amerikanischer Ebola-Patient in Deutschland

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Wieder hat sich ein US-Mediziner mit dem gefährlichen Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Diesmal übernimmt Frankfurt am Main den Fall.

Universitätsklinikum in Frankfurt

Das Universitätsklinikum in Frankfurt am Main behandelt einen Ebola-Patienten.

Quelle: dpa

Knapp zwei Monate nach der ersten Ankunft eines an Ebola erkrankten US-Amerikaners ist ein zweiter mit dem Virus infizierter US-Bürger zur Behandlung nach Deutschland geflogen worden.

Die Person sei in der Nacht auf dem Frankfurter Flughafen gelandet und dann in die Universitätsklinik der hessischen Stadt gefahren worden, bestätigte ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit der Deutschen Presse-Agentur.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte zuvor mitgeteilt, dass ein Staatsbürger der USA betroffen sei, der für eine humanitäre Organisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeite. Die Person wurde demnach positiv auf die dort derzeit grassierende Bundibugyo-Variante des Virus getestet. Ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, blieb zunächst offen.

Keine Impfung, keine Standard-Therapie

Im Kongo in Zentralafrika, wo die beiden infizierten US-Ärzte tätig waren, ist der jüngste Ebola-Ausbruch besonders schwer einzudämmen. Einer der Gründe: Für den Bundibugyo-Typ gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie.

Medizinisches Personal tauscht sich am Freitag, dem 3. Juli 2026, im Evangelical Medical Center in Bunia im Osten des Kongo aus, wo klinische Studien zu Ebola stattfinden sollen.

Die Ebola-Epidemie im Kongo breite sich schneller als jede Welle zuvor aus, warnt die afrikanische Gesundheitsorganisation Africa CDC. Gegen die aktuelle Virusvariante gibt es bisher keinen Impfstoff.

10.07.2026 | 1:31 min

Für Transporte von Ebola-Patienten werden normalerweise Spezialflugzeuge eingesetzt. In Deutschland kommen die Patienten auf Sonderisolierstationen. Dabei handelt es sich um eine geschlossene, geschützte und vom regulären Klinikbetrieb getrennte Einheit, sodass der Kontakt zu anderen Patienten ausgeschlossen werden kann. Laut Bundesgesundheitsministerium besteht daher weder für die Bevölkerung noch für andere Patienten Gefahr.

Ebola ist eine schwere Viruserkrankung, die häufig tödlich verläuft. Erste Symptome sind Fieber, Schwäche, Kopf- und Muskelschmerzen. Später können Durchfall, Erbrechen und innere Blutungen auftreten. Übertragen wird das Virus durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Menschen oder Verstorbener - etwa Blut, Speichel oder Erbrochenem. Eine Übertragung über die Luft gilt als ausgeschlossen. Beim aktuellen Ausbruch im Kongo handelt es sich um die seltenere Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die bislang kein zugelassener Impfstoff existiert. 


Erster US-Arzt überlebte knapp

Der amerikanische Arzt, der am 20. Mai nach Deutschland gekommen war, wurde in die Berliner Charité aufgenommen. Nach ärztlicher Auskunft war sein Zustand zwischenzeitlich lebensbedrohlich, vor allem zwischen dem Abflug in Afrika und der Ankunft in Deutschland. Nach gut zwei Wochen Behandlung wurde er schließlich aus dem Krankenhaus entlassen.

Ende Juni war das Bundibugyo-Virus dann erstmals auch in Europa nachgewiesen worden. In Frankreich wurde ein aus dem Ostkongo zurückgekehrter Arzt einer humanitären Organisation positiv getestet. Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums wurde der Mann unmittelbar nach seiner Ankunft isoliert. Anfang Juli wurde er nach negativen Tests und ohne Symptome aus dem Krankenhaus entlassen.

feldt-mima

An der Charité wurde ein Ebola-Patient unter strengen Kontrollmechanismen behandelt. "Das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ist sehr gering" - Prof. Dr. Thorsten Feldt, Infektologe.

20.05.2026 | 6:12 min

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Quelle: dpa
Über die Ebola-Epidemie berichteten verschiedene Sendungen, zuletzt etwa die heute-Nachrichten am 10.07.2026 um 19:00 Uhr.
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