Einschränkungen durch Winterwetter: DWD warnt weiter vor Glätte

Einschränkungen durch Winterwetter:Von Hamburg bis Bayern: DWD warnt weiter vor Glätte

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Schnee, Regen und Glätte sorgen auch am Dienstag für Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr. Für Mittwoch ist mit Schnee und Schneeregen zu rechnen.

Lokomotiven im Bahnhof, die von Schnee bedeckt sind.

Schnee und Glatteis behindern in Teilen Deutschlands den Berufsverkehr. Deutschlandweit ereigneten sich auf Fahrbahnen zahlreiche Unfälle. Einige Strecken mussten gesperrt werden.

27.01.2026 | 0:59 min

Auch am Dienstag ist wegen des winterlichen Wetters weiter Vorsicht geboten: Schnee und Regen können den Verkehr ausbremsen. Fußgänger müssen sich auf glatte Wege gefasst machen. Auch im Bahnverkehr müssen sich Pendler und Reisende noch auf Einschränkungen einstellen.

In der Nacht und am Morgen kam es zu mehreren Glätteunfällen, die aber meist glimpflich endeten. Wegen festgefahrener und querstehender Lastwagen war die A5 in Fahrtrichtung Kassel bei Gießen vorübergehend gesperrt worden.

Zwei Autos fahren auf einer verschneiten Straße entlang.

Die chaotischen Wetterbedingungen haben bereits am Montag für erhebliche Störungen im Bahn- und Straßenverkehr gesorgt. Das Video zeigt unter anderem Bilder der vielen Blechschäden.

26.01.2026 | 1:38 min

Im verschneiten Nordbayern entspannte sich die Lage etwas, wie Polizeipräsidien mitteilten. In Teilen Frankens bleiben allerdings zahlreiche Straßen vorsorglich auch am Morgen gesperrt, weil Bäume umstürzen oder Äste abbrechen könnten. In Bamberg brach abends wegen der Schneelast ein Ast auf einen Radfahrer und verletzte diesen lebensgefährlich.

Ist die Wettergefahr gebannt?

Bereits am Montag hatten Autofahrer, Reisende und Fußgänger mit den Folgen von Schnee und Eisregen zu kämpfen - und wurden auf eine Geduldsprobe gestellt. Am Reiskirchener Dreieck bei Gießen etwa harrten Menschen stundenlang in ihren Autos aus. Sie wurden vom Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr mit Getränken und Decken versorgt, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelhessen.

Hier warnt der DWD vor Glätte

ZDFheute Infografik

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Die Glatteisgefahr ist allerdings noch nicht gebannt: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in den nächsten Tagen einen Mix aus Regen und Schnee. Vor allem in der Mitte Deutschlands ist mit gefrierendem Regen zu rechnen.

Der DWD gab für große Teile Deutschlands eine Warnung vor markanter Glätte heraus. Sie galt bis in den späten Dienstagmorgen hinein von Hamburg bis zur Mitte Bayerns, für große Gebiete Nordrhein-Westfalens. Es wurde empfohlen, nicht notwendige Fahrten und Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Auch in anderen Landesteilen wurde Glätte nicht ausgeschlossen.

Scheinwerfer von Autos spiegeln sich auf einer vereisten Fahrbahn bei winterlichen Straßenverhältnissen am Abend

Schnee und Regen haben heute Morgen den Berufsverkehr ausbremst. Fußgänger müssen sich auf glatte Wege einstellen. Auch im Bahnverkehr kommt es weiterhin zu Ausfällen.

27.01.2026 | 2:55 min

Einschränkungen im Bahnverkehr auch am Dienstag

Mit Weichenstörungen, vereisten Oberleitungen und Schneeverwehungen hatte die Bahn zu Wochenstart zu kämpfen. Die Lage habe sich "erheblich verbessert", sagte ein Bahnsprecher aber am Dienstag. Seit dem Morgen fahren demnach auch wieder Fernverkehrszüge in Richtung Ostsee - allerdings noch mit großen Einschränkungen. Einzelne Verbindungen zwischen Berlin und Rostock sowie Stralsund und zwischen Berlin und Binz fallen noch aus. Andernorts könne es zu kleineren Verspätungen von fünf bis zehn Minuten kommen.

Zu Wochenbeginn fuhr kein Fernverkehr auf den Strecken Berlin-Stralsund und Berlin-Rostock. Behinderungen gab es in anderen Regionen.

Hier warnt der DWD vor Frost

ZDFheute Infografik

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Mit Blick auf Prognosen, wonach es am Dienstagnachmittag in Teilen Nordrhein-Westfalens, Hessens und Baden-Württembergs gefrierenden Regen mit erheblicher Glättegefahr geben könnte, schrieb die Bahn: "Das kann zu Vereisungen von Weichen und Oberleitungen führen und den Bahnverkehr vorübergehend beeinträchtigen."

Weiterhin kein Straßenbahnverkehr in Berlin

Der Straßenbahnverkehr in Berlin bleibt den zweiten Tag in Folge wegen vereister Oberleitungen eingestellt. Bislang sei es lediglich gelungen, einen Streckenabschnitt zu enteisen und freizuhalten, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Dienstag mit. Laut BVG handelt es sich um die Strecke zwischen dem Betriebsbahnhof in Lichtenberg und dem Hackeschen Markt im Bezirk Mitte.

Die Oberleitungen und teils auch Gleise der Straßenbahnen in der Hauptstadt waren in der Nacht zu Montag innerhalb kürzester Zeit und flächendeckend eingefroren - eine Situation, die laut BVG seit Jahrzehnten nicht mehr auftrat.

Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegen, bildet sich immer wieder neues Eis. Die Enteisung der Oberleitungen dauert daher an.

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Wintereinbruch über Deutschland

In vielen Teilen Deutschlands fiel über Nacht zu Montag viel Schnee. Besonders der Nordosten und Süden sind betroffen. In zahlreichen Städten lag der öffentliche Nahverkehr lahm.

26.01.2026 | 6:03 min

Schulen in Teilen Bayerns bleiben geschlossen

Zu Wochenbeginn kam mancherorts auch der Busverkehr zum Erliegen - deswegen blieben viele Schulen geschlossen. Auch heute dürfte nicht alles nach Plan laufen: Wegen des Winterwetters mit heftigen Schneefällen haben mehrere fränkische Landkreise den Präsenzunterricht abgesagt. Nach einer Liste des Kultusministeriums soll es in einigen Landkreisen sowie unter anderem in Nürnberg, Erlangen und Bamberg keinen Unterricht an den Schulen geben.

So wird das Wetter am Mittwoch

Am Mittwoch bleibt der Himmel meistens bedeckt. Im Westen und in der Mitte fällt Schnee oder Regen, in den Mittelgebirgen teilweise auch gefrierender Regen. Die Höchsttemperatur liegt zwischen minus 1 und plus 6 Grad.

Das Wetter am Mittwoch 28.01.2026

Das Wetter am Mittwoch 28.01.2026

Quelle: ZDF

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Quelle: dpa, AFP
Über dieses Thema berichtete das ZDF am 27.01.2026 in mehreren Sendungen, etwa in den heute Xpress-Nachrichten ab 9 Uhr.

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